19. Juli 2016 / 15:37 Uhr

"Triple"-Saison für OFC-Nachwuchs

"Triple"-Saison für OFC-Nachwuchs

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Durften am Ende der Saison 2015/16 gleich dreifach feiern: die E-Junioren des Oranienburger FC Eintracht.
Durften am Ende der Saison 2015/16 gleich dreifach feiern: die E-Junioren des Oranienburger FC Eintracht. © Privat
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Oberhavel/Barnim: Mit einem beeindruckenden Torverhältnis marschierte die E-Jugend des Oranienburger FC zur Kreismeisterschaft. Auch in vier weiteren Altersklassen jubelten am Ende Oberhavel-Teams.

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Zwei Titel hatten die E-Junioren des Oranienburger FC Eintracht schon im Gepäck, als ihnen vor Wochenfrist im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion noch die Krönung einer „Sahnesaison“ gelang. Das Team von Trainer Andreas Nagel und seinem Co Andreas Hentze repräsentierte Island bei der Mini-EM der MAZ – und gewann.

Dabei spielten die OFC-Talente in der abgelaufenen Saison, anders als viele andere Mini-EM-Teilnehmer, noch nicht einmal auf Landesebene. Dass sie längst das Zeug dazu haben, künftig im Konzert der Großen mitzumischen, bewiesen sie dennoch. In der Kreisliga West des Fußballkreises Oberhavel/Barnim marschierten die Knirpse aus der Kreisstadt geradezu zum Staffelsieg. 16 Spiele, 16 Siege. Zehn Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Hennigsdorf. „Wir haben schon oft gegen Mannschaften aus der Landesliga getestet, wussten also, wo wir stehen“, sagt Andreas Nagel. „Diese starke Saison, die wir gespielt haben, hat das bestätigt.“

Im Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft wartete Anfang Juni in Britz der Ost-Staffelsieger Rot-Weiß Werneuchen. Nach dem 4:1-Sieg brachen alle Dämme. „Die Jungs wollten von Anfang an. Das Team stand bei uns im Vordergrund“, erklärt der Coach das Erfolgsrezept. So sieht es auch Mannschaftskapitän Niclas Hentze. „Der Teamgeist ist unsere Stärke“, erklärte der Spielmacher bereits nach der erfolgreichen Mini-EM-Vorrunde in Sachsenhausen. „Wir haben uns zusammengerissen.“ Das beweist auch das Oranienburger Torverhältnis. In der Saison 2015/16 erzielten die OFC-Junioren – das Meisterschaftsspiel einbezogen – 200 Tore. Nur zehnmal musste Torhüter Erik Hollmichel hinter sich greifen.

Im Pokalfinale kam es zwei Wochen nach der Meisterschaft zur Neuauflage des Duells  mit Werneuchen. Die Barnimer gingen in Führung, doch Kapitän Hentze sorgte mit seinem Kopfballtreffer selbst für die Wende zum 3:1-Erfolg. Das „Double“ war perfekt.

Künftig werden die Oranienburger E-Junioren in der Landesliga auf Punkte- und Torejagd gehen. Die Truppe wird dann ein anderes Gesicht haben. „Die Mannschaft wird ein bisschen auseinandergepflückt“, sagt Andreas Nagel mit ein wenige Wehmut. Doch auch die neue formierte Mannschaft habe Qualität. „Da kommt eine geile Truppe nach“, freut sich der Trainer.

Richtig abgeräumt haben im vergangenen Spieljahr auch die Junioren des SV Zehdenick. Mit den B- und D-Junioren jubelten die Havelstädter in gleich zwei Nachwuchsaltersklassen über die Meisterschaft. Auch der Titel in der ältesten Jugendspielklasse ging in den Norden des Landkreises. In der A-Jugend-Kreisliga dominierte die Granseer Eintracht um Trainer Danny Funke und Torjäger John Lormis. Forst Borgsdorf holte den Titel in der C-Jugend.

Zwei Meisterschaften gehen in den Barnim

In zwei Nachwuchsaltersklassen sicherten sich Mannschaften aus dem Nachbarkreis Barnim die Meisterschaft. Bei der F-Jugend siegte der FSV Basdorf. Den Titel der G-Junioren holte der nachwuchs von Preussen Eberswalde. In der Saison 2016/17 werden im Nachwuchsbereich 274 Mannschaften in 32 Staffeln um Punkte in Oberhavel und Barnim kämpfen. In der Vorsaison stellte der Fußballkreis die zweitmeisten Jugendmannschaften im Landesverband Brandenburg.

Der Jugendausschuss des Verbandes wird auch weiterhin von Alfred Gebhardt geleitet. Ihm stehen im Ausschuss elf Mitstreiter zur Seite. Neu dabei ist ab dem kommenden Spieljahr Henry Haase vom FSV Forst Borgsdorf. Er wird die Leitung der West-Staffeln von Kreisliga und Kreisklasse bei den D-Junioren übernehmen. Alfred Gebhardt betont, der Ausschuss leiste „eine Wahnsinnsarbeit“. Den ganzen Juni hätten die Funktionäre gebraucht, um alle Spielpläne für die neue Saison zu erstellen und dabei auch die Wünsch vieler Vereine so gut es ging zu berücksichtigen.