06. Mai 2021 / 17:27 Uhr

Rassismus-Affäre: Jens Lehmann zeigt Reue – und entschuldigt sich "von ganzem Herzen"

Rassismus-Affäre: Jens Lehmann zeigt Reue – und entschuldigt sich "von ganzem Herzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jens Lehmann hat sich nach seiner rassistischen Entgleisung erneut zu Wort gemeldet.
Jens Lehmann hat sich nach seiner rassistischen Entgleisung erneut zu Wort gemeldet. © IMAGO/Ulrich Hufnagel (Montage)
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Der frühere deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann hat sich am Donnerstag via Twitter erneut für seine rassistische Nachricht an den Sky-Experten Dennis Aogo entschuldigt – und Reue gezeigt. Man dürfe solche Sprüche nicht machen, "sonst werden sie gesellschaftsfähig", erklärte der 51-Jährige. Sein Vertrag bei Hertha BSC wurde am Mittwoch aufgelöst.

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Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann hat sich für seine rassistische Whatsapp-Nachricht an TV-Experte Dennis Aogo erneut entschuldigt. Am Donnerstagnachmittag erklärte Lehmann auf Twitter: "Nach dem gestrigen Tag ist es mir sehr wichtig, mich zu meiner Nachricht an Dennis Aogo zu äußern. Wer mich kennt, weiß, dass diese Formulierung eine nicht ernst gemeinte, unüberlegte Dummheit war, die nicht das Geringste mit meiner persönlichen Einstellung zu tun hat."

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"Man darf solche Sprüche nicht machen, sonst werden sie gesellschaftsfähig", zeigte der 51-Jährige seine Reue. "Ich möchte mich dafür noch einmal von ganzem Herzen entschuldigen, ich bedauere meine Äußerung zutiefst und bitte jeden um Verzeihung, der sich dadurch verletzt gefühlt hat." Nach dem Vorfall war Jens Lehmann am Mittwoch zunächst von Hertha BSC von seinen Tätigkeiten im Aufsichtsrat entbunden und sein Vertrag beim Klub aufgelöst worden. Später hatten mehrere TV-Sender erklärt, Lehmann nicht mehr einladen zu wollen.

Lehmann hatte mit einer versehentlich an Aogo direkt geschickten Nachricht für Empörung gesorgt. Darin schrieb der ehemalige Schlussmann per Whatsapp: "Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?" Versehen war der Satz mit einem Lachsmiley vor dem Fragezeichen. An wen er die Nachricht eigentlich schicken wollte, ist weiter unklar. Aogo, der als Experte für den Sender Sky arbeitet, veröffentlichte die Aussage bei Instagram und schrieb dazu: "WOW dein Ernst? @jenslehmannofficial Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!"



Dieser hatte sich bereits am Mittwoch bei Aogo entschuldigt und öffentlich erklärt: "In einer privaten Nachricht von meinem Handy an Dennis Aogo ist ein Eindruck entstanden, für den ich mich im Gespräch mit Dennis entschuldigt habe", schrieb Lehmann bei Twitter. Der 51-Jährige ergänzte über Aogo: "Als ehemaliger Nationalspieler ist er sehr fachkundig und hat eine tolle Präsenz und bringt bei Sky Quote." Mit seiner erneuten Entschuldigung räumte Lehmann nun auch inhaltlich sein nicht akzeptables Verhalten ein.