19. Juli 2020 / 16:58 Uhr

Sebastian Mai kommt zu Dynamo Dresden: „Traum geht in Erfüllung“

Sebastian Mai kommt zu Dynamo Dresden: „Traum geht in Erfüllung“

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Sebastian Mai ist wieder bei der SGD! Der 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2022.
Sebastian Mai ist wieder bei der SGD! Der 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2022. © Facebook/SG Dynamo Dresden
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Sebastian Mai freut sich über seinen neuen Vertrag bei Dynamo Dresden und die Rückkehr in seine Heimat.

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Dresden. Seit Wochen spekulierten die Fans über Sebastian Mai als Neuzugang von Dynamo Dresden. Am Wochenende bestätigten die Schwarz-Gelben nun den Transfer. Der gebürtige Dresdner kommt ablösefrei vom künftigen Drittliga-Kontrahenten Hallescher FC und unterschrieb in seiner Heimatstadt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 mit Option auf Verlängerung.

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Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. ©

„Mit der Rückkehr zu Dynamo geht für mich ein Traum in Erfüllung. Neben meiner Familie habe ich in Dresden noch viele Freunde und war in den letzten Jahren, sofern es zeitlich machbar war, regelmäßig als Zuschauer bei den Heimspielen der SGD im Rudolf-Harbig-Stadion dabei. Diese sensationelle Stimmung hoffentlich schon bald zum ersten Mal als Spieler vom Platz aus erleben zu dürfen, ist der Wahnsinn“, zeigt sich der 26-Jährige begeistert, dass er bald wieder in seiner Heimatstadt kickt.

„Profi mit großen Führungsqualitäten“

Der 1,95 Meter lange Abwehrhüne ist nach Tim Knipping, Yannick Stark und Panagiotis Vlachodimos der vierte SGD-Neuzugang in diesem Sommer. Nach den Abgängen von Florian Ballas, Jannis Nikolaou und Jannik Müller wird sich Mai mit Knipping, einem weiteren Neuzugang und Kevin Ehlers um die beiden Stammplätze in Dresdens Innenverteidigung bewerben. „Mein Ziel ist es, so viele Spiele wie möglich zu machen, auf sowie neben dem Feld voranzugehen und unseren gemeinsamen Weg bei Dynamo maximal erfolgreich zu gestalten“, sagt Sebastian Mai.

Ein möglicher Vorteil im Konkurrenzkampf: Mai gilt als Allrounder und Leitwolf. Beim HFC war er Mannschaftskapitän. Am zweiten Spieltag lief er als Mittelstürmer auf, im weiteren Saisonverlauf kam Mai auch auf der Sechser- und der Achterposition im Mittelfeld zum Einsatz. Seine Hauptaufgabe dürfte dennoch eindeutig in der Defensive liegen. „Sebastian Mai ist Profi mit großen Führungsqualitäten. Er verfügt über ein gutes Zweikampf- und Stellungsspiel. Außerdem ist er variabel einsetzbar und besitzt eine positive, mitreißende Ausstrahlung, die unserer Mannschaft guttun wird“, erklärt Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker.

Drittliga-Debüt für CFC

Mai, der die Rückennummer 26 erhält, die zuletzt der vor einem Jahr nach Aue gewechselte Verteidiger Sören Gonther getragen hatte, war bereits von Kindesbeinen an ein Schwarz-Gelber. Als Neunjähriger hatte er sich 2003 der Nachwuchs-Akademie der SGD angeschlossen. Er schaffte es bis in Dynamos zweite Herrenmannschaft, für die er in der Saison 2012/13 elfmal in der NOFV-Oberliga auflief und in der Hinrunde Stammspieler war. Damals war er auch schon dreimal im Profiteam von Dynamo Dresden dabei, allerdings nur in Freundschaftsspielen.

Den ersten Drittligaeinsatz verbuchte Sebastian Mai mit 19 Jahren im Oktober 2013 für den Chemnitzer FC, als er als Kapitän der zweiten Mannschaft der Himmelblauen auch mal für die Profis gegen Burghausen ran durfte. In der Oberliga gelangen ihm damals stolze acht Tore. So wurde Torsten Ziegner, damals Trainer des FSV Zwickau, auf ihn aufmerksam und holte ihn zum Regionalligisten. Auch dort war er unumstrittener Stammspieler und trug mit seinem Ausgleichstor per Kopf im Relegationshinspiel 2016 gegen Elversberg maßgeblich zu Zwickaus Aufstieg in die 3. Liga bei.

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Duell mit Bruder Lukas in Liga Drei

Unmittelbar darauf wechselte er zu Drittligist Preußen Münster, wo er ebenso zum Stammpersonal gehörte, bis er mit einer Zerrung fast die gesamte Rückrunde der zweiten Saison bei den Westfalen verpasste. Danach war es erneut Torsten Ziegner, der ihn holte – diesmal zum Halleschen FC, für den Mai in zwei Jahren 57 Pflichtspiele absolvierte. Darunter war auch seine erster DFB-Pokaleinsatz, als er vor einem knappen Jahr bei der 3:5-Niederlage gegen Bundesligist VfL Wolfsburg auch durch einen eigenen Kopfballtreffer die Verlängerung erzwang.

Insgesamt blickt Mai unter anderem auf die Erfahrung von 108 Drittliga-Begegnungen zurück, in denen ihm zwölf Tore und sieben Vorlagen gelangen. Einer seiner größten Fans ist übrigens sein Vater Lars, der von 2013 bis 2017 in Dynamos Aufsichtsrat saß. Und Sebastian Mais 20-jähriger Bruder Lars Lukas ist langjähriger deutscher Junioren-Nationalspieler und kickt seit seinem Weggang aus Dresden 2014 für den FC Bayern. Mit der FCB-Reserve feierte er 2019 den Aufstieg aus der Regional- in die 3. Liga, wodurch es zu zwei Bruderduellen kam. Beide hat Sebastian Mai mit dem HFC gegen den späteren Drittligameister verloren. In dieser Saison will es der SGD-Rückkehrer besser machen und sich mit Dynamo möglichst selbst zum Drittliga-Krösus aufschwingen.