28. September 2022 / 14:43 Uhr

"Wir sind angewidert": Tottenham verurteilt Bananenwurf auf Spurs-Star Richarlison bei Brasilien-Spiel

"Wir sind angewidert": Tottenham verurteilt Bananenwurf auf Spurs-Star Richarlison bei Brasilien-Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tottenham Hotspur stellt sich vehement vor seinen Spieler Richarlison.
Tottenham Hotspur stellt sich vehement vor seinen Spieler Richarlison. © IMAGO/PanoramiC (Montage)
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Tottenham Hotspur hat auf den mutmaßlichen rassistischen Zwischenfall beim Testspiel zwischen Brasilien und Tunesien reagiert. Die vermutete rassistische Intention bei einem Bananenwurf auf den Profi des Premier-League-Klubs verurteilten die Londoner aufs Schärfste.

Premier-League-Klub Tottenham Hotspur hat auf den Vorfall beim Länderspiel zwischen Brasilien und Tunesien (5:1) am Dienstag reagiert und die mutmaßliche rassistische Intention aufs Schärfste verurteilt. "Wir sind angewidert von den rassistischen Beleidigungen gegen Richarlison beim gestrigen Spiel", twitterten die Londoner am frühen Mittwochnachmittag: "Das hat keinen Platz im Fußball oder sonst wo." Zudem brachte der Klub seine Unterstützung für den brasilianischen Nationalspieler zum Ausdruck. "Wir stehen zu dir, Richy", heißt es in der Vereinsmitteilung, die mit einem blauen Herz versehen ist, weiter.

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Richarlison, der im Sommer für eine Ablösesumme in Höhe von 58 Millionen Euro vom FC Everton zu den "Spurs" gewechselt war, war beim Test der Seleção während der Partie mit einer Banane beworfen worden. Dies bestätigte der brasilianische Verband CBF am Abend. Der Verband bekräftigte in diesem Zug zudem "seine Position zur Bekämpfung von Rassismus". Richarlison hatte das zweite Tor der Partie erzielt, beim Jubel über den Treffer wurde die Banane geworfen, sie verfehlte den 25-Jährigen.

Auch die Premier League bezog klar Stellung: "Die Premier League verurteilt alle Formen der Diskriminierung", heißt es in einer Liga-Mitteilung: "Der abscheuliche Missbrauch von Richarlison ist inakzeptabel und niemand sollte damit konfrontiert werden. Rassismus hat im Fußball und in der Gesellschaft keinen Platz." Der Spieler selbst reagierte trotzig auf den Vorfall und appellierte an die entsprechenden Instanzen, zu handeln. "Solange es beim "Bla bla bla" bleibt und keine Strafe gibt, wird es so weitergehen, jeden Tag und überall", twitterte Richarlison.

Sowohl Brasilien als auch Tunesien nehmen an der WM Ende des Jahres in Katar teil. Vor der Partie hatten sich die brasilianischen Spieler hinter einem Schild mit der Aufschrift versammelt: "Ohne unsere schwarzen Spieler hätten wir keine Sterne auf unserem Trikot." Die fünf Sterne auf den Trikots der Seleção stehen für die fünf Titel.

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