18. September 2020 / 10:00 Uhr

Lothar Matthäus warnt Schalke 04 und Werder Bremen: Klassenerhalt ist nicht sicher

Lothar Matthäus warnt Schalke 04 und Werder Bremen: Klassenerhalt ist nicht sicher

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Schalke 04 und Werder Bremen könnte es in der kommenden Saison eng werden, prognostiziert Lothar Matthäus.
Für Schalke 04 und Werder Bremen könnte es in der kommenden Saison eng werden, prognostiziert Lothar Matthäus. © imago images/Norbert Schmidt/Jan Huebner/Montage
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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus blickt im SPORTBUZZER-Interview auf die Situation bei Schalke 04 und Werder Bremen. Dabei warnt er beide Klubs davor, dass sich ihr Absturz in der kommenden Saison fortsetzen könnte.

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Die Probleme der Traditionsvereine Werder Bremen und Schalke 04 könnten sich nach Ansicht von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus auch in der kommenden Saison fortsetzen - oder sogar noch weiter verschlimmern. In der vergangenen Spielzeit hatten die Hanseaten erst in der Relegation die Klasse gehalten, die Gelsenkirchener waren die letzten 16 Bundesliga-Partien ohne Sieg geblieben.

"Das sind beides namhafte Mannschaften, die in der Vergangenheit auch wirtschaftlich viel besser positioniert waren, die aber auf einmal mit dem Abstiegskampf in Verbindung gebracht werden, in einer Riege mit Mannschaften wie Mainz 05 und dem FC Augsburg. Da gehören jetzt auch Schalke und Bremen dazu. Sie können sich des Klassenerhalts nicht mehr sicher sein", sagte Matthäus in einem Interview mit dem Bundesliga-Magazin des SPORTBUZZER und sieht die beiden Trainer Florian Kohfeldt (Werder) und David Wagner (Schalke) von Saisonbeginn an unter Druck.

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"Wenn am Anfang der Saison gleich kein Erfolg da ist und man es direkt wieder mit den unteren Tabellenplätzen zu tun haben sollte, ist Wagner schnell gefährdet. Gleiches gilt für Kohfeldt in Bremen. Es würde dann vielleicht der Eindruck entstehen, dass man schon zu lange an ihnen festgehalten hat. Ich weiß nicht, ob man eine solche Geduld noch mal mit ihnen haben würde. Gerade auf Schalke ist der Druck noch mal ein bisschen größer von außen", erklärte Matthäus.

Im Fall von Kohfeldt bewertet es der 59-Jährige aber dennoch nicht zwangsläufig als Fehler, dass der Bremer bis zum Ende an ihrem Trainer festhielten und auch weiter festhalten. Der Coach könne es schaffen, dass die Spieler die negativen Eindrücke der vergangenen Saison unter seiner Leitung abschütteln. "Man soll ja immer nach vorn gucken. Die Rettung haben sie letztendlich doch noch erreicht. Damit war das Negative dann doch nicht so negativ, dass man abgestiegen ist. Es war zwar kein Erfolg, aber ein Minimalziel, das sie sich gesteckt hatten. Das kann auch Kraft für die Zukunft geben", erläuterte der frühere Weltfußballer.