20. April 2021 / 14:16 Uhr

Von Bochum bis St. Pauli: Das Restprogramm im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga im Überblick

Von Bochum bis St. Pauli: Das Restprogramm im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga im Überblick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga ist in vollem Gang.
Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga ist in vollem Gang. © Witters/Witters/Pool/foto2press (Montage)
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In der 2. Bundesliga geht es vor dem Saisonendspurt eng zu im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg. Wem gelingt der Sprung ins deutsche Oberhaus? Der SPORTBUZZER hat das Restprogramm der Top Sieben zusammengetragen.

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1. VfL Bochum (57 Punkte, 29 Spiele)

Der VfL Bochum darf nach dem 4:3-Spektakel gegen Hannover 96 ernsthaft von der Bundesliga-Rückkehr träumen. Der VfL hat nun 57 Punkte auf dem Konto und sich auf die Verfolger Greuther Fürth (51) auf Rang zwei und den Hamburger SV (50) auf Rang drei vorerst deutlich Luft verschafft. In den vergangenen drei Jahren haben 57, 58 und 60 Punkte bereits zum direkten Aufstieg gereicht, der VfL hat die Rückkehr ins Oberhaus nach elfjähriger Abstinenz vor den letzten fünf Spielen also dicht vor Augen. Mit Darmstadt, Regensburg, Nürnberg und Sandhausen warten im Endspurt zudem noch vier Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.

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  • 1. FC Heidenheim – VfL Bochum (21.04.)
  • Darmstadt 98 – VfL Bochum (26.04.)
  • VfL Bochum – Jahn Regensburg (09.05.)
  • 1. FC Nürnberg – VfL Bochum (16.05.)
  • VfL Bochum – SV Sandhausen (23.05.)

2. Greuther Fürth (51 Punkte, 28 Spiele)

Auch die Franken befinden sich in einer ordentlichen Ausgangsposition im Rennen um den Sprung in die Eliteliga. Fürth hat als Zweiter einen Punkt Vorsprung auf den HSV. Die Hanseaten wiederum sind wegen Corona-Spielausfällen erst am Donnerstag mit einem Nachholspiel dran. Daher kann Fürth vorlegen. Das Klassement spiele in der aktuellen Situation keine Rolle, sagte Fürth-Trainer Stefan Leitl. "Wir befassen uns wirklich nur mit dem einzelnen Spieltag. Was auf anderen Plätzen passiert, können wir eh nicht beeinflussen. Wichtig ist für uns, das in den kommenden Wochen beizubehalten. Die Tabelle ist im Moment nicht aussagekräftig, das betrifft uns ja auch." Fürth muss Ende April das Spiel gegen Sandhausen nachholen. "Es gilt für uns noch mehr, den Fokus auf uns zu legen und kontinuierlich zu punkten." Zunächst wartet nun Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig.

  • Greuther Fürth – Eintracht Braunschweig (20.04.)
  • St. Pauli – Greuther Fürth (25.04.)
  • Greuther Fürth – SV Sandhausen (28.04.)
  • Greuther Fürth – Karlsruher SC (08.05.)
  • SC Paderborn – Greuther Fürth (16.05.)
  • Greuther Fürth – Fortuna Düsseldorf (23.05.)

3. Hamburger SV (50 Punkte, 28 Spiele)

Als einer der großen Favoriten auf den Aufstieg sind die Hamburger auch in dieser Saison nach zwei vierten Plätzen in Serie wieder voll im Rennen um die vordersten Plätze. Mit dem aus der Quarantäne ins Training zurückgekehrten SV Sandhausen steht am Donnerstag eine absolute Pflichtaufgabe an, wenn es diesmal mit der Rückkehr in die Bundesliga klappen soll. Mit Nürnberg, Osnabrück und Eintracht Braunschweig stehen an den letzten drei Spieltagen der Saison jeweils Teams aus dem Tabellenkeller auf dem Programm. Keine schlechten Aussichten für den einstigen Bundesliga-Dino.

  • SV Sandhausen – Hamburger SV (22.04.)
  • Jahn Regensburg – Hamburger SV (25.04.)
  • Hamburger SV – Karlsruher SC (29.04.)
  • Hamburger SV – 1. FC Nürnberg (10.05.)
  • VfL Osnabrück – Hamburger SV (16.05.)
  • Hamburger SV – Eintracht Braunschweig (23.05.)

4. 1. FC Heidenheim (48 Punkte, 29 Spiele)

Mitmischen könnte hinter dem Top-Trio aber auch noch der 1. FC Heidenheim, der nach dem 3:0 bei Jahn Regensburg 48 Zähler auf dem Konto hat. Die Tabelle gibt wegen der Quarantänen bei Holstein Kiel, beim Karlsruher SC und beim SV Sandhausen auch an der Spitze ein schiefes Bild wieder. So hat die Konkurrenz aus Fürth, Hamburg und Kiel jeweils mindestens ein Spiel weniger absolviert, als die Mannschaft von Frank Schmidt. Die Partie gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Bochum am Mittwoch könnte daher schon richtungsweisend sein.

  • 1. FC Heidenheim – VfL Bochum (21.04.)
  • 1. FC Nürnberg – 1. FC Heidenheim (24.04.)
  • 1. FC Heidenheim – SV Sandhausen (09.05.)
  • Darmstadt 98 – 1. FC Heidenheim (16.05.)
  • 1. FC Heidenheim – Karlsruher SC (23.05.)

5. Holstein Kiel (46 Punkte, 26 Spiele)

Besonders betroffen vom Nachholprogramm mit drei Spielen Rückstand ist Aufstiegsaspirant Holstein Kiel (46), der beginnend mit dem Spiel am kommenden Samstag in Osnabrück bis zum Saisonende am 23. Mai neun Partien absolvieren muss, darunter das Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund (1. Mai). Das Team von Ole Werner musste sich selbst wegen mehrerer Corona-Fälle in Quarantäne begeben. Sportlich sieht es für die "Störche" aber gut aus. Die kommenden drei Partien gegen Osnabrück (16.), Nürnberg (14.) und Sandhausen (17.) sind allesamt machbar. Mit den Kräften muss man angesichts des straffen Programms aber haushalten.

  • Holstein Kiel – Jahn Regensburg (abgesagt)
  • VfL Osnabrück – Holstein Kiel (24.04.)
  • 1. FC Nürnberg – Holstein Kiel (27.04.)
  • Borussia Dortmund – Holstein Kiel (DFB-Pokal-Halbfinale, 01.05.)
  • Holstein Kiel – SV Sandhausen (04.05)
  • Holstein Kiel – St. Pauli (07.05.)
  • Holstein Kiel – Hannover 96 (10.05)
  • Karlsruher SC – Holstein Kiel (16.05.)
  • Holstein Kiel – Darmstadt 98 (23.05.)

6. Fortuna Düsseldorf (46 Punkte, 28 Spiele)

Auch Fortuna Düsseldorf ist nach dem 3:0 beim VfL Osnabrück mit 46 Zählern noch nicht abzuschreiben. Für den Absteiger wäre es die direkte Rückkehr ins Oberhaus. Zunächst trifft die Fortuna mit St. Pauli am Mittwoch aber auf das stärkste Team der Rückserie. Zudem warten mit dem Absteiger-Duell gegen den SC Paderborn sowie den Kräftemessen mit Erzgebirge Aue und Greuther Fürth noch knifflige Aufgaben. Für den direkten Wiederaufstieg müssen die Düsseldorfer also noch einiges leisten.

  • Fortuna Düsseldorf – St. Pauli (21.04.)
  • SC Paderborn – Fortuna Düsseldorf (24.04.)
  • Fortuna Düsseldorf – Karlsruher SC (03.05.)
  • Fortuna Düsseldorf – Eintracht Braunschweig (08.05.)
  • Fortuna Düsseldorf – Erzgebirge Aue (16.05.)
  • Greuther Fürth – Fortuna Düsseldorf (23.05.)

7. FC St. Pauli (44 Punkte, 29 Spiele)

St. Pauli tritt in den nächsten drei Partien bei Fortuna Düsseldorf am Mittwoch, gegen Greuther Fürth am Sonntag und bei Holstein Kiel am 7. Mai gegen drei Teams aus den Top Sechs der Liga an. Bei sechs Punkten Rückstand auf den HSV, der allerdings ein Match weniger bestritten hat, ist St. Pauli selbst theoretisch auch noch im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr – es wäre der Lohn einer starken Rückserie, in der St. Pauli aktuell das erfolgreichste Team der Liga ist. Trotz der Erfolgsserie ist das Thema Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs bei den Hamburgern aber tabu. "Wenn wir die Saison verlängern dürfen, können wir darüber reden", meinte Trainer Timo Schultz lachend. Er fügte aber sofort hinzu: "Nee, nee, wir bleiben bei uns." Auch Leart Paqarada betonte: "Wir tun gut daran, die Tabelle wegzulassen."

  • Fortuna Düsseldorf – St. Pauli (21.04.)
  • St. Pauli – SpVgg Greuther Fürth (25.04.)
  • Holstein Kiel – St. Pauli (07.05.)
  • St. Pauli – Hannover 96 (16.05)
  • Jahn Regensburg – St. Pauli (23.05.)