13. Oktober 2019 / 15:48 Uhr

TV-Patzer, Bayern-Patzer, Slapstick-Eigentor: VfL-Frauen jetzt schon auf Meisterkurs

TV-Patzer, Bayern-Patzer, Slapstick-Eigentor: VfL-Frauen jetzt schon auf Meisterkurs

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Während der VfL Wolfsburg weiter jubelt, kassierte der FC Bayern durch einen Patzer von Torfrau Carina Schlüter die zweite Saisonniederlage.
Während der VfL Wolfsburg weiter jubelt, kassierte der FC Bayern durch einen Patzer von Torfrau Carina Schlüter die zweite Saisonniederlage. © Boris Baschin
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Die Frauenfußball-Bundesliga hat am Samstag ihre nächste Riesen-Überraschung erlebt: Der FC Bayern, designierter Konkurrent des VfL Wolfsburg im Titelkampf, verlor in Hoffenheim mit 0:1. Live-Bilder von diesem Spiel gab es trotz Ankündigung nicht.

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Es sind erst sechs Spieltage in der Frauenfußball-Bundesliga absolviert - und dennoch könnte an diesem Wochenende schon eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen gefallen sein. Denn nachdem Titelverteidiger VfL Wolfsburg am Freitag seine Pflichtaufgabe beim 1. FC Köln mit einem 5:0-Sieg souverän gelöst hatte, leistete sich der vermeintlich größte Konkurrent FC Bayern am Samstag einen schweren Patzer, verlor in Hoffenheim mit 0:1.

Wobei das Wort "Patzer" im doppelten Sinne zutrifft - denn das Tor des Tages war im Verfolgerduell Hoffenheim gegen Bayern eine echte Slapstick-Nummer: Ali Riley spielte einen Rückpasse auf Torfrau Carina Schlüter, die ließ den hoppelnden Ball beim Versuch der Annahme über den Fuß springen, von dort aus kullerte er ins Tor. Weil es bei diesem Treffer aus der 22. Minute blieb, haben die Bayern jetzt schon zwei Saisonniederlagen auf dem Konto, am dritten Spieltag hatte es bereits ein sensationelles 1:2 gegen Bayer Leverkusen gegeben.

Damit sind jetzt nicht die Bayern der erste Verfolger des VfL Wolfsburg, sondern 1899 Hoffenheim. Das aber spricht kaum für Spannung - denn dieses direkte Duell gab es bereits, Wolfsburg gewann Mitte September nach souveräner zweiter Halbzeit mit 3:0. Mit dem 1. FFC Frankfurt verlor am Sonntag ein weiteres Team aus der Spitzengruppe (0:3 in Sand); Bayern, Frankfurt und die SGS Essen (am Sonntag 7:1 in Jena) sind jetzt gleichauf.

Einen weiteren Patzer hatte es zuvor bereits im Zusammenspiel zwischen DFB und ARD gegeben: Unter anderem auf dfb.de war ein ARD-Livestream von der Partie Hoffenheim gegen Bayern angekündigt, der aber war nirgendwo zu finden. Als sich die ersten Fans darüber beschwerten, antwortete die ARD über den Twitter-Account der Sportschau: Es sei "nicht korrekt, dass es einen Livestream bei uns geben soll".

Wo die Fehlinformation hergekommen war, blieb offen. Dass im 67-sekündigen Highlightbericht in der ARD-Sportschau zudem noch die falsche Eigentorschützin genannt wurde, war dann zusätzliches Wasser auf die Mühlen derer, die das TV-Vermarktungskonzept der Liga kritisch sehen. Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter des VfL und in Hoffenheim auf der Tribüne dabei, hatte sich mehrfach dazu geäußert, wollte die Kommunikationspanne zwischen DFB und ARD diesmal allerdings nicht kommentieren.

Stimmen nach Köln

Nach dem 5:0-Sieg beim 1. FC Köln Frauenfußball äußerte sich Stephan Lerch über die Partie. Doppelpackerin Sara Gunnarsdottir und Debüt-Torschützin Fridolina Rolfö sprachen zudem miteinander über ihre Treffer - einen Gastauftritt von Felicitas Rauch gabs obendrauf. 🔥

Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Samstag, 12. Oktober 2019

1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg: Bilder des Spiels

 Dominique Janssen beim Kopfball Zur Galerie
Dominique Janssen beim Kopfball ©
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Etwas klarer sieht's in Sachen TV am kommenden Mittwoch aus: Dann empfängt der VfL Wolfsburg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League den niederländischen Meister Twente Enschede. Die Partie im AOK-Stadion beginnt um 18 Uhr, im Free-TV ist die Partie nur in den Niederlanden zu sehen. Der VfL plant allerdings eine Übertragung als Internet-Livestream auf dem eigenen Youtube-Kanal.