24. September 2020 / 08:44 Uhr

Streit um DFB-Freigabe für Ukraine-Länderspiel droht - Kehl: "Behalten uns vor, Spieler nicht abzustellen"

Streit um DFB-Freigabe für Ukraine-Länderspiel droht - Kehl: "Behalten uns vor, Spieler nicht abzustellen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kommt es zum Konflikt um die Nationalspieler-Abstellungen? Bundestrainer Joachim Löw und BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. 
Kommt es zum Konflikt um die Nationalspieler-Abstellungen? Bundestrainer Joachim Löw und BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.  © dpa (2)/Montage
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Zwischen der deutschen Nationalmannschaft und den Bundesliga-Klubs könnte es einen Konflikt um die Freigabe der Spieler für das anstehende Spiel im Risikogebiet in der Ukraine geben. Sebastian Kehl von Borussia Dortmund hat bereits angedeutet, dass der Klub seine Profis womöglich nicht abstellen würde.

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Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Klubs seiner Nationalspieler droht ein Konflikt um die Abstellung für die Länderspiele im Oktober. Hintergrund sind die Quarantäne-Regeln, die wegen der Coronavirus-Pandemie für die Einreise aus Risikogebieten wie der Ukraine gelten, wo die DFB-Auswahl am 10. Oktober in der Nations League spielen soll. "Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der Kicker am Donnerstag Sebastian Kehl, den Lizenzspielerchef von Borussia Dortmund.

Das Thema der Abstellungen für Nationalspieler beschäftige den Fußball-Bundesligisten "extrem“, sagte Kehl. Nach den Länderspielen im September hatte es schon bei einigen Klubs Probleme mit dem Einsatz von Profis gegeben, die mit ihren Auswahlteams in Risikogebiete gereist waren. So fehlte Herthas polnischer Stürmer Krzysztof Piatek im DFB-Pokal, weil er in Quarantäne musste.

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Der Weltverband FIFA hatte es den Vereinen zuletzt selbst überlassen, ob sie ihre Profis für Partien in Risikogebieten abstellen. Wenn diese Lösung auch für Oktober gilt, müssten die Klubs ihre deutschen Nationalspieler nicht für das Ukraine-Spiel freigeben.

Bundestrainer Löw will in der kommenden Woche seinen Kader für die beiden Partien in Köln gegen die Türkei (7.10.) und die Schweiz (13.10.) und das Spiel in der Ukraine nominieren. DFB-Direktor Oliver Bierhoff verwies auf das Hygienekonzept der Nationalmannschaft. "Die Vereine wissen, dass wir besondere Sorgfalt an den Tag legen“, sagte Bierhoff. Die Reise in die Ukraine werde nur 36 Stunden dauern. "Wir werden uns vor Ort weiter im geschützten Kreis bewegen“, versicherte Bierhoff. Für die Ukraine gilt derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.