20. Oktober 2019 / 13:59 Uhr

Union Berlin mit frecher Kampfansage an den FC Bayern München

Union Berlin mit frecher Kampfansage an den FC Bayern München

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Unions Torschütze Marcus Ingvartsen (M.) jubelt mit Christopher Trimmel.
Unions Torschütze Marcus Ingvartsen (M.) jubelt mit Christopher Trimmel. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild
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Union Berlin kann doch noch gewinnen. Der Aufsteiger meldet sich in der Fußball-Bundesliga mit dem ersten Sieg ohne Gegentor zurück. Die Gedanken der Eisernen sind rasch beim nächsten Gegner.

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Dem Ende der Pleitenserie folgte beim 1. FC Union Berlin schnell die Kampfansage an den Rekordmeister. „Nächste Woche gilt es auch die Bayern zu schlagen. Sie sollen nur kommen“, sagte Verteidiger Keven Schlotterbeck nach dem 2:0 (1:0) am Samstag gegen den SC Freiburg. Der Aufsteiger gewann in der Fußball-Bundesliga nach zuvor vier Niederlagen erstmals wieder, verließ den Relegationsrang und will am kommenden Samstag am liebsten auch den strauchelnden FC Bayern ärgern. „Es ist für viele das erste Mal in München, da werden wir mit Schaum vorm Mund hinfahren“, sagte Schlotterbeck.

Der zweite Saisonsieg gegen offensiv enttäuschende Freiburger setzte bei den Berlinern viel Selbstvertrauen frei. Erstmals gab es am achten Spieltag kein Gegentor, auch grobe Fehler leisteten sich die Eisernen dieses Mal nicht. Dafür führten alte Tugenden wie zu besten Zeiten in der Zweiten Liga zum Erfolg: Viel Aggressivität in den Zweikämpfen und eine enorm hohe Laufbereitschaft gepaart mit vielen langen Bällen stellten die Breisgauer vor große Probleme.

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Doch ob das auch in München etwas bringt? „Sie brauchen einen sehr schlechten Tag und wir einen sehr, sehr guten“, sagte Christopher Trimmel. Der Union-Kapitän merkte aber auch an: „Du darfst da nicht hinfahren und Angst haben.“ Selbstverständlich sei der Kader des Meisters „sehr, sehr gut, auch auf der Bank“, sagte Trimmel. Dass die Übermannschaft der letzten Jahre aber gerade verwundbar sei, hätte nicht zuletzt das schwache 2:2 am Samstag beim FC Augsburg gezeigt.

Die Hauptstädter sind noch weit davon entfernt, den Spitzenteams auf Dauer das Leben schwer zu machen. Der zweite Heimsieg sorgte bei den Köpenickern aber für große Erleichterung. „Es war ein toller Auftritt meiner Mannschaft, und sie hat sich endlich mal belohnt. Für den weiteren Verlauf unserer Meisterschaft ist das entscheidend“, sagte Trainer Urs Fischer. Zu oft hatte Union zuvor schon gut mitgehalten, nach kleinen Schwächen aber zu wenige Punkte geholt. Sieben Zähler haben sie jetzt auf dem Konto und rangieren im unteren Drittel.

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Unruhig wurde in den Tagen vor dem Befreiungsschlag bei den Berlinern niemand, berichtete der Schweizer Fischer. „Ich empfand es nie als Anspannung. Diese vier Niederlagen haben bei uns nicht so viel ausgelöst“, sagte der 53 Jahre alte Coach. Die Länderspielpause habe er mit seiner Mannschaft genutzt, um konsequenter am Torabschluss zu arbeiten. Mehr Mut wollte Fischer sehen - und das bekam er auch.

Marius Bülter zog noch in der ersten Minute aus 25 Metern ab, auch der Treffer des Dänen Marcus Ingvartsen (84.) aus der Distanz war sehenswert. Einen Grund zum Feiern sah Fischer jedoch nicht. „Aber es ist wichtig, dass wir dieses Gefühl bekommen, dass man erfolgreich sein kann, wenn man an sich arbeitet“, sagte Fischer. Gewohnt zurückhaltend ließ er sich zu keinem markigen Spruch in Richtung München hinreißen: „Es heißt nicht, dass es jetzt weiterhin so gut klappt. Im nächsten Spiel müssen wir wieder bereit sein.“

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Simon Terodde: 25 Tore in 93 Spielen schoss Simon Terodde für "Eisern" Union. Mittlerweile spielt er beim 1. FC Köln. ©
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