20. Oktober 2019 / 15:29 Uhr

Viererpack von Patrick Richter kontert Dreierpack vom Punkt: Werderaner FC schießt Eisenhüttenstadt ab

Viererpack von Patrick Richter kontert Dreierpack vom Punkt: Werderaner FC schießt Eisenhüttenstadt ab

Rainer Goldbach
Märkische Allgemeine Zeitung
WFC-Stürmer Patrick Richter (r.) schoss den FC Eisenhüttenstadt mit vier Toren fast im Alleingang ab.
WFC-Stürmer Patrick Richter (r.) schoss den FC Eisenhüttenstadt mit vier Toren fast im Alleingang ab. © Benjamin Feller/Archivbild
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Brandenburgliga: Trotz Unterzahl schießt sich der WFC zu einem sicheren Auswärtssieg in Eisenhüttenstadt.

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FC Eisenhüttenstadt – Werderaner FC Viktoria 3:6 (2:3). Tore: 0:1, 1:3, 2:4, 3:5 Patrick Richter (14., 42., 56., 83.), 0:2 Bastian Moryson (20.), 1:2, 2:3, 3:4 Maciej Poitr Ossowski (23., 45., 75. jeweils Strafstoß), 3:6 Emrah Omerdic (85.). Zuschauer: 100.

Die Zuschauer sahen ein Spiel, was alles bot: Viele Tore, Strafstöße, Gelbe und Rote Karten. Sicherlich nur nicht nach dem Geschmack der Fans des FC Eisenhüttenstadt, wohin die Blütenstädter mit Personalnot reisten. Die personellen Probleme erhöhten sich beim Warmmachen für das Werderaner Trainergespann. Tim Steuk verletzte sich und Mateuz Wallroth rückte für ihn in die Startelf. Nach den Anfangsminuten nutzten die Werderaner ihre spielerische Überlegenheit zur Führung durch Patrick Richter, der von Franceschini Machado in Szene gesetzt wurde.

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Sechs Minuten später erhöhte Bastian Moryson, leicht abseitsverdächtig, auf 2:0 für die Gäste. Weitere drei Minuten später der erste, strittige Strafstoß für die Gastgeber. Maciej Poitr Ossowski scheiterte an Jan-Niklas Rauch. Schiedsrichter Steffen Seifert ließ wiederholen und im zweiten Versuch blieb Ossowski erfolgreich. In der 30. Minute hätte Richter erhöhen können. Nach Vorarbeit von Hannes Raymund, der sich das Spielgerät im Mittelfeld erkämpfte, scheiterte er jedoch an Martin Stemmler, dem Keeper der Einheimischen. In der 38. Minute verhinderten Glück beim Pfostenschuss und Ondrej Suchacek, der den Nachschuss im letzten Augenblick abwehrte, den Ausgleich.

Keeper Rauch mit Gelb-Roter Karte

Mike Weißfuß war der Zulieferer für Richter, der in der 42. Minute auf 3:1 erhöhte. Richter war auch am Anschlusstor der Gastgeber beteiligt. Mit seiner zu kurzen Rückgabe brachte er Rauch in Not, der Alexander Mauch nur durch ein Foul bremsen konnte. Ossowski traf kurz vor der Halbzeitpause mit seinem zweiten Strafstoß zum 2:3. Nach dem Seitenwechsel suchten die Viktorianer die Entscheidung. Sie schien gefallen zu sein, als Richter nach Zuspiel von Moryson auf 2:4 erhöhte. Das war aber noch nicht die Entscheidung, denn die Eisenhüttenstädter kamen mit ihren dritten Strafstoßtor zurück.

Rauch wollte beim Herauslaufen den Ball außerhalb des Strafraums klären, traf Christoph Krüger, sah Gelb/Rot und Ossowski verkürzte mit seinem dritten verwandelten Elfmeter auf 3:4. In Unterzahl bewiesen die Werderaner Moral. In der 83. Minute legte der kurz zuvor eingewechselte Nick Zander Richters viertes Tor auf. Der Drops war mit dem 3:6 durch Emrah Omerdic in der 85. Minute, auch er wurde eingewechselt, gelutscht.

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Ingo Hecht war trotz des klaren Sieges und der sechs Auswärtstore nicht so ganz zufrieden. „Wir hätten als spielerisch deutlich bessere Mannschaft souveräner auftreten müssen. Wir haben mit individuellen Fehlern, nicht nur in der Abwehr, den Gegner immer wieder ins Spiel zurückgeholt. Trotzdem war es wichtig, nach zuletzt zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren“, so Ingo Hecht.

Werderaner FC Viktoria: Rauch – Harjehusen, Müller, Suchacek, Muschter – Moryson, Franceschini Machado, Raymund (75. Zuch), Weißfuß (78. Zander) – Richter, Wallroth (69. Omerdic).