Hertha BSC

Hertha BSC - Die "Alte Dame" von der Spree

Der Hertha, Berliner Sport-Club, kurz Hertha BSC oder auch „Alte Dame“, hat seinen Sitz im Berliner Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf und ist insbesondere für seine Fußballabteilung bekannt. Die erste Herrenmannschaft des Vereins wurde zweimal Deutscher Meister. Hertha BSC wurde im Jahr 1892 als einer der ersten reinen Fußballvereine Deutschlands gegründet und hat mittlerweile 37.500 Mitglieder, die ihr Team im heimischen Olympiastadion anfeuern.

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DIE LETZTEN SPIELE

Was heißt Hertha BSC?

Den Namen Hertha erhielt der Verein von Fritz Lindner, der einige Zeit vor der Gründung auf einem gleichnamigen Dampfer auf der Havel unterwegs war. Er erinnerte sich an den Namen - und seine Gründungsmitglieder waren begeistert. Der Schornstein des Dampfers trug die Farben Blau und Weiß. Zur Saison 1901/02 wurde Hertha in die 1. Klasse und somit in die höchste Liga eingestuft. Nach vier gescheiterten Anläufen gewann der Verein im Jahr 1930 die erste deutsche Meisterschaft, ein Jahr später seine zweite. Wann Hertha ihr kommendes Spiel hat und alle aktuellen Infos rund um die Begegnungen in der Bundesliga, haben wir hier zusammengestellt!

Wann wurde Hertha BSC gegründet?

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Hertha, dank Ernst Reuter, die Erlaubnis, wiedergegründet werden zu können. Bereits in der Saison 1950/51 erschien der Club, nach Zugang von elf Spielern des aufgelösten SG Dresden-Friedrichstadt, wieder auf dem Spielfeld. Die meisten Dresdner Spieler wanderten allerdings bald weiter, sodass Hertha im Jahr 1953 in die zweitklassige Amateurliga Berlin abstieg. Erst zu Beginn der 1970er Jahre konnte sich der Verein in der Bundesliga etablieren, wobei Hertha gegen Ende der 70er in nationalen und internationalen Pokalwettbewerben von sich reden machte.

Abstieg von Hertha BSC zu den Amateuren

Im Jahr 1980 erreichte der sportliche Niedergang des Teams seinen Höhepunkt und Hertha BSC musste seinen Gang in die zweite Liga antreten. Nach kurzer Rückkehr in die erste Liga und dem erneuten Abstieg rutschte der Verein 1986 sogar in die drittklassige Amateur-Oberliga ab. Erst 1988 konnten die Berliner ihre Rückkehr in die 2. Bundesliga feiern, in der sie 1989 die Klasse halten konnten. Zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Zweite Liga gelang dem Verein im Jahr 1990 der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse, wobei dem Jubel darüber bald die Ernüchterung folgte: Der erneute Abstieg ließ sich nicht verhindern. Mitte der 1990er Jahre wurde die erste Mannschaft von Jürgen Röber übernommen. Dieser bewahrte das Team nur knapp vor dem erneuten Abstieg in die Drittklassigkeit. 1996/97 stieg der Verein wieder in die Bundesliga auf und konnte sich in den Jahren 1993 bis 1997 auch über wachsende Zuschauerzahlen freuen.

1997 spielte Hertha BSC wieder in der ersten Liga. In der Saison 2007/08 wurde der Verein umstrukturiert und der Kader fast komplett ausgewechselt. Im Jahr 2009 gab Hertha BSC die Trennung von Manager Dieter Hoeneß bekannt. Zum Ende der Spielzeit 2009/10 musste die "Alte Dame" erneut den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Direkt in der Saison 2010/11 gelang Hertha BSC der Wiederaufstieg in die erste Liga. Dann wurden die Berliner zur echten "Fahrstuhlmannschaft": Nach dem Aufstieg folgte 2011/12 der erneute Abstieg. Nur ein Jahr später war der BSC wieder erstklassig. Hertha BSC ist damit insgesamt 30 Jahre Bundesliga-Mitglied.

Bekannte Hertha-Trainer

Den Anfang als Trainer machte der ehemalige Ex-Hertha-Stürmer Jupp Schneider in der neu gegründeten Bundesliga. Unter der Leitung von Georg Kessler, auch „Sir“ genannt, gelang Hertha mit der Vizemeisterschaft 1974/1975 die bis heute erfolgreichste Bundesliga-Platzierung. Trainer Uwe Klimaschefski hat die Hertha im DFB-Pokal bis in das Halbfinale geführt, unter Trainer Werner Fuchs schaffte Hertha in der geschichtsträchtigen Wende-Saison 1989/1990 den Aufstieg in die erste Liga. Leider ohne Erfolg versuchte der legendäre Otto Rehagel 2012 sein Glück als Hertha-Trainer und konnte das Team nicht vor dem drohenden Abstieg retten. Jos Luhukay trainierte die Mannschaft von 2012 bis 2015 und führte das Team mit einer Rekordsaison zurück in die Bundesliga. Darauf folgte Ex-Hertha-Profi Pal Dardai, der bis 2019 Trainer war. Eine kurze, aber dafür erinnerungswürdige Amtszeit hatte Jürgen Klinsmann. Von November 2019 bis Februar 2020 saß er auf der Trainerbank und wollte Hertha auf lange Zeit in das europäische Geschäft bringen. Am 11.Februar trat er via Facebook völlig überraschend zurück und informierte die Verantwortlichen von Hertha vorher nicht. Seit April 2020 ist Bruno Labbadia Cheftrainer bei Hertha BSC.

In welchem Stadion trägt Hertha BSC seine Heimspiele aus?

Die Heimspiele trägt die Profimannschaft von Hertha BSC im größten Stadion Berlins, im Olympiastadion, aus. Offiziell finden dort 74.649 Zuschauer Platz.

Bekannte Spieler von Hertha BSC

Otto Rehagel war in der Zeit von 1963 bis 1966 für die Hertha aktiv und spielte im ersten Bundesliga-Spiel des Vereins. Erich Beer galt in seiner Vereinszeit von 1971 bis 1979 als Führungsspieler und hielt mit 83 Treffern lange Zeit den Torschützenrekord. Der Abwehrspieler Uwe Kliemann wurde aufgrund seiner Körpergröße auch „Funkturm“ genannt, stand in den Jahren 1977 und 1979 mit Hertha im DFB-Pokalfinale und bestritt ein Spiel für die Nationalmannschaft. Michael Preetz war als Mitglied der Aufstiegself von 1997 Bundesliga-Torschützenkönig des Jahres 1999 und über Jahre Rekordtorjäger von Hertha BSC. 1999 erreichte er die Champions League. In den Jahren 2001 bis 2006 zählte Marcelinho zu den wichtigsten Spielern des Vereins. Arne Friedrich war zwischen 2004 und 2010 Mannschaftskapitän und bestritt über 80 Spiele für die Nationalelf. Die wohl größte Vereinsikone ist allerdings Johannes „Hanne“ Sobek, mit dem die Hertha ihre einzigen beiden Meistertitel errang.

Hertha BSC in der Gegenwart

Die Saison 2019/20 begann mit einem Paukenschlag bei Hertha. Der Multi-Millionär Lars Windhorst stieg beim Hauptstadtklub als Investor ein. Mit der Finanzspritze von Windhorst rief man das große Ziel "Europapokal" aus und wollte ein "Big City Club" werden. Die Saison verlief jedoch alles andere als gut. Man gab mehr als 100 Millionen Euro für Neuzugänge (unter anderem Lucas Tousart (25 Millionen), Krzysztof Piatek (24 Millionen), Dodi Lukebakio (20 Millionen)) aus, aber Erfolg brachten diese auch nicht. Die Berliner startete mit vier Spielen in Folge ohne Sieg. Nach einem kleinen Auf und Ab kamen im November vier Niederlagen in Folge (unter anderem 0:1 im Derby bei Union Berlin) und das Abrutschen auf Platz 16. Diese hatten zur Folge, dass Trainer Ante Čović nach vier Monaten Amtszeit gefeuert wurde. Darauf folgte die spektakuläre Verpflichtung von Jürgen Klinsmann. Unter ihm verlor Hertha in den kommenden sieben Spielen nur eins (gegen Bayern mit 0:4). Die Hoffnung war groß, dass man die Saison noch retten kann und mit einem Star-Trainer die Europapokal-Plätze erreicht. Aber nach einem turbulenten Februar, inklusive DFB-Pokal-Aus und schwachen Leistungen, und einem spektakulären Abgang von Klinsmann im März via Facebook, war die Chaos-Saison perfekt. Alexander Nouri übernahm interimsweise bis April, ehe Bruno Labbadia das Ruder beim Hauptstadtklub übernahm. Nach der Corona-Pause startete Labbadia stark mit zwei beeindruckenden Siegen gegen Hoffenheim (3:0) und Union Berlin (4:0). Darauf folgte ein 2:2 gegen RB Leipzig und ein 2:0-Sieg über Augsburg. Hertha träumte wieder ein wenig von Europa, aber von den letzten fünf Spielen verloren die Berliner vier und landeten am Ende dieser Chaos-Saison auf Platz 10 mit acht Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze.

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