27. September 2021 / 09:57 Uhr

Torjäger Daferner ist Dynamo Dresdens Punktegarant: "Absoluter Teamplayer"

Torjäger Daferner ist Dynamo Dresdens Punktegarant: "Absoluter Teamplayer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jemand der den Unterschied macht: Dynamo Dresdens Christoph Daferner.
Jemand der den Unterschied macht: Dynamo Dresdens Christoph Daferner. © Steffen Manig
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Mit fünf Toren und zwei Vorlagen hat Christoph Daferner erheblichen Anteil an den vier Saisonsiegen von Dynamo Dresden. Doch der Angreifer zeigt nicht nur vor dem Tor, wie wichtig er für das Spiel des Aufsteigers ist.

Dresden. Völlig entkräftet wurde Christoph Daferner am Sonntag in der 82. Minute der Partie gegen Werder Bremen ausgewechselt. Über zehn Kilometer lief der Stürmer von Dynamo Dresden zuvor. Für ein Foto mit zwei Fans machte er trotzdem noch einmal ein paar Extrameter und kehrte aus dem Kabinentrakt des Rudolf-Harbig-Stadions zurück.

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Matchwinner gegen Bremen

Es sind nicht nur diese kleinen Gesten, die Daferner perfekt beschreiben. Der 23-Jährige ist ein Musterprofi. Beim sächsischen Fußball-Zweitligisten schätzt man ihn nicht nur aufgrund seiner Fähigkeiten auf dem Platz. "Er ist ein absoluter Teamplayer", schwärmt Dynamo-Trainer Alexander Schmidt über seinen Angreifer. Schon zu Saisonbeginn ließ sich der 52-Jährige zu Lobeshymnen hinreisen. "Wenn er so weitermacht, hat er eine große Zukunft vor sich. Solche Stürmertypen gibt es nicht viele", erklärte Schmidt nach dem 3:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt am 1. Spieltag.

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Da sorgte er mit zwei Toren und einer Vorlage für Aufsehen. Am vergangenen Sonntag gegen Werder Bremen avancierte der 23-Jährige erneut zum Matchwinner. Wieder steuerte Daferner zwei Tore bei - der Aufsteiger siegte erneut mit 3:0. "Man kann sagen: zweimal richtig gestanden", äußerte sich der bayerische Schwabe jedoch anschließend bescheiden.

Ein kleiner Stein ist ihm sicherlich dennoch vom Herzen gefallen. Schließlich hatte Daferner vier Spiele zuvor nicht mehr getroffen. Die letzten drei davon hat Dynamo verloren. Dennoch stand er bei Schmidt nie zur Debatte. "Bei Christoph Daferner gibt es für mich keine Frage. Wenn er mal nicht trifft, arbeitet er extrem gegen den Ball. Es gibt so viele Situationen, wo er für die Mannschaft wertvoll ist. Allein durch seine Körpersprache", lobt ihn der Trainer.

Blick nach vorn gerichtet

Abgeguckt hat sich das Daferner beim früheren Nationalspieler Mario Gomez. An ihm orientiert sich Dynamos Mittelstürmer, trägt auch in Anlehnung an den ehemaligen Weltklasse-Angreifer die Rückennummer 33. Schon in der Aufstiegssaison war Daferner mit zwölf Toren der erfolgreichste Schütze der Sachsen. Sieben Treffer hatte er zudem vorbereitet. "Er ist jung, seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen", prognostiziert Schmidt.

Dennoch ist er bereits wieder an sieben der 13 Dresdner Saisontore direkt beteiligt. Fünfmal traf er selbst, zweimal legte er für seine Mitspieler auf. Der 23-Jährige ist Dynamos Punktegarant. Denn der Mittelstürmer schießt nicht nur Tore, er ist auch der erste Verteidiger im gegnerischen Aufbauspiel. Über zwölf Kilometer muss er dafür im Schnitt während eines Spiels zurücklegen. Keiner seiner Mitspieler rennt mehr. Ligaweit ist der Angreifer mit fast 94 Kilometern am zweitmeisten unterwegs.


"Die Spiele werden nicht einfacher", erklärt Daferner und blickt bereits wieder nach vorn. Kommenden Sonntag muss Dresden beim Tabellenzweiten FC St. Pauli ran. Dynamos Angreifer rät daher: "Auf dem Boden bleiben und weiter hart arbeiten."

dpa