30. Oktober 2020 / 21:31 Uhr

"Zum Glück das Scheißtor gemacht" - HSV-Torjäger Terodde nach Derby-Remis gegen St. Pauli emotional 

"Zum Glück das Scheißtor gemacht" - HSV-Torjäger Terodde nach Derby-Remis gegen St. Pauli emotional 

Constantin Paschertz
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mentalitätsmonster: Simon Terodde hat dem HSV gegen den FC St. Pauli mit zwei Toren einen Punkt gerettet.
Mentalitätsmonster: Simon Terodde hat dem HSV gegen den FC St. Pauli mit zwei Toren einen Punkt gerettet. © dpa
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HSV-Torjäger Simon Terodde hat es wieder getan. Mit seinem Doppelpack im Hamburger Stadtderby gegen den FC St. Pauli hat er seinem Klub einen Punkt gerettet. Seine Mitspieler haben Spaß am Top-Stürmer.

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Torjäger Simon Terodde hat den Hamburger SV gegen den FC St. Pauli gerettet. Mit seiner Führungsstärke und einem Doppelpack schockte er den Stadtrivalen am Freitagabend. Nach einer turbulenten Schlussphase endete das Duell 2:2 (1:1). Der 32 Jahre alte Stürmer erzielte dabei die frühe Führung (12.) und den späten Ausgleich (84.) für den Tabellenführer der 2. Liga. Außenseiter St. Pauli traf nach zwei Derbysiegen in der vergangenen Saison auch diesmal zum 1:1 durch Rodrigo Zalazar (35.) und 2:1 durch Simon Makienok (82.). Die Hoffnung auf eine weitere Überraschung nach den Derbysiegen der letzten Saisonhielt aber nur 95 Sekunden.

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Dann schlug Terodde zum zweiten Mal an diesem Derby-Abend zu. Für ihn sei es unerträglich gewesen, die Rivalen von der Bank auf das Feld stürmen und mit ihren Kameraden jubeln zu sehen. "Da habe ich gedacht: 'Ne, ich habe keinen Bock so nach Hause zu gehen.'", erklärte er im Anschluss an das Spiel und meinte erleichtert: "Zum Glück haben wir das Scheißtor noch gemacht."

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Teroddes Kollege Tim Leibold merkte nach der Partie augenzwinkernd an: "Wäre er ein richtig Guter, hätte er vier oder fünf Dinger gemacht, aber zwei Tore hat er ja geschafft, von daher sind wir froh, ihn dabei zu haben." Ein offensichtlicher Scherz, hatte der im Sommer vom 1. FC Köln gekommene Stürmer seine Ausbeute während des Derbys doch auf acht Tore in sechs Liga-Spielen aufgestockt. Aber Terodde selbst meinte auch: "Wie die Bälle heute in den Strafraum gekommen sind, ich hätte auch vier, fünf Dinger machen können, verpasse aber ein paar Chancen."

Letztendlich kann sich Terodde aber mit dem Punkt und dem Remis anfreunden. "Am Ende war es dann ein Wild-West-Spiel, das wir auch hätten verlieren können", resümierte er. Sein Trainer Daniel Thioune kann der Leistung seiner Mannschaft ebenfalls einiges abgewinnen. "Meine Mannschaft entwickelt sich, hat Nehmerqualitäten", lobte er und erklärte: "Die Spieler haben noch den Rucksack aus der Vergangenheit auf. Heute haben wir ein paar Steine rausnehmen können, wieder ein paar reingelegt, aber sie sind wiedergekommen und das muss man mal loben."