03. Juni 2020 / 06:44 Uhr

Schalke-Sportchef Jochen Schneider mit Ansage zu Negativlauf: "Aufhören, das Opfer der Bundesliga zu sein“

Schalke-Sportchef Jochen Schneider mit Ansage zu Negativlauf: "Aufhören, das Opfer der Bundesliga zu sein“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Sportchef Jochen Schneider hat seinen Klub wegen der sportlichen Durststrecke scharf kritisiert.
Schalke-Sportchef Jochen Schneider hat seinen Klub wegen der sportlichen Durststrecke scharf kritisiert. © imago images/Jan Huebner
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Der FC Schalke 04 wartet seit zwölf Liga-Spielen auf einen Sieg, rutscht in der Tabelle immer weiter ab. Sportchef Jochen Schneider hat nun wiederholt deutliche Worte an die Seinen formuliert - und bezeichnet den Klub aktuell als "Opfer der Bundesliga".

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Sportchef Jochen Schneider hat seine Mannschaft nach zuletzt drei Bundesliga-Niederlagen des FC Schalke 04 scharf kritisiert. "Wir haben - bei allem Respekt - in einer Woche gegen Augsburg, Düsseldorf und Bremen verloren“, sagte der 49-Jährige der Sport Bild. "Augsburg war bis dahin in der Rückrunde die Mannschaft mit den wenigsten Punkten, Düsseldorf Tabellen-16. und Werder Tabellen-17. Wir müssen uns der Situation bewusst sein und aufhören, das Opfer der Bundesliga zu sein“, schimpfte Schneider. Die Königsblauen warten seit zwölf Liga-Spielen auf einen Sieg und gewannen zuletzt im Januar.

Nicht nur die Durchhalteparolen des Schalker Trainers David Wagner scheinen seit Wochen zu verhallen. Auch alles, was Wagner mit seiner tief verunsicherten Mannschaft auf dem Platz probiert, funktioniert nicht. Selbst der erneute Wechsel auf der Torwartposition von Markus Schubert zurück zu Alexander Nübel blieb ohne Wirkung. Nach dem jüngsten 0:1 gegen Werder sagte der Schalke-Coach ernüchtert: "Am Ende steht wieder eine Niederlage, steht wieder ein wahnsinniger individueller Fehler. Deshalb haben wir wieder verloren, auch wenn wir nicht viele Torchancen zugelassen haben.“

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Es war die vierte Pleite seit der Corona-Pause, die sein Team völlig aus der Spur gebracht hat. Schon der Wiederbeginn im Derby war zum Debakel geraten. Dem 0:4 beim BVB folgten binnen sechs Tagen das 0:3 gegen Augsburg, das 1:2 in Düsseldorf und nun das 0:1 gegen Bremen. Bereits am Samstag kritisierte Schneider mit deutlichen Worten. "Unsere Rückrundenbilanz und insbesondere unsere Leistungen seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind niederschmetternd“, sagte der Sportvorstand der Bild. "Wir alle, sportliches Management, Trainerteam und Mannschaft, haben die dringende Verpflichtung, diesen erschreckenden Negativlauf umgehend zu stoppen. So können und dürfen wir uns als FC Schalke 04 nicht präsentieren.“

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Schalke-Trainer Wagner: "Haben eine wahnsinnig schlechte Phase"

Ähnlich sah es Wagner. "Ich möchte jetzt Corona nicht als Ausrede, als Alibi oder sonst etwas ausnutzen. Wir haben eine wahnsinnig schlechte Phase“, meinte der Coach. "Natürlich geht so was an den Jungs nicht spurlos vorbei. Es ist jetzt an uns, ihnen das Selbstvertrauen zu geben, dass sie weiter sauber Fußball spielen.“ Sätze, die Wagner seit Wochen gebraucht. Der letzte Schalke-Sieg resultiert aus einer längst vergangenen Zeit, als noch Zuschauer im Stadion zugelassen waren. Am 17. Januar gewann Schalke zum Rückrunden-Start gegen den Champions-League-Kandidaten Mönchengladbach. Nach dem 18. Spieltag war Schalke Fünfter, sieben Zähler hinter Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig und punktgleich mit Erzrivale Dortmund. Nun steht der Klub in der Liga nur noch auf Rang zehn.