17. Februar 2020 / 19:15 Uhr

PSG-Coach Thomas Tuchel vor Rückkehr zum BVB: "War ein Traum, hier Trainer zu sein"

PSG-Coach Thomas Tuchel vor Rückkehr zum BVB: "War ein Traum, hier Trainer zu sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Tuchel war von 2015 bis 2017 Trainer von Borussia Dortmund und warnt PSG, den BVB zu unterschätzen. Besonders die Fans auf der Südtribüne lobte der Ex-Coach.
Thomas Tuchel war von 2015 bis 2017 Trainer von Borussia Dortmund und warnt PSG, den BVB zu unterschätzen. Besonders die Fans auf der "Südtribüne" lobte der Ex-Coach. © Getty
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Vor seinem ersten Spiel im Stadion von Borussia Dortmund seit fast drei Jahren warnt PSG-Trainer Thomas Tuchel vor seinem Ex-Klub. Der BVB sei in der Offensive extrem gefährlich und habe mit der "Gelben Wand" einen Bonus. Der 46-Jährige sprach auch über seine turbulente Zeit beim BVB und die Rückkehr von Superstar Neymar.

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Fast drei Jahre nach dem Ende seiner turbulenten Ära als Trainer von Borussia Dortmund kehrt der frühere BVB-Trainer Thomas Tuchel zum ersten Mal überhaupt zurück in den Signal Iduna Park. Mit Paris Saint-Germain will sich der 46-Jährige am Dienstagabend im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals (21 Uhr/DAZN) eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell drei Wochen später erarbeiten. Doch der Trainer weiß aus erster Hand um die Gefahren, die in Dortmund lauern.

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"Hier als Auswärtsmannschaft herzukommen, ist eine Herausforderung", betonte Tuchel, der von 2015 bis 2017 Trainer des BVB war, nach Streitigkeiten mit der Klubführung um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags eine neue Herausforderung suchte. "Es waren auf jeden Fall aufregende Jahre", sagte Tuchel, der zuvor auch Mainz 05 coachte. "Seitdem war ich nicht mehr im Stadion. Ich habe wahnsinnig viele bekannte Gesichter gesehen - und auch freudige Gesichter. Es ist ein komisches Gefühl, aber auch ein schönes, weil ich dankbar bin, dass ich hier zwei Jahre Trainer war."

Watzke über Tuchel: "Werden sicherlich keine großen Freunde mehr"

Für Tuchel "war (es) ein Traum, hier Trainer zu sein", allerdings betonte der Schwabe auch, dass es am Dienstag um mehr geht als seine Person: "Es ist nichts Persönliches, meine eigene Situation hat da sehr wenig mit zu tun." Ähnlich hatte sich zuvor schon Watzke geäußert.

Der 60-Jährige hatte bei DAZN erklärt, keinen Groll mehr gegen Tuchel zu hegen. "Wir werden sicherlich keine großen Freunde mehr im Leben. Aber wenn wir uns über den Weg laufen, dann werde ich ihn sicherlich begrüßen und ich denke, dass er das auch tun wird", sagte der BVB-Boss.

Tuchel: Comeback von Neymar "verändert alles"

Während der BVB ohne seine Offensivstars Marco Reus und Julian Brandt antreten muss, kann Tuchel wieder auf Neymar bauen. Der Superstar hat sich von einer Rippenverletzung erholt und steht offenbar sogar für die Startelf zur Verfügung. "Er ist hier, er fühlt sich gut", sagte Tuchel, der sich sichtlich über die neue Waffe im Angriff freut. "Er wird morgen spielen und natürlich ändert es alles, wenn er spielt." Auf Nachfrage präzisierte Tuchel diese Aussage: "Er ist selbstbewusst, hat die Möglichkeiten und die Qualität, entscheidende Dinge auf dem Platz zu tun. Es gibt uns und mir selbst mehr Selbstbewusstsein. Wir haben keinen Spieler mit der gleichen Qualität im Kader."

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Wie erwartet er den BVB? Temporeich. Tuchel: "Sie sind superstark im Gegenpressing, superschnell im Umschalten. Die Daten der offensiven Spieler sprechen für sich." Und sie haben ein Ass im Ärmel: Die legendäre "Gelbe Wand", die Südtribüne, kennen viele PSG-Profis nur vom Hörensagen. Tuchel will es dabei belassen: "Worte können es nicht beschreiben. Ich weiß noch bei meinem ersten Heimspiel als Heim-Trainer gegen Gladbach - da konnte ich fast nicht coachen, weil es gedrückt hat von allen Seiten - für uns damals im positiven Sinne." Dennoch ist er zuversichtlich: Schließlich habe man bei PSG Spieler, die es gewohnt sind, in solchen Stadien zu spielen.

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