20. Oktober 2019 / 09:01 Uhr

RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff nach Wolfsburg-Remis: „Das ist zu wenig“

RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff nach Wolfsburg-Remis: „Das ist zu wenig“

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG,GERMANY,19.OCT.19 - SOCCER - 1. DFL, 1. Deutsche Bundesliga, RasenBallsport Leipzig vs VfL Wolfsburg. Image shows Yussuf Poulsen (RB Leipzig), Maximilian Arnold and Jerome Roussillon (Wolfsburg).
Yussuf Poulsen versucht, sich gegen Maximilian Arnold und Jerome Roussillon (VfL Wolfsburg) durchzusetzen. Das ist dem Stürmer von Rasenballsport nur selten gelungen. © GEPA pictures
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Nach dem vierten sieglosen Pflichtspiel in Folge ändert sich bei RB Leipzig langsam die Stimmung. Vor allem Geschäftsführer Oliver Mintzlaff legte nach dem 1:1 (0:0)-Unentschieden den Finger in die Wunde.

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Leipzig. Oliver Mintzlaff wählt Auftritte, in denen er sich Fragen der Medienvertreter stellt, mit Bedacht. In aller Regel lässt er Spieler und Trainer nach Spielen Rede und Antwort stehen. Doch der späte 1:1-Ausgleich gegen den VfL Wolfsburg, welcher gleichzeitig das vierte sieglose Pflichtspiel in Folge bedeutete, wollte RB Leipzigs Geschäftsführer nicht auf sich sitzen lassen: „Es fühlt sich eher wie eine Niederlage an. Fünf Punkte aus den letzten vier Heimspielen ist zu wenig. Zwei Punkte aus den letzten drei Bundesligaspielen ist auch zu wenig. Wir können mehr“, machte der erfolgshungrige 44-Jährige seinem Ärger Luft.

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RB Leipzig - VfL Wolfsburg (1:1) ©
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Gegen die Wölfe hatten die Roten Bullen eine Führung aus der Hand gegeben, was Mintzlaff besonders grämte: „Wir haben nach dem etwas glücklichen 1:0 aufgehört, Fußball zu spielen. Wenn du das machst und nach dem Ausgleich bettelst, dann kriegst du ihn. Wir spielen hier vor nahezu ausverkauftem Haus. Da kann ich schon mehr erwarten.“

Mintzlaff trauert Sieg nach

Der RB-Boss gestand, dass er sich für die Mannschaft vor den kommenden englischen Wochen ein Erfolgserlebnis gewünscht hätte: „Wir wissen alle, dass du aus einem Sieg viel rausziehst und dass das dein Selbstbewusstsein stärkt. Das ärgert mich auch. Die Mannschaft hätte nach den letzten Resultaten hier wieder viel Kraft schöpfen können.“

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(1) Peter Gulacsi: Bügelt Upamecanos Bock doppelt aus, assistiert vorm 1:0, rettet mehrfach, beim 1:1 chancenlos. Note: 1 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Bügelt Upamecanos Bock doppelt aus, assistiert vorm 1:0, rettet mehrfach, beim 1:1 chancenlos. Note: 1 ©

Viel Zeit, um den neuerlichen Punktverlust aufzuarbeiten, bleibt nicht. Bereits am Mittwoch wartet beim Heimspiel in der Königsklasse Zenit St. Petersburg, das mit vier Punkten aus zwei Spielen die Gruppe G anführt. Ein Sieg ist also fast schon Pflicht, wenn man den Anschluss nicht verlieren möchte. Trotz aller Kritik war Mintzlaff nach der Partie bemüht, keine Panik zu verbreiten: „Wir haben eine tolle Mannschaft, wir stecken jetzt auch nicht den Kopf in den Sand. Jetzt müssen wir das auf den Platz bringen, was die Mannschaft kann.“

Nagelsmann in der Pflicht

Coach Julian Nagelsmann nahm er dabei in die Pflicht: „Dafür haben wir einen Trainer, einen Klasse-Trainer. Er wird die richtigen Schlüsse ziehen und sicher auch mit der Mannschaft sprechen. Jetzt geht es darum, dass wir die jungen Burschen auch aufbauen und motivieren. Wir sind alle Sportler.“

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Auch der Trainer selbst zeigte sich deutlich unzufriedener als in den vergangenen Wochen und hatte im Spiel gegen Wolfsburg entscheidende Unterschiede zu den bisherigen Partien ausgemacht: „In den meisten Spielen war es so, dass wir viele Chancen vergeben haben und führen müssen. Heute war es so, dass wir nicht die klaren Chancen hatten. Wir haben Baustellen im letzten Drittel. Das hatten wir in Leverkusen und gegen Wolfsburg auch wieder extrem. Da müssen wir besser werden. Wir betreiben viel Aufwand, haben viele gute Balleroberungen. Wir nutzen das aber sehr wenig.“

Nagelsmann wird laut

Der 32-Jährige verriet, dass ihn die Leistung zu seltenen Maßnahmen im Umgang mit seinen Spielern veranlasst hat: „Ich habe sie heute lauter angepackt. Das bin ich sonst nicht so häufig. Aber heute war ich laut nach dem Spiel.“ Die veränderte Tonlage nach dem Unentschieden am Samstag verdeutlicht vor allem die hohen Ansprüche in Leipzig. Trotz Systemumstellung und Trainerwechsel zu Saisonbeginn steht RB weiterhin mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Mönchengladbach auf dem dem fünften Tabellenplatz. Jedoch wollen Nagelsmann und Mintzlaff eine echte Krise mit aller Macht verhindern.

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