18. Oktober 2019 / 17:43 Uhr

Wendezelle will die Derby-Zu-Null-Serie ausbauen

Wendezelle will die Derby-Zu-Null-Serie ausbauen

Lars Lorenz
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Wendezeller (weiß) spielten diese Saison in den Kreisderbys „zu null“. Die Serie wollen sie auch gegen Vechelde fortsetzen.
Die Wendezeller (weiß) spielten diese Saison in den Kreisderbys „zu null“. Die Serie wollen sie auch gegen Vechelde fortsetzen. © Ralf Büchler
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Es ist das Duell der beiden Peiner Bezirksliga-Überraschungen: Am Sonntag erwartet der Vierte Wendezelle den Dritten Arminia Vechelde. Alle bisherigen drei Peiner Derbys in dieser Saison hat Wendezelle gewonnen und dabei nicht einmal ein Gegentor kassiert. „Dabei soll es bleiben“, sagt TSV-Coach Thomas Mainka.

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Wer hätte das gedacht? Nach elf Spieltagen in der Fußball-Bezirksliga 2 spielen zwei Peiner Teams ganz oben mit: der TSV Wendezelle und der SV Arminia Vechelde. Im morgigen Derby kommt es zum direkten Aufeinandertreffen des Tabellenvierten und Tabellendritten. Und beide Teams wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

TSV Wendezelle – SV Arminia Vechelde (Sonntag, 14.30 Uhr). „An eine solche Serie“, sagt TSV-Urgestein Thomas Mainka, „kann ich mich gar nicht erinnern.“ Und das will etwas heißen, sitzt Mainka doch inzwischen im 20. Jahr auf der Wendezeller Trainerbank. Seit nunmehr neun Saisonspielen ist der Tabellenvierte ungeschlagen, heimste insgesamt 21 Punkte ein.

Ein Erfolgsrezept: die Offensive. Mit Markus Reiff (8 Treffer), Thomas Erich (7 Treffer) und Thorsten Erich (6 Treffer) verfügen die Wendezeller über ein Dreigespann, das für jeden Gegner dieser Liga nur schwer zu kontrollieren ist. „Das ist sicherlich eine unserer großen Stärken“, weiß Mainka. Auch am vergangenen Wochenende beim MTV Schandelah-Gardessen knipste das Trio. Beim 5:2 traf Reiff zweimal, die Zwillingsbrüder Thomas und Thorsten je einmal.

„Wir können mit breiter Brust in das Derby gehen, auch wenn es gegen Vechelde alles andere als einfach wird.“ Denn auch die Arminia schwebt aktuell auf der Welle des Erfolges. Die Elf vom Trainergespann Dennis Hoferichter und Andy Bresch belegt derzeit den 3. Tabellenrang mit 22 Zählern. Und vor dieser Leistung zieht Mainka seinen Hut: „Davor habe ich absolute Hochachtung.“ Wenngleich es auch nicht ganz überraschend sei. „Auf der Torhüterposition sind sie gut besetzt, sie verfügen über eine robuste Defensive, außerdem haben sie viele junge Spieler und dann natürlich einen Stürmer, der ihnen viel Sicherheit gibt.“

Gemeint ist Bayram Üsküplü, der mit aktuell 18 Treffern die Torjägerliste der Bezirksliga anführt und maßgeblichen Anteil am Höhenflug hat. „Auf ihn müssen wir sicherlich aufpassen!“

Ob Üsküplü aber wirklich auflaufen wird, ist derzeit noch mit einem Fragezeichen versehen. Der Top-Torjäger hat sich am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg gegen den SC RW Volkmarode eine Zerrung zugezogen. „Wir müssen abwarten“, erklärt Vecheldes Trainer Dennis Hoferichter. Wie wichtig seine Anwesenheit für die Arminen ist, zeigte sich an den jüngsten beiden Spieltagen. Bei der überraschenden 2:3-Niederlage beim FC Wenden vor zwei Wochen fehlte er, gegen Volkmarode blieb Üsküplü trotz Zerrung auf dem Platz und sorgte mit seinem Doppelpack fast im Alleingang für den Heimsieg.

Der Kapitän erzielte die Hälfte aller Vechelder Tore und avancierte somit zur Schlüsselfigur. „Da wir keinen etatmäßigen Stürmer hatten, haben wir Bayram von der Mittelfeld- auf die Stürmerposition verschoben.“ Mit großem Erfolg.

Aber auch die Entwicklung weiterer jüngerer Spieler sieht Hoferichter sehr positiv. „Mit Lukas Stolecki haben wir auf der Zehn Konstanz reinbekommen. Auf der Sechser-Position sind wir mit Alex Bruns und Cedric Kunz ebenfalls sehr stark besetzt. Genau solche Kämpfer braucht man gegen Wendezelle“, betont Hoferichter, der die Entwicklung der TSVer ebenfalls positiv bewertet. „Wendezelle zählt für mich zu einer der Top-3-Mannschaften dieser Liga, zumal sie sehr ausgeglichen besetzt sind. Fällt ein Spieler aus, können sie das inzwischen verkraften. Wie Thomas Mainka die Mannschaft weiterentwickelt und zu dieser offensivstarken Truppe aufgebaut hat, ist schon sehr stark.“

Und dennoch: Die Punkte herschenken werden die Vechelder am Sonntag nicht. „Unser Ziel ist es, vor Wendezelle zu bleiben. Dazu erhoffe ich mir von jedem Spieler absolute Geilheit auf das Spiel. Wir müssen von Beginn an sehr konzentriert auftreten. Ich bin mir sicher, dass es ein absolutes Kracherspiel wird.“

Neben Üsküplü drohen auf Vechelder Seite noch die angeschlagenen Christian Weidemann, Nicolas Konradt und Fabian Müller auszufallen. Beim Gastgeber fehlen Sascha Rickmann, Gerrit Laubitz und Kevin Maurach. Mainka strebt mit seiner Elf ebenfalls einen Sieg an: „In den bisherigen drei Peiner Derbys haben wir mit drei Siegen und 11:0 Toren eine äußerst positive Bilanz. Dabei soll es bleiben, wobei das Derby gegen Vechelde sicherlich das engste Spiel werden wird. Wir müssen von Beginn an den Kampf annehmen!“