07. Oktober 2020 / 21:39 Uhr

Phönix Lübeck feiert 3:0 beim FC St. Pauli II

Phönix Lübeck feiert 3:0 beim FC St. Pauli II

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Die Lübecker freuen sich und jubeln nach dem 3:0-Sieg beim FC St. Pauli II ausgelassen.
Die Lübecker freuen sich und jubeln nach dem 3:0-Sieg beim FC St. Pauli II ausgelassen. © Agentur 54°
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Die Umstellungen haben gefruchtet, der Plan ist aufgegangen, der Neue und die Joker stechen: Mit 3:0 gewinnt Phönix Lübeck bei St. Pauli II durch Tore von Ulbricht, Aouci und Scharkowski.

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Zwei Neuzugänge in der Startelf, eine neue Abwehrkette,  neues System und neue Auswärtstracht: Die Umstellungen haben sich bezahlt gemacht, der 1. FC Phönix Lübeck gewann in der Regionalliga nach zuvor zwei Niederlagen mit 3:0 beim FC St. Pauli II. „Das war am Ende absolut verdient, zumal wir noch einige Chancen ausgelassen haben. Die Mannschaft wollte unbedingt, das hat man das ganze Spiel gesehen“, lobte Sportchef Frank Salomon seine Adlerträger.

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Fast alles neu beim Phönix

Nach dem Start mit einem Sieg und zwei Niederlagen sowie erneut einem Sieg und zwei Niederlagen hatten Trainer Daniel Safadi und Salomon Handlungsbedarf erkannt und vom 4:3:3- auf ein 4:4:2-System umgestellt. Die Neuzugänge Kulibay Büyükdemir (zuletzt Altona 93) und Blitztransfer Julian Ulbricht (der Ex-HSVer wurde am Dienstag vom kanadischen Premier-League-Klub York9 ausgeliehen) spielten auf den Außenpositionen im Mittelfeld neben Björn Lambach und Kusi Kwame. Der dritte Neue, Khaled Mohssen (zuletzt ebenfalls HSV II), musste hingegen mit einer schmerzhaften Knöchelprellung aus seinem Einsatz in der Reserve in der Verbandsliga (3:1 gegen Pönitz) kurzfristig passen.

Phönix Lübeck gewinnt 3:0 bei FC St. Pauli II. (07.10.2020)

Luca Aouci freut sich über sein Tor zum 2:0. Zur Galerie
Luca Aouci freut sich über sein Tor zum 2:0. ©

Neue Abwehr, neuer Sturm

In der Abwehr rückte Kapitän Nico Fischer in die Innenverteidigung, links durfte Conor Gnerlich von Beginn an ran. Im Angriff begann erstmals der ehemalige U19-Nationalstürmer Tobias Warschewski neben Haris Hyseni. „Wir müssen in der Offensive durchschlagskräftiger werden. Zudem ist das 4:4:2 mit zwei neuen Spielern etwas einfacher“, erläuterte Salomon die Rochaden in der Startelf.

Neuzugang Ulbricht sorgt für das 1:0

Die Lübecker begannen in neuem Outfit (rote Stutzen, weiße Hosen, rotes Shirt) gleich furios, in der vierten Minute zappelte der Ball im Tor – aber Schütze Haris Hyseni stand im Abseits. Die St. Paulianer nutzten die Chance und kamen im direkten Gegenzug fast zur Führung. Es entwickelte sich eine kämpferische Partie mit viel Tempo auf beiden Seiten. Die Gastgeber versuchten es mit Pressing und waren in Umschaltmomenten immer gefährlich, die Lübecker gaben ihrerseits keinen Ball verloren. Die zweite Phönix-Chance vergab Büyükdemir per Fernschuss (18.), ehe mit Ulbricht der zweite Neuzugang den Führungstreffer auf dem Fuß hatte. Doch der Ex-VfBer Malte Schuchardt parierte im Pauli-Tor und Hyseni konnte den Nachschuss nicht über die Linie bugsieren (32.). Fünf Minuten später tankte sich Hyseni bis an die Grundlinie durch und legte auf Ulbricht, der den Ball zur Phönixer Führung nur noch über die Linie drücken musste (32.). Die Ausleihe des Bald-Kanadiers vom Premier-League-Klub York9 FC hatte sich schnell bezahlt gemacht.

Aouci und Scharkowski legen nach

Durchgang zwei begann mit zwei Hochkarätern: Cemal Sezer, der zweite EX-VfB-er bei Pauli, knallte einen Freistoß an den Pfosten (48.), während Hyseni auf der Gegenseite nur ganz knapp über das Tor köpfte (50.). Sechs Minuten später traf Hyseni per Kopf – aber der Treffer wurde wegen eines Stürmerfouls abgepfiffen. In der 69. Minute zog Joker Luca Aouci von der Strafraumgrenze ab – traf aber nur die Latte, um beim nächsten Konter zur 2:0-Führung abzustauben (72.). Das 3:0 vergab Warschewski (85./Latte), dafür traf der zweite eingewechselte Joker Nick Scharkowski zum Endstand (90.+5).

Statistik zum Spiel

FC St. Pauli II: Schuchardt – Kolgeci, Münzner, Brandt, Meseberg (58. Sejdija), Günther (46. Grosche), Dursun, Sortehaug, Loubongo-M’Boungou, Frahm (75. Beleme), Sezer.
1. FC Phönix: Tittel – Korup (84. Hammerschmidt), Fischer, Thiel, Gnerlich – Büyükdemir (88. Tetik), Lambach, Kwame, Ulbricht (65. Aouci) – Warschewski, Hyseni (75. Scharkowski).
SR: Schmidt (Laatzen). Tore: 0:1 Ulbricht (37.), 0:2 Aouci (72.), 0:3 Scharkowski (90.+5). Gelbe Karten: Korup, Lambach.