25. September 2020 / 12:44 Uhr

Die Null steht (fast) nur noch in Ramlingen - auch gegen Egestorf? 

Die Null steht (fast) nur noch in Ramlingen - auch gegen Egestorf? 

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ramlingens Keeper Marcel Maluck lässt nichts an sich vorbei. Gute Defensivarbeit beginnt aber schon früher.
Ramlingens Keeper Marcel Maluck lässt nichts an sich vorbei. Gute Defensivarbeit beginnt aber schon früher. © Debbie Jayne Kinsey
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Der Oberliga-Aufsteiger SV Ramlingen/Ehlershausen ist nach drei Spielen weiterhin ohne Makel. Nun ist am Samstag (15 Uhr) der 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu Gast beim RSE. Die Favoritenrolle ist vor dem Spiel allerdings nicht klar vergeben. 

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Was haben Oberligist SV Ramlingen/Ehlershausen und der Srpski Fudbalski Klub Hannover, der seine Heimspiele der 1. Kreisklasse 4 auf der Anlage von Sparta Langenhagen austrägt, gemeinsam? Oder anders gefragt: Was verbindet Marcel Maluck und Leko Bulatovic?

Auflösung: Die beiden sind die einzigen Torhüter beziehungsweise Teams aus der Region Hannover (von der 1. Kreisklasse bis hinauf zur Regionalliga), die in dieser Spielzeit noch kein Gegentor haben hinnehmen müssen. Auf den SV Resse und die SF Anderten II trifft das zwar auch zu, allerdings haben beide erst eine Partie hinter sich gebracht und laufen daher hier gewissermaßen noch außer Konkurrenz.

Bilder vom Spiel der Oberliga zwischen Arminia Hannover und dem SV Ramlingen/Ehlershausen

Arminias Chatelet Nguema Bengone (links) verteidigt den Ball gegen Ramlingens Louis Engelbrecht. Zur Galerie
Arminias Chatelet Nguema Bengone (links) verteidigt den Ball gegen Ramlingens Louis Engelbrecht. ©

Maluck kann's selbst kaum glauben

Dass Aufsteiger RSE in der neuen Spielklasse eine ordentliche Rolle würde spielen können, hatte ihm der eine oder andere gewiss zugetraut. Dass er mit neun Punkten und 9:0 Toren direkt wieder ganz oben steht, ist hingegen schon eine Überraschung.

„Hätte mir das jemand vor acht Wochen gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagt Ma­luck, der seit 2011 im Ramlinger Tor steht. „Zumal wir eine durchwachsene Vorbereitung gespielt haben.“

Er betont, dass es nicht nur an ihm liegt, dass die Gegner aus Gifhorn, Northeim und zuletzt von Arminia Hannover sich in mehr als viereinhalb Stunden vergeblich die Zähne an der Ramlinger Defensive ausgebissen haben. „In der Breite sind wir super besetzt. Zum Beispiel haben wir vier Innenverteidiger, die du alle immer bringen kannst“, sagt der 31-Jährige.

Erhält Müller erneut das Vertrauen?

Als gutes Beispiel diente zuletzt Hannes Müller, der zuvor noch keine Minute in dieser Saison auf dem Feld gestanden hatte, in Bischofshol in die Startelf rückte – und mit zwei Toren prompt zum Matchwinner wurde.

Ob Müller am Samstag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder erneut das Vertrauen von Coach Philipp Gasde erhalten wird?

„Weiß ich nicht“, sagt Maluck. „Aber Hannes hat nichts gemacht, was dafür sprechen würde, ihn rauszunehmen. Im Gegenteil.“ Aber einen gehörigen Teil selbst beigetragen hat der Torwart auch. „Klar muss ich auch mal einen halten“, sagt er bescheiden.

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Wer ist Favorit?

Noch vor kurzem wären die Gastgeber im Duell mit Egestorf der Außenseiter gewesen. In der Saison 2018/2019 waren beide schließlich noch zwei Spielklassen auseinander. Doch im Gegensatz zu den Ramlingern sind die Gäste nur mühsam aus den Startlöchern gekommen. Erst im dritten Anlauf gelang der Germania am Mittwoch der erste dreifache Punktgewinn.

„Ramlingen ist für mich der Favorit. Das wird ein interessantes Derby auf einem kleinen und engen Platz“, sagt Egestorfs Trainer Paul Nieber. Maluck entgegnet, dass ich „uns nicht unbedingt als Favoriten sehe, aber was vor zwei Jahren war, interessiert jetzt auch keinen mehr. Ich erwarte ein gleichwertiges Duell.“ An dessen Ende möglichst wieder ein „zu null“ stehen soll. Lieber 1:0 als 3:1 also? Maluck lacht. „Ja, ehrlich gesagt schon“, gibt er zu.