09. April 2021 / 23:34 Uhr

"Scheiß-Tor", "Gammel-Tor", "Eier-Tor": Bielefeld-Siegtreffer gegen Freiburg erhitzt die Gemüter

"Scheiß-Tor", "Gammel-Tor", "Eier-Tor": Bielefeld-Siegtreffer gegen Freiburg erhitzt die Gemüter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arminia Bielefeld hat sich gegen den SC Freiburg durchgesetzt. Die Protagonisten Christian Günter (v.l.), Nils Petersen und Stefan Ortega fanden jeweils ganz eigene Bezeichnungen für den entscheidenden Treffer.
Arminia Bielefeld hat sich gegen den SC Freiburg durchgesetzt. Die Protagonisten Christian Günter (v.l.), Nils Petersen und Stefan Ortega fanden jeweils ganz eigene Bezeichnungen für den entscheidenden Treffer. © IMAGO/Montage
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Der Siegtreffer gegen den SC Freiburg war für Arminia Bielefeld eine echte Befreiung im Kampf gegen den Abstieg. Für das Eigentor von Baptiste Santamaria fanden Spieler beider Mannschaften nach Spielschluss etliche kreative Synonyme.

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Arminia Bielefeld hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga neue Hoffnung geschöpft. Mit dem ersten Heimsieg unter dem neuen Trainer Frank Kramer, einem 1:0 gegen den SC Freiburg, schoben sich die Ostwestfalen vor auf den 14. Platz - und überholten mit einem Schlag den 1. FC Köln, Mainz 05 sowie Hertha BSC. "Ich glaube, etwas Besseres gibt es nicht", freute sich Arne Maier bei DAZN. "Die anderen Mannschaften konnten uns dabei zugucken, wie wir drei Punkte holen." Was den Erfolg noch ein wenig süßer schmecken lässt: Der entscheidende Treffer durch ein Eigentor von Baptiste Santamaria war in seiner Entstehung für die Arminia maximal glücklich.

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Masaya Okugawa hatte nach Zuspiel der Hertha-Leihgabe aus spitzem Winkel auf das Tor geschossen, Santamaria kam mit der rechten Schulter an den Ball und ließ seinem eigenen Torwart Florian Müller keine Abwehrchance. "Wir müssen wieder so ein Scheiß-Tor schlucken, jetzt fahren wir wieder mit nix nach Hause, das ist bitter", grollte Freiburgs Kapitän Christian Günter über die "abgefälschte Murmel", während Stürmer Nils Petersen sagte: "Es ist typisch, dass so ein Tor das Spiel entscheidet - so eine richtiges Gammel-Tor. Es konnte nur so ein Tor fallen..."

Auch ein Armine fand ein treffendes Synonym für den unorthodoxen Treffer in der 68. Minute. Für DSC-Keeper Stefan Ortega war es ein "Eier-Tor". Der Sieg "tut gut", so der Schlussmann, der seine Vorderleute aber kollektiv in die Pflicht nahm. "Es bringt uns nichts, wenn wir vor der englischen Woche nicht nachlegen und mal wieder zwei Siege am Stück einfahren. Um die Chance zu wahren, in der Liga zu bleiben." Seine Maßgabe dafür: "Demütig bleiben und gut erholen", dann sei für Bielefeld auch am nächsten Samstag im Auswärtsspiel beim FC Augsburg ein Sieg drin.

Die Chancen auf den Klassenerhalt hat der Sieg auf der Alm logischerweise erhöht. Mit 26 Punkten hat die Kramer-Elf nun einen mehr als Hertha und Mainz (25) und sogar drei mehr als der 1. FC Köln, der durch den dreifachen Punktgewinn der Bielefelder auf den vorletzten Platz abgerutscht ist. Für Arminia spricht nicht zuletzt das Restprogramm, denn nach Augsburg geht es unter anderem noch gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schalke 04.

Freiburg dagegen hadert, denn mit der Niederlage hat die Mannschaft von Trainer Christian Streich wohl die letzten Hoffnungen auf die Europa-League-Qualifikation verspielt - der Rückstand auf die internationalen Plätze fünf und sechs beträgt bereits vor den Spielen der Konkurrenz sechs Punkte.