21. Oktober 2020 / 16:33 Uhr

Robert Reimann von den Falkenthaler Füchsen: Platzwunde, Nasenbruch, Held der Woche

Robert Reimann von den Falkenthaler Füchsen: Platzwunde, Nasenbruch, Held der Woche

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Robert Reimann (r.) ist Brandenburgs Held der Woche.
Hat in dieser Saison schon viel erlebt: Doppeltorschütze Robert Reimann (r.) von den Falkenthaler Füchsen. © Robert Roeske/Archivbild
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Der Falkenthaler Fußballer Robert Reimann hatte in dieser Saison der Landesklasse Nord schon viel Pech – bis zum Spiel bei Tabellenführer FSV Schorfheide Joachimsthal, das ihn zum Held der Woche macht.

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Eigentlich hatte sich Robert Reimann wenig ausgerechnet, als der Fußballer mit den Falkenthaler Füchsen zum Tabellenführer der Landesklasse Nord, dem FSV Schorfheide Joachimsthal, reiste. Alle Saisonspiele hatte die Heimelf bis dahin gewonnen, „vor dem Spiel wären wir froh gewesen, dass wir keine fünf Kirschen kriegen“, sagt Reimann.

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Doch nach dem Spiel sah die Welt ganz anders aus: 3:2 siegten die Füchse beim großen Favoriten, Robert Reimann schoss zwei Tore und sich damit zum Held der Woche. Mit 32,2 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann der 33-Jährige die Abstimmung vor Tim Schneider (Potsdamer Kickers) und Mirko Scholz (Frankonia Wernsdorf II).

In Bildern: Die Brandenburger "Helden der Woche" der Saison 2020/21.

Stürmer André Rundau vom Kreisoberligisten SV Dallgow ist Brandenbugs Held der Woche. Zur Galerie
Stürmer André Rundau vom Kreisoberligisten SV Dallgow ist Brandenbugs "Held der Woche". ©

Dabei hatte die Fußballsaison denkbar schlecht für Reimann begonnen. Der offensive Mittelfeldspieler brach sich im ersten Saisonspiel gegen Templin gleich mal die Nase. Das war Ende August, Reimann musste eine mehrwöchige Zwangspause einlegen.

Bei der Rückkehr wollte der Falkenthaler nichts überstürzen und erstmal bei der zweiten Mannschaft des Vereins Spielpraxis sammeln. Gesagt, getan – nur zog sich Reimann dabei leider eine Platzwunde am Kopf zu. Das war am 3. Oktober – erneute Zwangspause. „Ich hätte eigentlich auch jetzt gegen Joachimsthal noch nicht spielen sollen“, sagt Reimann, aber die personelle Situation sei eben schwierig gewesen.

Mit Reimann und dem letzten Aufgebot traten die Füchse schließlich beim Spitzenreiter an. „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt, die waren spielerisch natürlich besser als wir“, erzählt er. Und eigentlich lief das Spiel auch wie erwartet: Der Tabellenführer drückte ordentlich, führte 2:1 und setzte aufs dritte Tor. Kaum etwas sprach noch für einen Punktgewinn der Gäste, doch dann kam Reimann, erzielte erst das 2:2 nach 64 Minuten und wenig später sogar noch das Siegtor für seine Farben.

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„Irgendwann ergaben sich Konterchancen und ich habe gesehen, dass der Torwart zu weit vor seinem Tor steht. Also hab’ ich es mal aus der Distanz probiert“, schildert der Held der Woche sein Tor zum Ausgleich. Der zweite Treffer war ebenfalls ansehnlich. Von der Strafraumkante setzte Reimann den Ball ins lange Eck, danach zitterten die Gäste den Sieg über die Zeit. „Das war natürlich ein überragendes Gefühl“, sagt Reimann. Es scheint, als könnte die Saison doch noch gut für ihn verlaufen.