24. November 2020 / 11:34 Uhr

Rechenspiele nach Lockdown: Havelser derzeit bei vier Punkten für Aufstiegsrunde

Rechenspiele nach Lockdown: Havelser derzeit bei vier Punkten für Aufstiegsrunde

Christian Purbs
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wäre nach der Hinrunde Feierabend, stünde der TSV Havelse in der Aufstiegsrunde der Regionalliga - allerdings Stand jetzt mit nur vier Punkten.
Wäre nach der Hinrunde Feierabend, stünde der TSV Havelse in der Aufstiegsrunde der Regionalliga - allerdings Stand jetzt mit nur vier Punkten. © imago images/Thomas Frey
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Dass die Rückspiele der Qualifikationsrunde in der Regionalliga nach dem Lockdown noch ausgetragen werden, darf bezweifelt werden. Stand jetzt steht der TSV Havelse in der Aufstiegsrunde, nähme dorthin allerdings nur vier Punkte mit. Umso mehr Bedeutung bekommt das Nachholspiel bei Werder Bremen II.

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Wenn die Aufstiegsrunde der Regionalliga irgendwann einmal angepfiffen wird, ist eines sicher: Der TSV Havelse ist dabei. Zumindest dann, wenn die Rückspiele der Qualifikationsrunde nicht mehr ausgetragen werden, worauf zurzeit alles hindeutet.

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Eine offizielle Anpassung des Modus vom Norddeutschen Fußball-Verband steht zwar noch aus, aber allein aufgrund der Vielzahl der Spiele – die Havelser müssten noch elf Partien in der Qualifikationsrunde absolvieren und zuvor überhaupt erst einmal wieder mit dem Training beginnen – sowie der Platzverhältnisse im Winter und des engen Terminplans scheint keine andere Option möglich.

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Mit 20 Punkten aus neun Spielen steht die Mannschaft von Trainer Jan Zimmermann in der Südstaffel auf Platz eins und damit ganz weit oben über dem Strich. So stark sich der TSV bislang auch präsentiert hat, mit Blick auf die Aufstiegsrunde sieht die Sache nicht mehr ganz so erfreulich und souverän aus. Gerade einmal vier Punkte würde der momentane Spitzenreiter in die Aufstiegsrunde mitnehmen.

Einige Nachholspiele stehen noch aus

Da jedoch noch einige Nachholspiele aus der Hinrunde ausstehen und längst noch nicht klar ist, wer mit den Havelsern, dem VfB Oldenburg und Werder Bremen II in die Duelle mit den Topteams der Südstaffel gehen werden, könnte sich der Punktestand und damit die Ausgangslage der Garbsener noch verbessern.

Wesentlich schlechter als beim Liga-Primus sieht es für die beiden hannoverschen Teams aus. Der HSC hat als Vorletzter mit nur sechs Punkten die Abstiegsrunde fest gebucht, das Team von 96 II steht zwar auf Platz fünf, muss jedoch noch um den Einzug in die Aufstiegsrunde zittern. Selbst bei einem Sieg im Nachholspiel bei Werder II wäre 96 noch nicht sicher qualifiziert, da der Tabellensechste SSV Jeddeloh mit zwei Erfolgen in Rehden und zu Hause gegen Atlas Delmenhorst vorbeiziehen könnte.

Verliert die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski in Bremen und Jeddeloh gewinnt zumindest gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Delmenhorst, dann finden sich die Roten in der Abstiegsrunde wieder.

Das ist der aktuelle Punktestand für die Aufstiegsrunde in der Regionalliga Nord, Gruppe Süd.
Das ist der aktuelle Punktestand für die Aufstiegsrunde in der Regionalliga Nord, Gruppe Süd. ©

Wie dieses Duell um Platz fünf ausgeht, ist den Havelsern mit Blick auf ihren Punktestand für die Aufstiegsrunde egal. Gegen beide Teams hat der TSV gewonnen, diese drei Punkte sind sicher. Loswerden würden der Tabellenführer auf seinem Weg in die Aufstiegsrunde gerne den VfB Oldenburg, gegen den die Havelser nicht über ein 1:1 hinaus gekommen sind.

Das funktioniert jedoch nur, wenn die Oldenburger ihre beiden Nachholspiele verlieren (in Hildesheim und Delmenhorst), 96 II in Bremen gewinnt und Jeddeloh mindestens einmal siegt. Möglich, aber sehr unwahrscheinlich.

Wichtiges Spiel in Bremen

Viel wichtiger wird für die Havelser Mannschaft sein, auf sich selbst zu schauen und sich mit einem Sieg im noch ausstehenden Spiel bei Werder Bremen II weitere drei Punkte und damit eine bessere Ausgangslage für die Aufstiegsrunde zu holen, in der die Karten ohnehin neu gemischt werden. Und an Selbstbewusstsein fehlt es den TSV-Spielern nach der beeindruckenden Saison ohnehin nicht. „Wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können, wenn wir unsere Leistung abrufen“, ist der Havelser Torjäger Yannik Jaeschke von seinem Team überzeugt.

Gegner der Havelser in der Aufstiegsrunde sind, Stand jetzt, Weiche Flensburg, FC Teutonia 05, Eintracht Norderstedt, FC St. Pauli II und HSV II. Während Flensburg mit acht Siegen souverän auf Platz eins der Nord-Staffel thront, können St. Pauli (Platz vier) und die HSV-Reserve (Platz fünf) noch von der SV Drochtersen/Assel und dem 1. FC Phönix Lübeck überholt und in die Abstiegsrunde

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Zur Erinnerung: der Modus in der Regionalliga Nord:

Die besten fünf Teams aus den Staffeln Süd und Nord ermitteln in einer einfachen Runde, also ohne Rückspiele, den Regionalliga-Meister, die restlichen Mannschaften spielen die Absteiger aus.

Mannschaften der Meisterschafts- beziehungsweise Abstiegsrunde, die in der Qualifikationsrunde bereits gegeneinander angetreten sind, treffen nach der Neueinteilung nicht mehr aufeinander. Für diese Partien werden die Ergebnisse aus den Qualifikationsspielen gewertet. Der Erste der Meisterrunde der Regionalliga Nord spielt gegen den Ersten der Regionalliga Bayern um den Aufstieg in die 3. Liga.