25. Juli 2021 / 09:13 Uhr

Bremen-Kapitän Toprak: Werder hat "unfertigen Kader" – Anfang will "noch nicht" von Aufstieg sprechen

Bremen-Kapitän Toprak: Werder hat "unfertigen Kader" – Anfang will "noch nicht" von Aufstieg sprechen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Trainer Markus Anfang und Abwehrchef Ömer Toprak dämpfen hohe Erwartungen und verdeutlichen schwierige Situation.
Werder-Trainer Markus Anfang und Abwehrchef Ömer Toprak dämpfen hohe Erwartungen und verdeutlichen "schwierige Situation". © IMAGO/Nordphoto (Montage)
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Absteiger Werder Bremen galt vor der Saison als klarer Favorit für den Aufstieg in die Bundesliga. Zum Auftakt kam das Team gegen Hannover 96 aber nur zu einem glücklichen Unentschieden. Abwehrchef Ömer Toprak und Trainer Markus Anfang dämpften die hohen Erwartungen nach dem Spiel.

Die Hoffnungen vor dem Anpfiff waren groß, am Ende konnten die Grün-Weißen froh über das Unentschieden sein. Im Zweitliga-Nordduell gegen Hannover 96 (1:1) tat sich Absteiger Werder Bremen am Samstagabend mächtig schwer – trotz großer Bundesligaerfahrung in den eigenen Reihen. "Am Ende können wir aber mit dem Unentschieden zufrieden sein", gab auch Werder-Kapitän und Abwehrchef Ömer Toprak nach dem Spiel bei Sport1 zu. Gleichzeitig schraubte er die hohe Erwartungshaltung der eigenen Fans, die die Leistung ihres Teams mit Pfiffen quittierte, zurück: "Wir haben einen unfertigen Kader, die Situation ist schwierig."

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Auch Werder-Trainer Markus Anfang verdeutlichte die Problematik der aktuellen Mannschaft: "Es ist eine schwierige Situation, weil noch einige Spieler wechseln könnten." Hintergrund ist die finanzielle Schieflage des Weser-Klubs. Werder ist dringend auf Transfereinnahmen angewiesen. Von den am Samstagabend aufgestellten Spielern gelten etwa Maximilian Eggestein oder Josh Sargent als potenzielle Verkaufskandidaten, die frisches Geld in die leeren Kassen spülen sollen. Folglich unterstrich Anfang: "Wir müssen einen Wiederaufbau betreiben." Das Problem: Der Umbruch findet noch nach dem Ligastart statt. "Da brauchen wir vom direkten Wiederaufstieg noch nicht sprechen."

Toprak: "Es gibt diese Fragezeichen, aber wir müssen uns dagegen stemmen."

Routinier Toprak gab sich dennoch kämpferisch: "Es gibt diese Fragezeichen, aber wir müssen uns dagegen stemmen." Er wolle "vorangehen" und "die jungen Spieler führen", sagte der 32-Jährige, betonte aber auch: "Das geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen uns da rein arbeiten." Auch sein Trainer warb um Verständnis und forderte Geduld: "Es ist ganz normal, wenn du so eine schwere Vorsaison in den Knochen hast, dass es erstmal wichtig ist, Erfolgserlebnisse zu sammeln. Aber das braucht Zeit und ist ein Prozess."