27. September 2021 / 21:55 Uhr

Wolfsburg-Manager Schmadtke: Fußballerisch muss es gegen Sevilla besser werden

Wolfsburg-Manager Schmadtke: Fußballerisch muss es gegen Sevilla besser werden

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das letzte Champions-League-Heimspiel des VfL: Am 6. April 2016 gewannen Maximilian Arnold (kl. Bild, l.) und seine Kollegen im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid mit 2:0. Am Mittwoch kommt der FC Sevilla in die VW-Arena. Manager Schmadtke wünscht sich, dass das Team im fußballerischen Bereich zulegt.
Das letzte Champions-League-Heimspiel des VfL: Am 6. April 2016 gewannen Maximilian Arnold (kl. Bild, l.) und seine Kollegen im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid mit 2:0. Am Mittwoch kommt der FC Sevilla in die VW-Arena. Manager Schmadtke wünscht sich, dass das Team im fußballerischen Bereich zulegt. © dpa
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Der VfL Wolfsburg hat am Mittwochabend in der Champions League den FC Sevilla zu Gast. Gegen das spanische Top-Team muss der Fußball-Bundesligist im fußballerischen Bereich zulegen, wünscht sich Manager Jörg Schmadtke.

Am Mittwochabend (21 Uhr, live bei DAZN) erklingt die bei Spielern und Verantwortlichen beliebte Champions-League-Hymne endlich mal wieder in der VW-Arena. Das war zuletzt vor 2002 Tagen der Fall, als der Wolfsburger Fußball-Bundesligist in der Königsklasse Real Madrid zu Gast hatte. Es war das Wahnsinns-2:0 gegen das Weltklasse-Team mit Superstar Cristiano Ronaldo (jetzt Manchester United) im Viertelfinal-Hinspiel. Fünfeinhalb Jahre später geht es nun gegen den FC Sevilla – auf dem Papier das stärkste Team der Gruppe G mit Wolfsburg, Lille und Salzburg.

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Endlich wieder Champions League in Wolfsburg – die Vorfreude bei Fans, Spielern und Fans ist riesengroß. „Ich freue mich jedes Mal, wenn wir spielen – egal, gegen wen. Ich hab’ da immer Freude dran“, sagt Manager Jörg Schmadtke. „Aber zugegebenermaßen ist das jetzt schon ein ganz spezieller Moment.“ Und dafür wünscht sich Schmadtke, dass Wout Weghorst und Co., „den Gänsehaut-Moment bei der Hymne mit Anpfiff abgelegt haben.“

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Der 57-Jährige möchte gegen die Spanier eine Steigerung im fußballerischen Bereich bei den Niedersachsen sehen – nachdem es beim Champions-League-Start in Lille (0:0) als auch am Samstag bei der ersten Saison-Niederlage bei 1899 Hoffenheim, was das Fußballerische betrifft, nicht gut war. Und wie wird es gegen Sevilla? „Besser, denn wir haben eine gute Mannschaft, die zielorientiert arbeitet. Deshalb weiß ich, dass wir es besser machen werden als in Lille und besser machen werden als in Hoffenheim“, so Schmadtke, den die fußballerisch blassen Auftritte nicht unruhig werden lassen. „Das sind Momente, die zu einer Entwicklung eines Teams dazugehören, deshalb war ich nach Lille nicht böse. Ich habe wahrgenommen, dass der eine oder andere mit der neuen Situation ein bisschen beschäftigt war – und vielleicht auch ein bisschen zu viel beschäftigt war. Aber trotzdem haben wir einen Punkt mitgenommen.“ Und sollte den Wolfsburgern das in jedem Spiel in der Fremde in dieser Champions-League-Saison gelingen, „dann haben wir schon viel geschafft“, glaubt der Manager.

„Unser letztes Champions-League-Tor. Wird mal wieder Zeit für eine Bude!“ Das twitterte der VfL am Montagnachmittag, dazu ein Video, wie Maximilian Arnold gegen Real traf. Die ausverkaufte Arena kochte, gegen Sevilla wird’s ebenfalls voll, wegen Corona dürfen aber „nur“ 13.277 Fans rein. Allerdings: So viele waren es seit Pandemie-Beginn nicht mehr gewesen. Aufgrund der neuen Corona-Landesverordnung kann der VfL, weil er auf das 2G-Model setzt, schon im übernächsten Heimspiel in der Liga gegen Freiburg bis zu 25.000 Fans rein lassen. Schmadtke: „Ich freue mich grundsätzlich, wenn sich die Menschen wieder freier bewegen dürfen und sich Fußball-Stadien deutlich füllen – und wir nicht mehr diese etwas skurrile Situation der letzte eineinhalb Jahre beibehalten, sondern ein Stück weit zur Normalität zurückkommen.“

Auf den Rängen passiert das jetzt peu à peu, auf dem Platz will der VfL nach der ersten Saison-Niederlage zurück in die Erfolgsspur. „Das Schöne an der englischen Woche ist, dass es direkt weitergeht“, fasste Stürmer Luca Waldschmidt bei Wölfe-TV treffend zusammen: „Mittwoch, Heimspiel – da wollen wir natürlich gewinnen.“ Damit es 2002 Tage nach dem Real-Wahnsinn endlich wieder einen Wolfsburger CL-Heimsieg gibt...