17. November 2020 / 15:29 Uhr

Gesetzt, verletzt - und jetzt? Ex-96-Profi Anton kämpft um Stuttgarts Startelf

Gesetzt, verletzt - und jetzt? Ex-96-Profi Anton kämpft um Stuttgarts Startelf

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Zurück nach überstandener Sprunggelenksverletzung: Ob Waldemar Anton allerdings auch direkt in die Startelf rutscht, ist unklar.
Zurück nach überstandener Sprunggelenksverletzung: Ob Waldemar Anton allerdings auch direkt in die Startelf rutscht, ist unklar. © imago images/Sportfoto Rudel
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"Es liegt auch an ihm, an sein Leistungspotenzial zu kommen und besser zu sein als das, was wir schon auf dem Platz haben", sagt der Trainer des Bundesligisten VfB Stuttgart über die Rückkehr von Waldemar Anton. Schon am Samstag in Sinsheim?

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Waldemar Anton hat nicht lange gebraucht. Schon kurz nach seinem Wechsel von Hannover 96 zum VfB Stuttgart eroberte der 24-Jährige einen Stammplatz in der Innenverteidigung des Bundesligisten. Er gab Kommandos und ging voran, nicht wenige bezeichneten den U21-Europameister von 2017 schnell als neuen Abwehrchef.

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Doch dann verletzte sich Anton am Sprunggelenk. Und ob er nach überstandener Verletzung am Samstag (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim gleich wieder in der Startelf stehen wird, ist unklar.

Die Zeit von Waldemar Anton bei Hannover 96 in Bildern

Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. ©

„Es liegt auch an ihm, an sein Leistungspotenzial zu kommen und besser zu sein als das, was wir schon auf dem Platz haben“, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo vor knapp zwei Wochen, als Anton gerade wieder ins Mannschaftstraining der Schwaben zurückgekehrt war. „Die Dreierkette hat zuletzt sehr stabil agiert. Man muss überlegen, ob man so ein eingespieltes Konstrukt dann verändern möchte.“

Wer müsste in der Dreierkette weichen?

Ein paar Tage bleiben dem Coach noch, um eine Entscheidung zu treffen. Fakt ist, dass die Dreierkette um Pascal Stenzel, Atakan Karazor und Marc Oliver Kempf zuletzt zwar relativ solide agierte, aber gerade Karazor immer wieder zu Fehlern neigt. Auch Stenzel überzeugte beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt nicht. Einen von beiden könnte Anton in Sinsheim ersetzen.

Allein seine Präsenz könnte der jungen Mannschaft helfen. Kommandos seien extrem wichtig, sagte Anton schon bei seiner Vorstellung im Sommer. „Darum versuche ich, auf dem Platz voranzugehen.“ Er tat es von Beginn an mit dem Selbstverständnis eines Profis, der schon jede Menge erlebt hat.

Mit 96 stieg er ab, auf und wieder ab

Trotz seiner vergleichsweise noch jungen Karriere bringt der Neuzugang viel Erfahrung mit. Mit 96 stieg er ab, auf und wieder ab. Im August 2018 beförderte ihn sein damaliger Trainer André Breitenreiter im Alter von 22 Jahren zum damals jüngsten Kapitän der Bundesliga, Monate später setzte Breitenreiters Nachfolger Thomas Doll ihn wieder ab.

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Einen Titel hat er auch schon gewonnen: 2017 holte Anton gemeinsam mit Kempf die U21-Europameisterschaft in Polen. Der VfB soll für ihn nun der nächste Schritt auf dem Weg zu einem konstanten Bundesliga-Profi sein. Allein deshalb will er zurück in die Startelf.