12. März 2021 / 15:58 Uhr

Wettrennen um Ex-96-Verteidiger: Waldemar Anton steht bei Jogi Löw auf dem Zettel

Wettrennen um Ex-96-Verteidiger: Waldemar Anton steht bei Jogi Löw auf dem Zettel

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ist ein Thema für Bundestrainer Joachim Löw: Stuttgarts Innenverteidiger Waldemar Anton, der bis Sommer 2020 noch 96er war.
Ist ein Thema für Bundestrainer Joachim Löw: Stuttgarts Innenverteidiger Waldemar Anton, der bis Sommer 2020 noch 96er war. © IMAGO/Avanti / action press
Anzeige

Hannover 96 ließ ihn im Sommer widerwillig gehen, beim VfB Stuttgart schlug Waldemar Anton voll ein. Nun steht der Mühlenberger bei Bundestrainer Joachim Löw auf dem Zettel und könnte schon bald deutscher Nationalspieler werden. Eile ist geboten - da Anton auch für Russland spielen könnte.

Er ist eines der größten Talente, das die 96-Akademie in der jüngeren Vergangenheit hervorgebracht hat: Waldemar Anton. Im Sommer ließ 96 den Mühlenberger nur zähneknirschend für 4 Millionen Euro zum VfB Stuttgart gehen.

Anzeige

Ein Schnäppchen für die Schwaben, wie sich in dieser Saison herausstellt. Anton verteidigt und passt im Zen­trum einer Abwehrdreierkette so beständig gut, dass er bei Bundestrainer Joachim Löw auf dem Zettel steht – schon im März für die Länderspiele gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien.

Mertesacker, Stindl und Co.: Alle deutschen A-Nationalspieler, die seit 2000 bei Hannover 96 aktiv waren

<b>Robert Enke</b> machte acht Spiele für die deutsche Nationalmannschaft, bis er sich im November 2009 selbst das Leben nahm. Zur Galerie
Robert Enke machte acht Spiele für die deutsche Nationalmannschaft, bis er sich im November 2009 selbst das Leben nahm. ©

Sohn russlanddeutscher Eltern und U21-Europameister

Löws Co-Trainer Marcus Sorg beobachtete Hannovers „Waldi“ zuletzt intensiv. Der DFB will das Wettrennen um Anton gewinnen. Der Defensivspezialist könnte auch für Russland spielen. In der ehemaligen Sowjetrepublik Usbekistan als Kind zweier russlanddeutscher Eltern zur Welt gekommen, siedelte er mit seiner Familie im Alter von zwei Jahren nach Deutschland um.

Das deutsche Nationaltrikot hat Anton schon getragen. Von 2016 bis 2019 machte er elf Spiele für die U21-Nationalmannschaft des DFB und gewann 2017 als Teil des Kaders die U21-Europameisterschaft in Polen.