27. September 2021 / 23:00 Uhr

Super-League-Streit: UEFA sieht von Sanktionen gegen Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin ab

Super-League-Streit: UEFA sieht von Sanktionen gegen Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die UEFA sieht von Sanktionen für die Super-League-Klubs ab.
Die UEFA sieht von Sanktionen für die Super-League-Klubs ab. © IMAGO (Montage)
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Das Super-League-Trio Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin muss keine Sanktionen für das Festhalten an den Plänen an dem neuen Wettbewerb fürchten. Die UEFA entschied, die Gerichtsverfahren gegen die drei Top-Klubs nicht weiter zu verfolgen.

Für Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin wird es mit Blick auf die im vergangenen April angestrebte Gründung einer Super League keine Sanktionen geben. Wie der SPORTBUZZER am Montag erfuhr, entschied die UEFA, die Gerichtsverfahren gegen die drei verbliebenen Klubs, die an den Plänen einer neuen Liga als Konkurrenz-Wettbewerb zur Champions League festgehalten hatten, nicht weiter verfolgen zu wollen. Am späten Abend wurde dies offiziell bestätigt.

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Der Verband ist demnach davon überzeugt, dass die Fortsetzung der laufenden gerichtlichen Verfahren weder im Interesse der UEFA noch ihrer Mitgliedsverbände liegt. Den Plänen einer Super League oder weiterer abgespaltener Zusatz-Wettbewerbe steht man dennoch weiter klar entgegen. Auch die Wiederaufnahme von Gerichtsverfahren ist, sollte eine Super League wieder zum Thema werden, nicht ausgeschlossen.

Aktuell sind von Seiten der UEFA jedoch keine weiteren Sanktionen vorgesehen. So haben auch die neun weiteren Gründer-Klubs, die bereits von dem Vorhaben absahen, mit keinen Zahlungen im Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an den Super-League-Plänen zu rechnen. Als ein Eingeständnis an die Klubs soll die Entscheidung indes nicht gesehen und in keiner Weise als Sieg für die Abspaltungspläne der Vereine angenommen werden.

Die UEFA reagiert damit auf ein Ultimatum des spanische Richters Manuel Ruiz de Lara, der dem Verband in der vergangenen Woche fünf Tage eingeräumt hatte, um die Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Super League zurückzunehmen. Der Richterspruch wurde mit der Bedingung einer offiziellen Mitteilung der Europäischen Fußball-Union verknüpft. Anderenfalls hätte UEFA-Chef Aleksander Ceferin mit einer Anklage wegen Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils rechnen müssen, berichtete die Sportzeitung Marca unter Berufung auf die Entscheidung des Handelsgerichts Nummer 17 in Madrid. Das Gericht wurde nach SPORTBUZZER-Informationen bereits über die nun von der UEFA getroffene Entscheidung informiert.