30. Oktober 2020 / 23:28 Uhr

Stuttgarter kritisieren Schiedsrichter-Leistung nach Remis gegen Schalke - Castro: "Sehr blaulastig"

Stuttgarter kritisieren Schiedsrichter-Leistung nach Remis gegen Schalke - Castro: "Sehr blaulastig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Stuttgart-Kapitän Gonzalo Castro (kleines Bild) hat Schiedsrichter Benjamin Brand oft  blaulastig gepfiffen.
Für Stuttgart-Kapitän Gonzalo Castro (kleines Bild) hat Schiedsrichter Benjamin Brand oft  "blaulastig" gepfiffen. © imago images/Picture Point/Avanti/Montage (Archiv)
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Der VfB Stuttgart ist mit dem 1:1 gegen Schalke 04 zum Auftakt des sechsten Spieltags der Bundesliga nicht komplett zufrieden. Besonders die Leistung von Schiedsrichter Benjamin Brand sorgte beim Aufsteiger für Ärger.

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Sechs Spiele, neun Punkte, Platz vier in der Bundesliga: Das ist die aktuelle Bilanz des Aufsteigers VfB Stuttgart nach dem 1:1 (0:1) bei Krisen-Klub Schalke 04. Nicht schlecht für einen Aufsteiger - doch gegen vor allem in Halbzeit zwei spielerisch schwacher Schalker war für die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo mehr drin als nur der Ausgleichstreffer durch Joker Nicolas Gonzalez (56. Minute/Handelfmeter) nach dem 0:1 durch Malick Thiaw (30.). "Natürlich nehmen wir auswärts auf Schalke den Punkt mit. Aber wenn man den Spielverlauf sieht, wäre von der Leistung her auch ein Sieg in Ordnung gewesen", sagte der Coach nach Abpfiff bei DAZN. Bei seinen Spielern sorgte unterdessen Schiedsrichter Benjamin Brand für Frust.

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So unter anderem bei Ex-Nationalspieler Gonzalo Castro: "Ich habe mich sehr aufgeregt über die Schirleistung heute", sagte der Stuttgarter, der in der ersten Halbzeit wegen Meckerns die Gelbe Karte sah. "Die ersten 60 Minuten fand ich in meiner Sicht sehr blaulastig. Deswegen habe ich ihm öfter meine Meinung gesagt, auch lauter." So hätten Castro vor allem "Kleinigkeiten" aufgeregt, die aus seiner Sicht größtenteils nur zugunsten der Schalker entschieden worden seien.

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Sein Teamkollege Marc-Oliver Kempf sah es ähnlich: Der Schiedsrichter habe heute "nicht die glücklichsten" Entscheidungen getroffen, merkte der 25-Jährige an. So sei auch sein Foul gegen Mark Uth, das zum Freistoß führte, aus dem der Führungstreffer für S04 resultierte, keines gewesen. Das sah Kapitän Castro allerdings trotz aller Schiri-Kritik anders: "Den kann man schon geben", meinte der Routinier nach Ansicht der TV-Bilder. Trainer Matarazzo wollte sich auf Nachfrage nicht zur Schiedsrichter-Leistung äußern.

Doch unter dem Strich hat der Schiedsrichter sicherlich nicht das Spiel entschieden: "Wir haben mehr vorgehabt", sagte Castro und äußerte auch Selbstkritik. "Wir kassieren ein dummes Tor. Mit unseren Chancen in der zweiten Halbzeit hätten wir es verdient gehabt, zu gewinnen." Kempf stimmte abermals zu: "Wir lassen zwei Chancen zu, kassieren ein Tor und nehmen dann nur einen Punkt mit. Damit können wir nicht zufrieden sein."