16. Oktober 2019 / 21:57 Uhr

Doppel-Torschützin Jakabfi: "Wir haben ein Weltklasse-Team, ich möchte mich einfügen"

Doppel-Torschützin Jakabfi: "Wir haben ein Weltklasse-Team, ich möchte mich einfügen"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zsanett Jakabfi traf für den VfL Wolfsburg doppelt
Zsanett Jakabfi traf für den VfL Wolfsburg doppelt © Boris Baschin
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Weil Ewa Pajor verletzt ist, rutschte Zsanett Jakabfi ins Team - und zeigte beim 6:0 gegen Twente Enschede, wie ausgeglichen der Kader des VfL Wolfsburg besetzt ist. Hinterher meinte die Ungarin, die seit 2009 beim VfL ist, lachend: "Als ich jung war, habe ich auch mehr gespielt..."

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Vorm Spiel war die Verletzujng von Torjägerin Ewa Pajor das Top-Thema rund um die VfL-Frauen – nach dem 6:0 gegen Twente Enschede sprachen alle über die Frau, die sie ersetzte: Zsanett Jakabfi brach im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals den Bann für die Wolfsburgerinnen, erzielte in allerbester Mittelstürmer-Manier die ersten beiden Treffer. Vor 1600 Zuschauern trafen außerdem Dominique Bloodworth (2), Pernille Harder und Fridolina Rolfö.

Zunächst taten sich die Gastgeberinnen schwer, dann war Jakabfi, die zuletzt beim Spiel in Köln noch krank gefehlt hatte, zur Stelle: Erst verwertete die Ungarin einen starken Steilpass von Ingrid Engen zum 1:0, zehn Minuten später staubte die 29-Jährige nach einem Kopfball von Alexandra Popp zum 2:0 ab. Torjägerinnen-Job exzellent erledigt – aber von einer Rolle als Pajor-Ersatz will Jakabfi, zuletzt selten erste Wahl, nichts wissen. „Darüber will ich gar nicht reden. Ewa ist eine super Spielerin und ich hoffe, dass sie bald wieder da ist.“ *Pajor war wegen Knie-Problemen ausgefallen, eine genaue Diagnose soll es bis morgen geben. *Sind die Bänder beschädigt, droht eine lange Pause.

VfL Wolfsburg gegen Twente Enschede: Die Bilder

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Gegen Twente zeigte Jakabfi, dass sie nicht nur als Torjägerin eine gute erste Wahl ist, sondern auch als Vorbereiterin – sie legte das 4:0 mustergültig für Harder auf. „Ich werde bald 30“, meinte sie nach Abpfiff lachend, „als ich jung war, habe ich auch mehr gespielt.“ Generell sei klar: „Es wird hier viel rotiert, wir haben ein Weltklasse-Team. Ich möchte mich einfügen, alles geben und liefern, wenn ich gebraucht werde!“

"Zsanett war kaltschnäuzig"

Trainer Stephan Lerch freute sich: „Man hat gesehen, dass sie wirklich sehr motiviert war. Sie war vor dem Tor sehr kaltschnäuzig, das ist ja auch eine Stärke von ihr als gelernte Stürmerin. Sie arbeitet auch unheimlich viel für die Mannschaft – auf und neben dem Platz.“ Die so Gelobte gab das Kompliment bescheiden weiter: „Ich habe auch ein gutes Team hinter mir. Ich freue mich, dass wir so hoch gewonnen haben.“

Zwischenzeitlich hatte die Niederländerin Bloodworth gegen ihre Landsfrauen für das 3:0 gesorgt. Rolfö, die erst am Freitag beim 5:0 in Köln ihren ersten Bundesliga-Treffer für den VfL erzielt hatte, legte mit ihrem ersten Wolfsburg-Tor in der Königinnenklasse das 5:0 nach, ehe Bloodworth mit ihrem zweiten Treffer für das Highlight des Tages sorgte: Aus 25 Metern setzte sie einen Freistoß wunderbar unter die Latte. Lerchs Fazit: „Gerade in den ersten 25 Minuten, hat man gesehen, dass das eine hitzige Angelegenheit werden kann. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir ins Spiel reingekommen sind, Twente hat die Räume sehr diszipliniert zugestellt.“

Bloodworth: Die ersten CL-Tore

Für Dominique Bloodworth hätte der Abend auch kaum besser laufen können - ausgerechent gegen den niederländischen Meister schoss die VfL-Niederländerin ihre ersten beiden Champions-League-Tore. Vor allem das Zweite hatte es in sich – ein Freistoß aus knapp 25 Metern: „Das war bis jetzt wohl das schönste Tor meiner Karriere“, so die Verteidigerin des VfL Wolfsburg.
Die Variante hatte sie zuvor im Training trainiert und auch schon häufiger in Spielen versucht. Bloodworth: „Wir haben im Training immer noch ein bisschen Zeit, Freistöße zu üben. Gestern habe ich nicht jeden reingemacht, aber heute hat’s geklappt“, freute sich Bloodworth. Vor dem Duell gegen ihre Landsfrauen war sie „etwas nervös – aber letztendlich ist das 6:0 ein tolles Ergebnis. Auch mein Mann war im Stadion, er versucht möglichst immer dabei zu sein. Das macht es noch spezieller.“

Und bald, so Bloodworth, wird auch ihr neuer Nachname nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Bundesliga (wo sie unter ihrem Mädchennamen Janssen aufläuft) „endlich“ auf dem Trikot stehen. Beantragt ist die Änderung, in zwei bis drei Wochen soll sie vollzogen sein.

Nach dem 6:0-Erfolg sprach Wölfe TV mit Kapitänin Alex Popp, den Doppel-Torschützinnen Zsanett Jakabfi und Dominique Janssen sowie Cheftrainer Stephan Lerch. 🐺 Hört rein! 👂🏻

Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Mittwoch, 16. Oktober 2019

Champions League – Achtelfinale (Hinspiele)

BIIK-Kazygurt (KAZ) – FC Bayern (D) 0:5
VfL Wolfsburg (D) – Twente Enschede (NDL)  6:0
Bröndby Kopenhagen (DÄN) – Glasgow City (SCO) 0:2
Slavia Prag (TCH) – Arsenal LFC (ENG)    2:5
Fortuna Hjörring (DÄN) – Olympique Lyon (FRA)  0:4
Manchester City (ENG) – Atletico Madrid (SPA)  1:1
Breidablik (ISL) – Paris Saint-Germain (FRA) 0:4
FC Barcelona (SPA) – FC Minsk (BLR)  Donnerstag

Rückspiele am 30./31. Oktober

Auslosung Viertel- und Halbfinale: 8. November
Viertelfinale: 24./25. März und 1./2. April 2020
Halbfinale: 25./26. April und 2./3. Mai 2020
Finale (Viola Park, Wien): 24. Mai 2020

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