24. Juli 2020 / 16:34 Uhr

Re-Start im Kreispokal Oberhavel/Barnim: Der besondere Reiz der K.o.-Duelle

Re-Start im Kreispokal Oberhavel/Barnim: Der besondere Reiz der K.o.-Duelle

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Jubel nach dem historischen Finalerfolg bei den Kickern des 1. SV Oberkrämer.
Im letzten Jahr durfte erstmalig in der Vereinsgeschichte der 1. SV Oberkrämer über den Kreispokalsieg jubeln. Gelingt 2020 die Titelverteidigung? © Robert Roeske
Anzeige

Kreispokal Oberhavel/Barnim: Die Viertelfinalpartien im Kreispokal der Saison 2019/20 stehen an. Es sind die ersten Pflichtspiele in Brandenburg nach der Corona-Pause. Nicht überall sind Zuschauer erlaubt.

Anzeige

Darauf hat die Fußballwelt in Oberhavel über vier Monate warten müssen. Am Sonnabend (25. Juli) finden erstmalig nach der Corona-Pause wieder Pflichtspiele statt – die Viertelfinalpartien im Kreispokal der Saison 2019/20 werden jeweils um 15 Uhr angepfiffen. „Wir freuen uns, dass wir diesen Wettbewerb sportlich weiter führen können. Wir mussten ja seit März tatenlos abwarten und konnten nicht spielen“, sagt Steffen Misdziol, Vorsitzender vom Spielausschuss des Fußballkreises (FK) Oberhavel/Barnim. Es ist gleichzeitig der Re-Start für das gesamte Bundesland und die ersten offiziellen Pflichtspiele. Gesucht werden dabei die vier Halbfinalisten.

Im Rennen dabei ist noch Titelverteidiger 1. SV Oberkrämer, der den Mitaufsteiger in die Landesklasse, Einheit Zepernick, begrüßt. „Das Spiel fällt für uns mitten in die Vorbereitung auf die neue Saison und ist daher nicht unser Schwerpunkt“, sagt SVO-Trainer Thomas Czerwionka, der mit seinem Team 2019 erstmalig in der Vereinsgeschichte Cupsieger in Oberhavel/Barnim wurde. „Dennoch ist es aufgrund der Konstellation und den Aufstiegen beider Teams etwas besonderes.“ Beide Mannschaften haben sich in „der Vergangenheit tolle Duelle geliefert“, so Czerwionka, der im Cupduell aber auf Tim Balting verzichten muss. Der 22-jährige Mittelfeldspieler hat sich zuletzt im Testspiel gegen den Brandenburgligisten SV Zehdenick (1:1) verletzt. „Das ist ein großer Wermutstropfen. Wir müssen jetzt die genaue Diagnose abwarten“, so der SVO-Trainer.

Mehr anzeigen

Ebenfalls unter den besten acht Mannschaften ist Vorjahresfinalist und Landesliga-Aufsteiger Birkenwerder BC zu finden, der auswärts beim SV Friedrichsthal II antreten muss. Ein ungleiches Duell: Das klassenhöchste Team in diesem Wettbewerb aus Birkenwerder spielt gegen die klassenniedrigste Mannschaft aus Friedrichsthal. „Alles andere als ein Weiterkommen wäre eine Überraschung. Wir gehen die Aufgabe konzentriert an“, so BBC-Trainer Florian Glitza. Auf der Gegenseite wissen die Friedrichsthaler, die in der 1. Kreisklasse spielen, um die Schwere der Aufgabe. „Wir sind realistisch genug, freuen uns, dass wir endlich wieder Fußball spielen dürfen“, so Mino Kind, Co-Trainer der Friedrichsthaler Mannschaft.

Auslosung der beiden Halbfinalpartien am Montag

Ein Duell zweier Kreisoberligisten gibt es in Leegebruch. Dort erwartet Gastgeber Blau-Weiß die Mannschaft von TuS Sachsenhausen II. „Für uns ist es das erste Spiel nach der langen Pause. Ich sehe, auch mit dem Hintergrund der Tabelle aus der Vorsaison, keinen Favoriten in diesem Spiel“, sagt TuS II-Coach Philipp Holzhauer. Der „Heimvorteil“ der Leegebrucher entfällt, da aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und des bestehenden Hygienekonzeptes keine Zuschauer zu der Partie zugelassen sind. „Das ist sicherlich etwas schade, hat aber keinen Einfluss auf die Partie“, so Holzhauer. Zudem erwartet der Oranienburger FC II als Landesklassen-Vertreter den Ligakonkurrenten Eintracht Wandlitz aus der Nordstaffel – ebenfalls ein sportliches Duell auf Augenhöhe. Die beiden Halbfinalpartien, die am 1. August stattfinden sollen, werden am Montag (27. Juli) um 11 Uhr in Oranienburg gelost.

In Bildern: Das sind die Kreispokalsieger aus Oberhavel/Barnim seit 2008.

<b>2019/2020</b> Der Favorit aus Zepernick setzte sich in einem spannenden Finale durch. Neuzugang Kevin Maek erzielt das Tor des Tages. Zur Galerie
2019/2020 Der Favorit aus Zepernick setzte sich in einem spannenden Finale durch. Neuzugang Kevin Maek erzielt das Tor des Tages. ©

Wo dürfen Zuschauer im Pokal-Viertelfinale dabein sein?
In der Energieinsel-Sportanlage in Vehlefanz sind nach dem Hygienekonzept des 1. SV Oberkrämer Zuschauer gestattet. „Der Verein hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht“, sagt SVO-Trainer Thomas Czerwionka. Ebenfalls beim Oranienburger FC Eintracht II in der Orafol-Arena sowie auf dem Sportplatz des SV Friedrichsthal II sind Fans zugelassen. Dagegen wird das Spiel in Leegebruch als „Geisterspiel“ ohne Zuschauer am Rande stattfinden, wie die Gemeinde im Vorfeld informierte.