15. Oktober 2019 / 13:37 Uhr

VfL-Frauen: DFB sorgt für’s Happy-End bei Rolfös Comeback

VfL-Frauen: DFB sorgt für’s Happy-End bei Rolfös Comeback

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bei der WM verletzte sich Fridolina Rolfö -  am Freitag absolvierte sie ihr erstes Ligaspiel für den VfL.
Bei der WM verletzte sich Fridolina Rolfö -  am Freitag absolvierte sie ihr erstes Ligaspiel für den VfL. © imago images/Sport Press Photo
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Die Schwedin Fridolina Rolfö, im Sommer vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg gewechselt, absolvierte am Freitag beim 5:0 in Köln ihr erstes Bundesliga-Spiel für Wolfsburg, ein vermeintiches FC-Eigentor wurde nun ihr zugeschrieben. 

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Nein, wirklich aufklären kann sie die Szene auch nicht. „Ich hatte das Gefühl, dass ich den Ball vielleicht noch ein bisschen gestreift habe“, sagt Fridolina Rolfö, vielleicht habe sie ihn beim Treffer zum 4:0 der VfL-Frauen am Freitag in Köln auch gar nicht berührt. Der DFB entschied die Sache zu Gunsten der Schwedin, aus dem Eigentor von Lucie Ondrusova wurde offiziell ein Rolfö-Treffer, der ihrer Comeback-Geschichte ein Happy-End verleiht: erstes Bundesliga-Spiel für den VfL Wolfsburg, erstes Tor, am Ende ein 5:0.

So endete für Rolfö, die im Sommer ablösefrei von Ligakonkurrent Bayern München zum VfL kam, endgültig eine lange Leidenszeit. Sie hatte sich im WM-Spiel um Platz drei im Juli mit Schweden eine Bänderverletzung zugezogen und den Auftakt der Saisonvorbereitung beim VfL verpasst. Als sie im DFB-Pokalspiel in Berghofen Anfang September ihr Pflichtspiel-Debüt für den VfL feierte, musste sie nach einer halben Stunde mit Muskelproblemen wieder raus. „Nach 20 Minuten habe ich etwas im Muskel gespürt“, so Rolfö, die weiß: „Ich habe eine gewisse Vorgeschichte mit Verletzungen und wollte kein weiteres Risiko eingehen.“ Es folgten wieder Wochen mit Aufbautraining und Reha. Geduldig zu sein, das gibt sie zu, sei so gar nicht ihr Ding. „Ich will immer auf dem Platz stehen. Das Warten war etwas nervig. Diese drei Monate insgesamt waren lang. Der Körper musste sich wieder an die Belastung gewöhnen.“

1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg: Bilder des Spiels

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Dominique Janssen beim Kopfball ©

Immerhin: Nachdem sie in den ersten Wochen in Wolfsburg noch bei Kollegin Pernille Harder wohnte, konnte sie sich in der Zwischenzeit endlich in Wolfsburg heimisch einrichten. Auch das habe geholfen, denn „ich brauche meine Freizeit. Ich verbringe viel Zeit mit meinen Mitspielerinnen am Elsterweg, da ist es einfach schön, in meine eigene Wohnung zu kommen, wo ich Zeit mit meinem Freund verbringe und mich heimisch fühlen kann. Das war mir sehr wichtig.“

Mit den Ausfällen von Svenja Huth (Innenbandverletzung) und Kristine Minde (muskuläre Probleme) fehlen in nächster Zeit zwei wichtige Offensivkräfte, Rolfö rückt dadurch automatisch in den Fokus. Dem Tabellenführer VfL stehen Hammer-Wochen bevor, bereits am Mittwoch empfängt der Double-Gewinner im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League den niederländischen Meister Twente Enschede (18 Uhr im AOK-Stadion).

Stimmen nach Köln

Nach dem 5:0-Sieg beim 1. FC Köln Frauenfußball äußerte sich Stephan Lerch über die Partie. Doppelpackerin Sara Gunnarsdottir und Debüt-Torschützin Fridolina Rolfö sprachen zudem miteinander über ihre Treffer - einen Gastauftritt von Felicitas Rauch gabs obendrauf. 🔥

Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Samstag, 12. Oktober 2019
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In München kickte Rolfö unter anderem mit den Niederländerinnen Lineth Beerensteyn und Jill Roord (jetzt Arsenal) zusammen, die damals beide vom FC Twente zum FC Bayern wechselten. „Das wird ein interessantes Spiel. Von dem, was ich so gehört und mitbekommen habe, sind sie technisch sehr stark und haben ein gutes Passspiel. Dazu ist die Mannschaft sehr jung. Es wird nicht einfach.“

Ob es nach der Pausen-Einwechslung in Köln dann schon für einen Einsatz über die volle Distanz reicht, ist aber nicht klar. Startelf-Ansprüche will und kann die 25-Jährige ohnehin nicht stellen: „Ich bin noch nicht bei hundert Prozent. Ich brauche noch mehr Spielpraxis, das wird ein paar Wochen dauern. Ich muss auf meinen Körper hören und ein gutes Gefühl haben.“