28. November 2021 / 21:43 Uhr

Schlüsselmoment mit Erling Haaland: Wie der BVB-Star Nico Schlotterbeck noch stärker machte

Schlüsselmoment mit Erling Haaland: Wie der BVB-Star Nico Schlotterbeck noch stärker machte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nico Schlotterbeck hatte BVB-Star Erling Haaland am 2. Spieltag komplett im Griff.
Nico Schlotterbeck hatte BVB-Star Erling Haaland am 2. Spieltag komplett im Griff. © IMAGO/Jan Huebner
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Nico Schlotterbeck gilt als eines der größten deutschen Abwehrtalente. Mit der U21-Nationalmannschaft wurde der Freiburger Innenverteidiger im Sommer Europameister und stieg danach in den Kader der A-Auswahl auf. Doch erst im Duell mit BVB-Superstar Erling Haaland merkte der 21-Jährige, wie gut er wirklich sein kann.

Nico Schlotterbeck hat in seiner jungen Karriere schon viel erreicht: Der Verteidiger des SC Freiburg ist amtierender U21-Europameister, Stammspieler bei einem Bundesliga-Klub und wurde von Bundestrainer Hansi Flick bereits zweimal für die A-Nationalmannschaft nominiert. Doch all diese Errungenschaften haben dem 21-Jährigen weniger Selbstvertrauen gegeben als ein Spiel über 90 Minuten gegen BVB-Superstar Erling Haaland. Im Interview mit dem Kicker hat Schlotterbeck über eine ganz besondere Partie in dieser Saison gesprochen.

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Den 2:1-Sieg seiner Freiburger gegen Borussia Dortmund am 2. Spieltag wird der jüngere Bruder von Keven Schlotterbeck (ebenfalls SC Freiburg) nie vergessen. Im Duell mit der Borussia war der Innenverteidiger der Gegenspieler von Haaland – und hatte den wuchtigen Stürmer komplett im Griff. "Ich habe in dem Spiel gemerkt, wie gut ich sein kann", sagte Schlotterbeck über seine Leistung gegen den BVB-Topscorer. "Ich hatte einfach einen guten Tag. Weil wir etwas tiefer standen, war es vielleicht auch etwas einfacher. Aber in diesem Spiel habe ich gemerkt: Ich kann ein richtig guter Innenverteidiger werden und bin es zurzeit vielleicht schon." Haaland gelang kein Treffer.

Und Schlotterbeck, der in der Freiburger Jugend zum Profi reifte, stellte sich ins Scheinwerferlicht. Der 1,91 Meter große Defensivspezialist ist unter Trainer Christian Streich beim SCF gesetzt. In dieser Saison kommt der ehemalige Leih-Spieler von Union Berlin bereits auf 15 Pflichtspieleinsätze und wird auch von seinen Teamkollegen hoch gelobt: "Schlotti paart fußballerische Klasse mit großer Zweikampfstärke", sagte Teamkollege Nicolas Höfler zuletzt im Kicker.


Schlotterbeck glaubt immer mehr an sich – auch dank Haaland: "An einem guten Tag kann ich ziemlich viele Stürmer ausschalten. Hoffentlich kommen noch viele solcher Tage", sagte der Freiburger Profi, der von seinem DFB-Debüt träumt. Für die Länderspiele im November musste Schlotterbeck wegen muskulärer Probleme absagen. Der Austausch mit Flick laufe gut: "Er hat sehr offen mit mir gesprochen, was er von mir erwartet, wie er mich gesehen hat und dass er relativ zufrieden mit mir ist. Sein vorheriger Eindruck, dass ich ein großes Selbstbewusstsein und ein gutes Aufbauspiel habe, sowie gut im Zweikampf bin, habe sich bestätigt", berichtete der Freiburger. Zumal er einen Vorteil habe: "Er hat mir gesagt, dass es in Deutschland nicht so viele Linksfüßer in der Innenverteidigung gibt und er mich auf jeden Fall mal sehen will."