03. Dezember 2021 / 22:36 Uhr

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:2 beim 1. FC Union Berlin

RB Leipzig in der Einzelkritik: Die Noten zum 1:2 beim 1. FC Union Berlin

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Taiwo Awoniyi drückt den Ball zum 1:0 für Union Berlin über die Linie.
Taiwo Awoniyi drückt den Ball zum 1:0 für Union Berlin über die Linie. © Getty Images
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RB Leipzig präsentiert sich zum wiederholten Mal in der Bundesliga erschreckend schwach, unterliegt bei Union Berlin 1:2 (1:1). Hinten wackelte die Abwehr, vonr fehlte es den Sachsen an Ideen und Klarheit. Guido Schäfer hat die Leistung der RB-Elf unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

Berlin. Auf diese Serie kann RB Leipzig alles andere als stolz sein. Der Vizemeister der Vorsaison bleibt in der laufenden Spielzeit weiter ohne Auswärtserfolg, kassierte in der Auftaktpartie des 14. Bundesliga-Spieltags nach einer erneut bemerkenswert schwachen Leistung eine 1:2-Niederlage (1:1) beim 1. FC Union Berlin. Während die Köpenicker durch den Dreier auf Tabellenplatz vier vorrücken, können die Sachsen je nachdem, wie sich die Konkurrenz am Wochenende anstellt, bis auf Rang 13 abrutschen. Überdies ist das Ziel von 30 Punkten zur Winterpause nun nicht mehr zu erreichen.

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Ohne Cheftrainer Jesse Marsch und Co Achim Beierlorzer lag die Verantwortung am Freitagabend beim zweiten Assistenten Marco Kurth. Der schickte, in Absprache mit seinen Kollegen, eine auf mehreren Positionen veränderte Elf auf den Rasen. Kapitän Peter Gulacsi kehrte ins Tor zurück. Kevin Kampl und Emil Forsberg blieben ebenso auf der Bank wie Brian Brobbey. Tyler Adams, Dominik Szoboszlai und Benjamin Henrichs rückten in die Startelf.

DURCHKLICKEN: Die RB-Elf in der Einzelkritik

(1) Peter Gulacsi: Nach Quarantäne und Training mit gebremstem Schaum zurück im Kasten. Muss er vorm 0:1 raus? Hm. Ansonsten klasse. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Nach Quarantäne und Training mit gebremstem Schaum zurück im Kasten. Muss er vorm 0:1 raus? Hm. Ansonsten klasse. Note 3. ©

Die erwischte einen rabenschwarzen Beginn. Bereits nach sechs Minuten traf Taiwo Awoniyi zur Führung für Union. RB wirkte unsicher und behäbig, war anfällig bei Kontern, schaffte es wie schon gegen Leverkusen nicht, das gegnerische Umschaltspiel wirkungsvoll zu stören. In der 13. Minute hatten die Leipziger doppelt Glück. Max Kruse und Awoniyi verpassten das sichere 2:0, im Gegenzug machte Christopher Nkunku unter tätiger Mithilfe von Andreas Luthe das 1:1. Der Berliner Keeper verschätzte sich, der Schuss des Franzosen setzte unmittelbar vor ihm auf und Luthe griff ins Leere. Nach dem Ausgleich beruhigte sich das Geschehen etwas. RB wirkte defensiv stabiler, wen auch offensiv harmlos. Union blieb weiter dann und wann gefährlich, überzeugte bis zur Pause aber nicht mehr.


Die zweite Hälfte brachte Schnee, aber weder neues Personal noch neue Erkenntnisse. RB tat sich im Angriff weiter schwer, agierte kompliziert, ohne Zug zum Tor und lud die Hausherren immer wieder mit Fehlpässen zum Kontern ein. Ein solcher Moment führte in der 57. Minute zur Ecke durch Niko Gießelmann. Der Ball kam zu Kruse, der zog ab. Leipzigs Konrad Laimer fälschte unglücklich ab direkt vor die Füße von Timo Baumgartl - schon führten die Köpenicker erneut. RB wechselte nun. Forsberg ersetzte Henrichs. Wenig später kamen Mohamed Simakan für Lukas Klostermann und Kampl für Konrad Laimer. Die Initialzündung blieb aus. Die Leipziger wirkten fast schon ratlos, vor allem aber mutlos und ohne Biss. Eine echte Schlussoffensive gab es lediglich auf Seiten von Union, die in den letzten zehn Minuten gleich mehrere Hundertprozentige vergaben.