25. September 2020 / 14:28 Uhr

Wolfsburg mit Lacroix und Brekalo nach Freiburg? Glasner hat Hoffnung und wünscht sich noch Neuzugänge

Wolfsburg mit Lacroix und Brekalo nach Freiburg? Glasner hat Hoffnung und wünscht sich noch Neuzugänge

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainer Glasner möchte, dass Josip Brekalo beim VfL Wolfsburg bleibt
Kann am Sonntag möglicherweise dabei sein: Josip Brekalo (l.) hat am Freitag individuell trainiert, Trainer Oliver Glasner (r.) hofft, dass der kleine Kroate in Freiburg auflaufen kann. © Boris Baschin
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Josip Brekalo hatte dem VfL Wolfsburg beim 2:0 gegen Desna Chernihiv in der EL-Quali gefehlt, Maxence Lacroix musste vorzeitig angeschlagen runter - doch bei beiden besteht Hoffnung für das Spiel am Sonntag in Freiburg. Darüber hinaus wünscht sich Trainer Oliver Glasner neue Spieler. 

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Am Donnerstagabend waren die Sorgenfalten bei Oliver Glasner noch groß, aber am Freitagmittag sah das schon wieder etwas anders aus, als es um die Frage ging, ob Maxence Lacroix und Josip Brekalo am Sonntagabend (18 Uhr) im ersten Auswärtsspiel der neuen Fußball-Bundesliga-Saison beim SC Freiburg dabei sein können. Sowohl bei Innenverteidiger Lacroix als auch bei Flügelspieler Brekalo besteht Hoffnung, dass sie beim Duell des VfL Wolfsburg mit dem Breisgau-Klub auflaufen können.

Während Brekalo wegen einer Fußverletzung am Donnerstagabend beim 2:0 in der Europa-League-Quali gegen Desna Chernihiv gar nicht dabei war, musste Lacroix bereits nach 62 Minuten runter, er war angeschlagen. Am Freitag wurde der Neuzugang dann untersucht. Glasner: "Zum Glück ist es keine strukturelle Verletzung, es besteht durchaus die Möglichkeit, dass er für Freiburg zur Verfügung steht." Ähnlich sei es bei Brekalo. Der kroatische Nationalspieler hat am Freitag individuell trainiert, "aber auch ihm ging es von den Schmerzen her deutlich besser".

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Das freut den Trainer, zumal der VfL mit Kevin Mbabu (Knie), William (nach Kreuzbandriss noch nicht fit) und Marin Pongracic (Pfeiffersches Drüsenfieber) schon drei Langzeit-Ausfälle im Kader hat. Glasner machte vor dem Freiburg-Spiel noch mal deutlich, dass im Kader noch etwas passieren müsse. "Klar ist auch, dass wir, was unseren Kader angeht, sicherlich noch jemanden dazuholen sollten, weil es sonst über die lange Zeit knapp wird", sagte der Trainer und begründete das nicht nur mit den Ausfällen, sondern auch mit den vielen Spielen innerhalb kürzester Zeit, die seine Profis in dieser wegen Corona besonderen Saison zu absolvieren haben.

Glasner sieht nach den Ausfällen von Pongracic und Mbabu, beides Stammspieler, noch "Handlungsbedarf. Ich denke, dass wir da sicherlich auch noch etwas machen werden." Bis zum 5. Oktober haben Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer noch Zeit, neue Spieler zu holen, dann schließt das Transferfenster. Mit Ridle Baki aus Mainz hat der VfL einen vielseitig einsetzbaren Defensivmann an der Angel.

Mit dem Freiburg-Spiel endet die zweite englische Woche für die Wolfsburger, die körperliche Verfassung des Teams sei aber "im Großen und Ganzen gut. Die Siege helfen dabei, über das eine oder andere Wehwehchen drüberzugehen", so der Trainer, dessen Team aus den ersten vier Pflichtspielen drei Siege und ein Remis geholt hat. Welche Erkenntnisse hat der Trainer da gewonnen? "Für mich ist schon klar, dass es jetzt nicht alle drei Tage ein fußballerisches Feuerwerk von uns gibt - das erwarte ich auch nicht", so der Österreicher. Er erwarte allerdings, dass das Team immer mit großer Leidenschaft auf den Platz gehe und alles für den Sieg gebe - "und da bin ich sehr zufrieden, denn das machen die Spieler in jedem Spiel", so der 46-Jährige.

Als Team auftreten und alles geben - das will Glasner auch in Freiburg sehen. Während der VfL mit einem Remis gegen Bayer Leverkusen in die neue Bundesliga-Saison gestartet ist, hat der SC bei Aufsteiger VfB Stuttgart gewonnen. "Das Spiel war ein bisschen zweigeteilt - bis zum 3:0 hatten sie alles im Griff und waren sehr effizient. Am Ende hatten sie Glück, dass es nicht noch ein Unentschieden geworden ist", so Glasner, der den SC als "gestandene Truppe" bezeichnet, "die heimstark ist. Das ist wieder eine richtig gute Challenge für uns - wir freuen uns auf dieses Spiel." Auf ein Spiel, bei dem bis zu 3200 Fans ins Schwarzwald-Stadion dürfen. Glasner: "Für uns ist das seit einem halben Jahr Rekordkulisse - das wird schön."