08. März 2020 / 12:10 Uhr

Schiri-Tausch zur Pause: Altlüdersdorf und Sachsenhausen trennen sich 1:1

Schiri-Tausch zur Pause: Altlüdersdorf und Sachsenhausen trennen sich 1:1

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Packende Zweikämpfe sachen die Zuschauer beim Oberhavel-Derby an der Gasse.
Packende Zweikämpfe sachen die Zuschauer beim Oberhavel-Derby an der Gasse. © Matthias Schütt
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Brandenburgliga: Der SV Altlüdersdorf und TuS Sachsenhausen treffen im Oberhavel-Derby beide vom Elfmeterpunkt und teilen sich gerecht die Punkte. Referee Tobias Collin verletzte sich vor der Halbzeitpause und konnte nicht weitermachen.

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SV Altlüdersdorf – TuS Sachsenhausen 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Müller (61./FE), 1:1 Krystek (76./FE). Zuschauer: 170.

Als der Altlüdersdorfer Stürmer Tomasz Bejuk im Oberhavel-Derby gegen TuS Sachsenhausen in den Schlussminuten alleine auf den gegnerischen Keeper Nick Schrobback zustürmte, wäre den Gastgebern fast noch spät der Siegtreffer gelungen. Doch der TuS-Schlussmann entschärfte den Ball und der Unparteiische pfiff nur kurze Zeit später das „-Nachbarschaftsduell“ beim Stand von 1:1 (0:0) ab. „Am Ende geht das Remis in Ordnung“, so das Fazit von SVA-Kapitän Sven Marten, dessen Mannschaft damit weiterhin in der laufenden Saison auf heimischem Platz ohne Niederlage ist, aber in der Tabelle auf Rang vier abrutschte.

Die Gäste aus Sachsenhausen, die das Hinspiel noch 1:2 verloren hattem, warten dagegen unter Neu-Coach Torsten Thiel auch nach dem dritten Match der Rückserie noch auf den ersten Sieg, konnten die Negativserie nach zuletzt zwei Niederlagen und ohne eigenes Tor aber erst einmal beenden. „Wir haben durch einen fragwürdigen Elfmeter den Ausgleich kassiert. Am Ende ist das Remis sehr ärgerlich, aber gerecht“, resümierte Thiel nach den 90 Minuten an der Gasse.

In Bildern: Der SV Altlüdersdorf und TuS Sachsenhausen trennen sich 1:1-Unentschieden.

Der SV Altlüdersdorf (lila Trikots) und TuS Sachsenhausen trennen sich im Oberhavel-Derby der Brandenburgliga leistungsgerecht 1:1. Zwei Elfmeter sorgten für die Tore an der Gasse. Dort musste Schiedsrichter Tobias Collin in der Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Zur Galerie
Der SV Altlüdersdorf (lila Trikots) und TuS Sachsenhausen trennen sich im Oberhavel-Derby der Brandenburgliga leistungsgerecht 1:1. Zwei Elfmeter sorgten für die Tore an der Gasse. Dort musste Schiedsrichter Tobias Collin in der Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden. © Matthias Schütt

Dabei ging der Tabellenachte aus Sachsenhausen mutig zu Werke, hatte zu Beginn die besseren Chancen. So verpasste TuS-Offensivspieler Eric Beutke nach sechs Minuten die Führung, als sein Schuss knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei ging. Rund 20 Minuten später war Beutke erneut nicht erfolgreich. Auf der gegenüberliegenden Seite touchierte ein Schuss von SVA-Spieler Dublin Schonig (30.) die Latte. Somit ging es ohne Tore in die Kabine. Die Treffer sollten nach Wiederanpfiff fallen. Denn nach einem Foul des SVA-Keepers Alexander Walter im eigenen Strafraum an TuS-Kapitän Andor Müller zeigte der Unparteiische auf dem Punkt. Müller selbst schnappte sich das runde Leder und netzte zur 1:0-Führung (61.) für Sachsenhausen ein.

Dieser Spielstand hielt aber nur eine knappe Viertelstunde, als der Schiedsrichter erneut Foulelfmeter anzeigte – dieses Mal für die Altlüdersdorfer. SVA-Kicker Marcin Krystek ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:1-Endstand. „Das Ergebnis ist am Ende enttäuschend. Wir sind nicht zufrieden“, sagte TuS-Kicker Justin Pehl, dessen Team immerhin einen Zähler bei den heimstarken Altlüdersdorfern entführen konnte.

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In der Halbzeitpause der Partie musste der Unparteiische Tobias Collin verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Der Templiner verletzte sich ohne Fremdeinwirkung in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Nach kurzer Behandlungspause auf dem Platz, die ärztliche Abteilung der Gastgeber stand sofort parat, brachte Collin die restlichen Minuten bis zum Halbzeitpfiff über die Runden. „In der Pause musste ich dann aber abbrechen, es ging aufgrund der Knieverletzung nicht mehr weiter“, sagte der Schiedsrichter, der sich am Montag einer genauen Untersuchung unterziehen will.

Die zweiten 45 Spielminuten leitete dann der bis dato als Linienrichter assistierende Chris Wein. Neben Christian Winkler, der schon in Halbzeit eins als Linienrichter dabei war, wurde kurzfristig Zuschauer Jonas Hirchert, ansonsten Schiedsrichter der Altlüdersdorfer, als zweiter Linienrichter gewonnen. Das Schiedsrichertrio konnte die Partie dann verletzungsfrei und ohne weitere Zwischenfälle beenden.

Noch ein Neuzugang beim SVA

Im lila-weißen Trikot der Altlüdersdorfer feierte am Sonnabend im OHV-Duell auch noch ein Neuzugang sein Debüt an der Gasse: Gino Krumnow kam vom FSV Spandauer Kickers zum SVA. Der 28-jährige Angreifer sammelte bei seinen vorherigen Stationen (u.a. TeBe Berlin, Lichtenberg 47, SC Staaken und 1. FC Magdeburg II) auch schon Erfahrungen in der Regional- und Oberliga. Er ist der Bruder vom Ex-Altlüdersdorfer Jack Krumnow, der inzwischen beim SC Staaken aktiv ist.

SV Altlüdersdorf: Walter – Dembowsky, A. Riehl, Marten, Gras – Macuk – Sidorowicz, F. Riehl (46. Krumnow), Schonig (85. Bergner) – Krystek – Bejuk.

TuS Sachsenhausen: Schrobback – Wulff, Pilz, Wiesner, Pressmann – Pehl, Magino, Kordecki, Groll – Beutke (70. Neves Fraga), Müller.