09. November 2019 / 21:27 Uhr

"Unfassbar schwer zu verteidigen": TuS Sachsenhausen verspielt Zwei-Tore-Vorsprung

"Unfassbar schwer zu verteidigen": TuS Sachsenhausen verspielt Zwei-Tore-Vorsprung

Linda Kollmann
Märkische Allgemeine Zeitung
Samuel Troschke (I.) schirmt den Ball vor Timo Kapannusch ab.
Ein Tor und eine Vorlage von Samuel Troschke reichte dem TuS Sachsenhausen nicht zu drei Punkten. © Oliver Schwandt/Archivbild
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Brandenburgliga: Der TuS Sachsenhausen beginnt gegen den Tabellenführung RSV Eintracht stark und geht mit zwei Toren in Führung, kann diese aber nicht ins Ziel bringen.

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TuS 1896 Sachsenhausen – RSV Eintracht 1949 2:3 (2:1). Tore: 1:0 Andor Müller (8.), 2:0 Samuel Troschke (22.), 2:1 Dennis Wulff (43., ET), 2:2, 2:3 Levi Böttcher (51., 79.). Zuschauer: 139.

Am Ende sollte es für Sachsenhausen nicht sein. "Der RSV hat eine enorme Qualität, die unfassbar schwer zu verteidigen ist. Sie spielen ihren Stiefel über 90 Minuten durch und hatten diesmal das Glück auf ihrer Seite", so TuS-Coach Marc Flohr nach dem Spiel. Seine Mannschaft konnte eine 2:0-Führung nicht über die Runden bringen und kassierte zehn Minuten vor dem Ende den entscheidenden Treffer.

Dabei sah es für seine Mannschaft von Beginn an richtig gut aus. Andor Müller brachte seine Farben früh in Führung, als nach einem Eckball Dennis Wulff auf Samuel Troschke legte und dieser den Ball quer schob, sodass der Kapitän nur noch ins leere Tor treffen musste (8.). Dem TuS gelang es, in der Folge nachzulegen und Mitte der ersten Halbzeit das zweite Tor zu erzielen. Nach einem erneuten Eckball schloss Troschke humorlos aus rund 18 Metern ab – Marke Tor des Monats, wie Flohr schwärmt.

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Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der RSV dann durch Eigentor von Wulff noch zum Anschluss. "Auch ein 2:0-Vorsprung ist noch schwer zu verteidigen. Wir haben es gut umgesetzt, kompakt zu stehen. Doch leider sind wir in einer Situation unaufmerksam und fangen das Gegentor", berichtet Flohr, der Sachsenhausen im Winter übrigens Richtung Oberliga verlässt.

TuS kam nach dem Seitenwechsel nicht gut in die Partie. "Unser Verhalten in den ersten 15 Minuten ist die einzige Sache, die ich meinem Team ankreiden muss", konstatiert Flohr. Der RSV schlug Profit und glich in Person von Levi Böttcher aus (51.).

Zum Durchklicken: Die TuS Sachsenhausen-Trainer seit 2003.

<b>Die TuS-Trainer seit 2003 zum Durchklicken:</b> Bei kaum einem anderen Verein gab es in den vergangenen Jahren so viele Übungsleiter wie beim TuS 1896 Sachsenhausen. Seit 2003 hatte der Club insgesamt 18 Trainer. Einige gingen freiwillig wieder, andere wurden vom Vorstand entlassen. Der SPORTBUZZER hat alle TuS-Trainer zusammengestellt. Zur Galerie
Die TuS-Trainer seit 2003 zum Durchklicken: Bei kaum einem anderen Verein gab es in den vergangenen Jahren so viele Übungsleiter wie beim TuS 1896 Sachsenhausen. Seit 2003 hatte der Club insgesamt 18 Trainer. Einige gingen freiwillig wieder, andere wurden vom Vorstand entlassen. Der SPORTBUZZER hat alle TuS-Trainer zusammengestellt. ©

Mitte der zweiten Halbzeit fand der TuS zurück und bot dem RSV ein ebenbürtiges, offenes Spiel, bei dem beide Mannschaften Chancen zur Führung hatten – die größte bot sich dem Gastgeber, als Müllers Rückpass von der Grundlinie keinen Abnehmer fand. Quasi im Gegenzug schockte Böttcher Sachsenhausen mit seinem zweiten und entscheidenden Treffer (79.).

Tus 1896 Sachsenhausen: Demuth – Wulff, Höpfner, Pilz, Wiesner (82. Beutke), Weigt – Troschke, Kordecki, Groll (84. Pehl) – Machut, Müller.