22. Oktober 2021 / 15:57 Uhr

Zarte Entwarnung aus dem Chemie-Lazarett: Mit Bury und Schmidt gegen Fürstenwalde

Zarte Entwarnung aus dem Chemie-Lazarett: Mit Bury und Schmidt gegen Fürstenwalde

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Felix Werner Wolfgang Drinkuth (Zwickau 7), Alexander Bury (BSG 7), Yannik Möker / Moeker (Zwickau 27)
Nach der zweimonatiger Pause ist Alexander Bury (grünes Trikot) bereit für das Comeback. © Christian Modla
Anzeige

Nach Tennis Borussia ist vor Fürstenwalde: Die BSG Chemie will am Sonntag (13 Uhr, AKS) nachlegen und weiter in der Erfolgsspur bleiben. Positiv: Wenigstens ein Name meldet sich voraussichtlich zurück und kann von der Verletztenliste gestrichen werden.

Leipzig. Alex Bury meldet seine Bereitschaft: „Ich fühle mich gut und denke, dass ich wieder ran kann. Das werde ich natürlich erst mit dem Trainer besprechen, aber die Signale sind positiv!“ Damit wäre tatsächlich fast auf den Tag genau zwei Monate ein Comeback des schmerzlich vermissten Kreativspielers möglich, nachdem Bury im Spiel bei Hertha BSC II nach Kollision mit seinem Gegenspieler kurzzeitig bewusstlos war und unglücklich auf den Arm gefallen war. Eine Schultereckgelenks-Sprengung war die Folge, acht Wochen Pause folgten. Kurios, dass in dieser Zeit nur ein einziger Sieg gelang, und das erst vor einer Woche ebenfalls in Berlin bei TeBe.

Entwarnung wohl auch bei Manuel Wajer, der unter der Woche im Training mitmischte. Er war in Berlin verletzt ausgewechselt worden und konnte nur mit Hilfe von Physio Alireza Hamzehian vom Platz humpeln. Alle anderen Verletzten fallen weiter aus, allein Andy Wendschuch macht sichtbare Fortschritte. Von Tag zu Tag nimmt auch die physische Präsenz von Neuzugang Dennis Mast zu, der nach acht Wochen Pause nach Mittelfußbruch langsam wieder in Richtung 100 Prozent kommt und auf dem einige Hoffnungen ruhen. „Erst mal reinkommen und integrieren, das ist jetzt die Hauptsache“, verriet er im aktuellen Podcast „LeutzschErleben“, den man auf der Homepage und in den anderen Medienkanälen der BSG Chemie reinhören kann.

Mit Fürstenwalde kommt ein unangenehm zu bespielendes Team, das zwar einen Umbruch hinter sich hat, aber auch stets für Überraschungen gut ist. Insofern wird Trainer Miro Jagatic der Tabelle keine übermäßige Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Union hat ebenfalls 14 Spiele, aber im Gegensatz zu Chemie (19 Punkte) erst 12 Zähler auf der Habenseite. Mit 23 Treffern hat man stolze acht Mal mehr getroffen als die BSG, aber mit 39 Gegentoren stellt man auch die „Schießbude“ der Liga mit der schlechtesten Abwehr. Dass das am Sonntag nichts mehr zählt, haben alle Grün-Weißen verinnerlicht. Trotzdem soll endlich der zweite Heimsieg her: „Da haben wir wirklich noch etwas gut zu machen“, weiß Abwehrspieler Benny Schmidt. Auch er ist wieder einsatzbereit, nachdem ihn ein Pferdekuss in der Wade zum pausieren zwang.