23. Oktober 2021 / 23:02 Uhr

"Dieser Sieg ist gut für Berlin": Warum Pal Dardai Hertha BSC "auf dem richtigen Weg" sieht

"Dieser Sieg ist gut für Berlin": Warum Pal Dardai Hertha BSC "auf dem richtigen Weg" sieht

Ronald Tenbusch
Märkische Allgemeine Zeitung
Konnte am Samstagabend den zweiten Sieg in Serie einfahren: Hertha-Coach Pal Dardai.
Konnte am Samstagabend den zweiten Sieg in Serie einfahren: Hertha-Coach Pal Dardai. © IMAGO/Nordphoto
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Bei Hertha BSC herrscht nach dem Sieg über Gladbach Zufriedenheit. Trainer Pal Dardai findet vor allem für seinen Siegtorschützen lobende Worte. Gladbach-Coach Hütter übt hingegen Kritik am Schiedsrichter.

Solche Klänge hat man im Berliner Olympiastadion schon lange nicht mehr gehört. „Oh, wie ist das schön“ sangen die Hertha-Fans nach dem 1:0-Sieg ihrer Mannschaft gegen Borussia Mönchengladbach. Dank des Treffers von Marco Richter und einem zumindest kämpferisch ansprechenden Auftritt holte die Hertha den zweiten Sieg in Serie. Für Trainer Pal Dardai, der zwischenzeitlich stark in der Kritik stand, ist es der nächste Schritt zu mehr Kontinuität und mehr Ruhe.

"Wir sind viel gelaufen und haben die Zweikämpfe angenommen. Das Stadion war voll. Dieser Sieg ist gut für Berlin. Für mich ein verdienter Arbeitssieg“, sagte Dardai nach der Partie und wähnt sein Team nach einem schwachen Saisonstart auf dem richtigen Weg. "Heute haben wir gegen eine international erfahrene Mannschaft gewonnen. Das ist nicht selbstverständlich“, so der Ungar und fügte an: "Wir sind viel gelaufen, haben viel gearbeitet. So kannst du gegen jeden gewinnen. Wenn wir so arbeiten, haben wir immer eine gute Chance.“

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Und dann kann es für die Hertha und Dardai auch schnell wieder ruhiger werden. Im Vorfeld der Gladbach-Partie hatten Medien berichtet, dass Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic sich vor rund einem Monat bereits mit Domenico Tedesco als potenziellem Nachfolger getroffen haben soll. Torschütze Richter stellte sich nach der Partie vor seinen Trainer. "Das Ganze um den Trainer wurde auch größer gemacht. Wir stehen hinter dem Trainer. Jeder fühlt sich gut nach zwei Siegen in Folge“, sagte der 23-Jährige nach dem Spiel bei Sky.

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Weniger zufrieden war Gladbach-Trainer Adi Hütter. Als einen Grund für die Pleite nannte der Österreicher auch die Leistung von Schiedsrichter Benjamin Cortus: "Der Schiedsrichter war sehr kleinlich und hat damit das Spiel auf beiden Seiten zerpfiffen. Es war kein überhartes Spiel. Wenn beide Bänke unzufrieden sind, kann irgendetwas nicht stimmen", so Hütter, der aber auch sein Team in die Verantwortung nahm: "Ich bin sehr verärgert, dass wir nicht gepunktet haben. Wir haben aus der Überlegenheit in den ersten 30 Minuten zu wenig gemacht. Hertha hat gut verteidigt. Ich bin mit dem Ergebnis enttäuscht."

Dienstag DFB-Pokal bei Preußen Münster

Während Gladbach auf rang zwölf abrutscht, springt die Hertha durch den Sieg mit nun zwölf Punkten auf den zehnten Tabellenplatz. Bei den Fans im Stadion und den Spielern der Hertha war nach schwierigen Wochen wieder großer Optimismus zu spüren. "Die Siege tun uns auf jeden Fall sehr, sehr gut – vor allem gegen namhafte Gegner wie Frankfurt und Gladbach“, so Richter, der mit seinen Toren in beiden Spielen maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte und Lob vom Trainer bekam.

"Ich mag ihn, er ist ein mutiger und frecher Junge. Wen man ihm sagt, er soll was riskieren, dann macht er das“, so Dardai. Für den Ungarn geht es nun darum in den anstehenden Partien gegen Münster (Pokal am Dienstag) und Hoffenheim (Freitag) den Aufwärtstrend zu bestätigen, um in dieser Saison in ruhigere Gewässer zu manövrieren als in der abgelaufenen Spielzeit. "Wir müssen am Dienstag, egal wie, durch den Pokal kommen. Das ist nicht einfach. Dann wollen wir gegen Hoffenheim ungeschlagen bleiben“. Der Weg dorthin sei klar: "Ich will da keine großen Töne spucken. Wir müssen immer wieder Arbeit und Laufbereitschaft bestätigen. Das liegt der Mannschaft.“