18. September 2020 / 12:26 Uhr

Strafe nach Fan-Angriff in Dresden: DFB sperrt HSV-Profi Toni Leistner für drei Pflichtspiele

Strafe nach Fan-Angriff in Dresden: DFB sperrt HSV-Profi Toni Leistner für drei Pflichtspiele

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Profi Toni Leistner wurde für fünf Pflichtspiele vom DFB gesperrt. 
HSV-Profi Toni Leistner wurde für fünf Pflichtspiele vom DFB gesperrt.  © imago images/MIS
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Der DFB hat die Strafe für HSV-Profi Toni Leistner festgelegt: Der Verteidiger wurde für die tätliche Auseinandersetzung mit einem Fan beim Pokalspiel gegen Dynamo Dresden für drei Pflichtspiele gesperrt. Zudem muss er eine Strafe in Höhe von 8000 Euro zahlen. 

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Das Sportgericht des DFB hat ein Urteil zu den Vorfällen um Fußball-Profi Toni Leistner beim DFB-Pokalspiel zwischen dem Hamburger SV und Dynamo Dresden gefällt. Nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wurde der Verteidiger für fünf Pflichtspiele gesperrt. Von dieser Sperre sind drei Spiele sofort zu verbüßen. Der Strafrest von zwei Pflichtspielen wird für die Dauer von einem Jahr zur Bewährung ausgesetzt, die am 18 September 2021 endet.

Der DFB ahndete eine "Tätlichkeit gegen einen Zuschauer nach vorangegangener sportwidriger Handlung sowie einem Verstoß gegen das DFB/DFL-Hygienekonzept". Neben der Sperre muss Leistner außerdem 8000 Euro Geldstrafe zahlen.

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Zusätzlich zur Tätlichkeit gegen einen Zuschauer sah das Sportgericht einen Fall des unsportlichen Verhaltens, weil Leistner die nach dem DFB/DFL-Hygienekonzept vorgeschriebenen Zonierungen verlassen und sich in den allgemeinen Zuschauerbereich begeben hat. Dadurch habe er sich und möglicherweise auch Dritte der Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ausgesetzt, hieß es vom DFB.

Leistner-Sperre gilt nicht nur im DFB-Pokal

Leistner hatte nach der 1:4-Pokalniederlage bei Dynamo Dresden einen Zuschauer auf der Tribüne attackiert, weil dieser ihn bepöbelt haben soll. Sowohl der Profi als auch der Zuschauer hatten sich für ihr Verhalten später entschuldigt.

Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, wurde zur Urteilsbegründung zitiert: "Wir werten dies als schwerwiegende Sportverfehlung, die Sperre gilt daher auch für den Ligabetrieb und nicht nur den DFB-Pokal." Gegen die Entscheidung kann innerhalb von 24 Stunden nach Zugang Einspruch beim Sportgericht eingelegt werden.