19. September 2021 / 15:41 Uhr

Wieder vorgeführt: Erzgebirge Aue verliert 1:4 gegen neuen Spitzenreiter Paderborn

Wieder vorgeführt: Erzgebirge Aue verliert 1:4 gegen neuen Spitzenreiter Paderborn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
19.09.2021, Sachsen, Aue: Fußball: 2. Bundesliga, FC Erzgebirge Aue - SC Paderborn 07, 7. Spieltag, Erzgebirgsstadion. Aues Nikola Trujic (l) gegen Paderborns Jamilu Collins. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Keine Chance am Sonntagmittag: Der FC Erzgebirge Aue verliert mit 1:4 gegen Paderborn. © (c) dpa-Zentralbild
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In der Vorsaison wurde Aue von Paderborn im Erzgebirge mit 3:8 gedemütigt. Nun verlor das Liga-Schlusslicht gegen erneut effizientere Ostwestfalen mit 1:4. Nun geht's zum entthronten Tabellenführer nach Regensburg. Wie weiter bei den Veilchen?

Aue. Entsetzte Gesichter bei den Brüdern Leonhardt auf der Ehrentribüne, Pfiffe der Fans schon zur Halbzeit. Der FC Erzgebirge Aue hat auch im siebten Anlauf den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst und bleibt mit drei von 21 möglichen Zählern abgeschlagen am Tabellenende. Nach dem 3:8 in der Vorsaison wurden die Sachsen am Sonntag vom SC Paderborn mit 1:4 (0:3) bezwungen. Die Ostwestfalen verdrängten somit den SSV Regensburg von der Tabellenspitze. Aue muss nun bei den Bayern, dann gegen den Hamburger SV antreten. Marco Stiepermann (4.) nutzte den ersten Angriff seines Teams zur Führung, ehe Sven Michel (26.) und Felix Platte (38.) noch vor dem Wechsel erhöhten. Nach Wiederanpfiff traf erneut Stiepermann (48.). Aue konnte vor 5150 Zuschauern nur durch Babacar Gueye (51.) verkürzen.

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Frühe Vorentscheidung

Der neue Auer Coach Aleksey Shpilevski veränderte seine Startformation auf zwei Positionen. Im Vergleich zum 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf brachte er erstmals Neuzugang Nikola Trujic, der zuletzt noch nicht spielberechtigt war, hinter den Spitzen Babacar Gueye und Antonio Mance. Aue begann engagiert mit viel Druck. Doch die Paderborner waren effektiver. Der von Paderborn-Coach Lukas Kwasniok („Ich erwarte eine Schlacht im Schacht“) in die Anfangself rotierte Stiepermann zog aus 17 Metern ab und erzielte mit einem platzierten Schuss ins untere rechte Eck die Blitzführung.

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Erzgebirge Aue muss sich dem SC Paderborn deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Zur Galerie
Erzgebirge Aue muss sich dem SC Paderborn deutlich mit 1:4 geschlagen geben. ©

Die Auer antworteten erst zwölf Minuten später mit einem Pfostenschuss durch Ben Zolinski, den abprallenden Ball knallte Mance aus Nahdistanz übers Tor. Besser machte es Paderborn: Michel hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze unter die Latte zum 2:0. Dann sorgten Platte im Nachsetzen und Stiepermann aus Nahdistanz für die Vorentscheidung. Gueye konnte zwar ein Achtungszeichen setzen - mehr aber nicht.

„Wiedergutmachung betreiben“

Präsident Helge Leonhardt war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben: Versteinerte Miene bei ihm und Bruder Uwe. Dabei war das Vereinsoberhaupt vor dem Anpfiff noch mehr als zuversichtlich, sprach von alten Auer Tugenden und machte auf Optimismus. „Wir wussten, dass wir eine geile Mannschaft haben und Zeit brauchen. Wir werden uns auch nicht von Störfeuern abbringen lassen“, meinte er beim TV-Sender Sky und gab dem jungen Trainer Aleksey Shpilevski vor Anpfiff Rückendeckung. Doch die beiden Selfmade-Millionäre aus dem Erzgebirge sind für ihre klare wie auch harte Linie bekannt. Die beiden Unternehmer, die den Branchen-Zwerg jahrelang mit Mini-Etat im Unterhaus etablierten, scheuen sich nicht vor Konsequenzen.

Diese Handlungsweise kennt auch die Mannschaft um Routinier Martin Männel, der vor dem Spiel noch meinte. „Es gilt, den Schalter umzulegen und Wiedergutmachung zu betreiben.“ Denn die Erinnerungen an das 3:8 schmerzten noch immer. „Das war das schwierigste und schlimmste Spiel, was ich im Aue-Dress erleben musste“, meinte der Kapitän.