18. November 2015 / 18:46 Uhr

Sachsenpokal Achtelfinale der C-Jugend

Sachsenpokal Achtelfinale der C-Jugend

Spielbeobachter Osten
Dresdner Neueste Nachrichten
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SC Borea Dresden U15 gegen FC Erzgebirge Aue U 15 0:2 ( 0:0 ).

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Durch einige Freilosverfahren stieg die U 15 von Erzgebirge Aue erst heute im Achtelfinale in den Sachsenpokal ein. Der Gastgeber der heutigen Partie war die Landesligavertretung des SC Borea Dresden.

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Taktisch und personell hatten die Auer Trainer heute eine andere Variante zu Spielbeginn in den Einsatz geschickt, so blieben gleich mehrere Stammspieler heute auf der Bank und die Ersatzspieler bekamen ihre Chance. Ohne den Gegner zu unterschätzen, ist das ein übliche Vorgehensweiße in Nachwuchsleistungszentren. Gespielt wurde bei stürmischen Herbstwetter auf Kunstrasen. Dresden von Beginn an hoch motiviert, was sicherlich auch mit der Ansprache des Trainers zu tun hatte, denn er äußerte dieses Spiel gegen Aue als Chance, sich einmal mit einer solchen Mannschaft messen zu dürfen. Aue benötigte einige Minuten ,um zu dem Rhythmus zu finden, den die Trainer von ihnen verlangten. Dresden nutzte diese Findungsphase und versuchte immer mehr Druck auf das Auer Tor zu machen. Aue bemüht, aber immer noch mit zu wenigen guten Aktionen nach vorn, man beschränkte sich auf das Abwehren der Dresdner Konter.

Dresden spielte sehr körperbetont und versuchte das eine oder andere spielerische Defizit mit dem einen oder anderen Foul auszugleichen,  aber auch das gehört zum Fußball und sollte nicht überbewertet werden. Aue wagte nun mehr und mehr den Weg nach vorn ,aber immer noch nicht druckvoll genug.  In der 25. Spielminute musste Aue dann das erste Mal wechseln, David Pfeil  kam für den verletzten  Kapitän Toni Alscher  ins Spiel. Doch Aue immer noch mit viel zu wenig Spielanteilen und auch wenn die Außenbahnen heute besser im Einsatz waren, verlor Aue viele Bälle im Mittelfeld. Borea Dresden zwar immer wieder um Konterfußball bemüht, der aber mit keinem wirklichen Torabschluss zu Ende gespielt wurde. So ging es doch mit einem durchaus für die Gastgeber verdienten 0:0 Halbzeitstand in die Pause, denn bis dato war kein Klassenunterschied erkennbar.

Aues Trainer sichtlich unzufrieden mit der gezeigten Leistung, fand wohl deutliche Worte in der Kabine. So folgten in der Halbzeit die nächsten Wechsel,  Niklas Jeck kam für Veit Jackl und Josias Günnel kam für den herausgehenden Marik Mähder. Auf ging es zur 2. Halbzeit. Die Worte des Auer Trainers schienen angekommen, denn nun spielte Aue auf dem Platz, man agierte immer zeitiger und störte den Gegner im Spielaufbau, nur der Torabschluss fehlte. 44. Spielminute, bei Aue steht der nächste Wechsel an, für Gabriel Michl kam nun Max Salomon ins Spiel. Aue nun die präsentere Mannschaft auf dem Platz, sie drängten Borea Dresden in dessen Hälfte und versuchten über die Außenbahnen einen Weg Richtung Strafraum zu finden. Dresden hatte nun auch immer mehr Mühe dem Auer Druck standzuhalten. Aue hatte nun ins Spiel gefunden und die personellen Entscheidungen der Trainer taten ihr übriges dazu bei.  Bei Dresden sah man, dass auch ihre Kräfte nun langsam schwanden, sie kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte und Aue arbeitete am ersten Tor des Spieles.

  1. Spielminute, Aue mit einem guten Spielzug über links zum Dresdner  Strafraum, die hereinkommende Flanke konnte  noch von der Dresdner Abwehr entschärft werden, doch dann schnappt sich Paul Köhler an der rechten Strafraumgrenze das Spielgerät und zieht mit einem sehenswerten Vollspannschuss auf das Dresdner Gehäuse, doch Dresdens Schlussmann konnte nur noch zuschauen wie die Kugel unhaltbar zum 0:1 einschlug. Da war es nun, das lang ersehnte und auch nun verdiente Führungstor für Erzgebirge Aue. Borea Dresden nun sichtlich enttäuscht, aber sie hatten sich noch keineswegs aufgegeben. Dresden kämpfte, hatte aber nichts mehr was den Auer Torhüter Pascal Lang in Verlegenheit bringen konnte. Aue setzte nach und versuchte die Spielentscheidung herbei zuführen. Dresdens Spiel wurde härter und ruppiger, was in der 62. Spielminute nach einem Foul an Max Salomon mit Gelb geahndet wurde.

Dresden hoffend auf den einen Konter, stand hinten sehr tief im eigenen Strafraum und versuchte über lange Bälle für Entlastung zu sorgen, doch auch hier war Aues Abwehr sehr aufmerksam und beendete diese Konterversuche schnell und konsequent. 69.Spielminute, wieder kam Aue mit einen schönen Angriff über die linke Außenbahn, Robby Golzsch verschaffte sich Platz und zeigt seinem Mitspielern an, wo er den Ball hinhaben möchte, Golzsch wird mustergültig aus dem Mittelfeld bedient, geht zur Grundlinie und bringt die genaue Flanke in den Strafraum der Gastgeber, dort kann Niklas Jeck dann per Kopf zum 0:2 einschieben, was auch gleichzeitig der Endstand sein sollte.

Es war ein schönes Pokalspiel, was gerade in der 1. Halbzeit zeitweise keinen Klassenunterschied erkennen ließ. Borea Dresden hat sich sehr gut verkauft und kann mit erhobenem Haupt aus diesem Pokal gehen. Für Aue heißt es nun Einzug ins Viertelfinale und  volle Konzentration auf das Punktspiel in der Regionalliga beim 1. FC Magdeburg am kommenden Sonntag.