20. Oktober 2019 / 19:22 Uhr

VfB Lübeck bleibt trotz 1:3 Tabellenführer

VfB Lübeck bleibt trotz 1:3 Tabellenführer

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Enttäschung bei Ahmet Arslan (l.) und Patrick Hobsch, der in Havelse noch zur VfB-Führung traf.
Enttäschung bei Ahmet Arslan (l.) und Patrick Hobsch, der in Havelse noch zur VfB-Führung traf. © 54°/Koenig
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Nur Hobsch trifft in Havelse, Standards brechen Grün-Weiß das Genick

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Der VfB Lübeck hat im 14. Saisonspiel die dritte Niederlage kassiert - 1:3 hieß es beim TSV Havelse, der zuvor viermal sieglos und 330 Minuten ohne Torerfolg geblieben war. Dennoch bleiben die Grün-Weißen an der Tabellenspitze der Regionalliga, denn Verfolger VfL Wolfsburg II leistete sich eine 1:4-Pleite bei Holstein Kiel II.

Standard-Feuerwerk schockt Landerl-Elf

"Aufgrund der zweiten Halbzeit war die Niederlage verdient", gestand Trainer Rolf Landerl ein. "Und sie ist angesichts des Wolfsburger Ergebnisses doppelt ärgerlich, weil wir es zum wiederholten Mal versäumt haben, big Points zu machen. Wir haben es nicht verstanden, unser eigenes Spiel auf die Matte zu bringen. Wir haben zuviele Standards weggegeben und haben es dann verabsäumt, bei den Standards bei den Leuten zu bleiben." Und so kassierte der VfB tatsächlich alle Tore nach erwähnten Standards - und kreierte selbst viel zu wenige Chancen, um das Match gewinnen zu können. Und so zählten die Statistiker am Ende 9:4 Chancen für Havelse, 5:2 Ecken, fast zehn Freistöße aus torgefählicher Distanz (wobei Experte Deniz Cicek mehrfach nur an VfB-Keeper Raeder scheiterte) - und unterm Strich hieß es dann eben 3:1 für die Gastgeber.

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Der VfB spielte mit der selben Startelf wie beim 2:1 in Norderstedt - also mit Daniel Halke auf defensiv rechts und Florian Riedel entsprechend auf rechts. Zurück im Kader war Marcel Schelle nach einer Denkpause - und erstmals war Youngster Jamie Shalom (18) im 19er-Aufgebot. Der VfB begann auch zielstrebig, hatte die erste Möglichkeit, aber Yannick Deichmann scheiterte am guten TSV-Schlussmann Antonio Brandt (8.). Als dann Patrick Hobsch tatsächlich das 1:0 gelang, als er einen abgefälschten Riedel-Schuss freistehen im langen Eck versenkte (24.), schien der VfB auf dem richtigen Weg zu sein. Allerdings wirkten die Aktionen nicht wirklich zwingend - irgendwie fehlte die letzte Überzeugung.

"Hätten uns besser einstellen müssen"

Havelse hielt dagegen, provozierte immer wieder Freistöße. "Das haben wir gewusst, darauf hätten wir uns besser einstellen müssen", ärgerte sich Landerl und mussten mit ansehen, wie sich seine Burschen mehr und mehr den Schneid abkaufen ließen (6:1 Gelbe Karten für Havelse). Landerl: "Aber auch dass Havelse sehr robust spielt, kaum Chancen zulässt, war bekannt, das hatten wir besprochen." Wie eben auch die Sache mit den Standards. Und trotzdem kassierte der VfB den Ausgleich nach einer Ecke (59. Engelking per Kopf).

Doppelschlag wird zum "Neckbreaker"

"Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, darum haben wir uns dann zu einer taktischen Änderung entschlossen", erklärte Landerl später die erste Auswechslung. Er brachte den offensiveren Schelle für Halke (67.). Am Spiel des VfB änderte das wenig auf dem zwar engen aber sehr gut bespielbaren Platz im Havelser Dauernieselregen. Und wie beim 1:2 gegen Wolfsburg II brach erneut ein Doppelschlag dem VfB das Genick. Binnen 180 Sekunden erhöhten der gerade eingewechselte Leon Damer (81.) und Niklas Tasky (83., natürlich nach einer Ecke) auf 3:1 für die Hausherren. Landerl brachte zwar zwei weitere Stürmer mit Nicolas Hebisch (77.) für Dennis Hoins) und Fabio Parduhn (83. für Tim Weißmann) - aber auch das nützte nichts, die dritte Saisonniederlage nach dem 1:2 gegen den VfL II und dem 0:1 in Rehden war perfekt.


Statistik zum Spiel

Havelse: Brandt - Schleef, Sonnenberg, Langfeld (80.), Cicek (72. Rufidis), Jaeschke, Engelking (87. Lakenmacher), Foelster, Plume, Tasky, Bremer
VfB: Raeder - Halke (67. Schelle), Malone, Grupe, Weißmann (83. Parduhn), Riedel - Deichmann, Mende, Hoins (77. Hebisch) - Arslan, Hobsch

SR: Dr. Riem Hussein (Bad Harzburg) - Z.: 703. Tore: 0:1 Hobsch (24.), 1:1 Engelking (59.), 2:1 Damer (81.), 3:1 Tasky (83.) - Gelbe Karten: Tasky, Rufidis, Plume, Langfeld, Foelster, Jaeschke - Deichmann

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