01. August 2021 / 15:49 Uhr

Pause für Wolfsburgs Olympia-Fußballerinnen, Kapitäninnen-Frage offen

Pause für Wolfsburgs Olympia-Fußballerinnen, Kapitäninnen-Frage offen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
VfL-Frauen: Dominique Janssen (l.) und die anderen Niederländerinnen bekommen Pause, Svenja Huth (r.) war Testspiel-Kapitänin.
VfL-Frauen: Dominique Janssen (l.) und die anderen Niederländerinnen bekommen Pause, Svenja Huth (r.) war Testspiel-Kapitänin. © Boris Baschin / AP
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Das erste Testspiel haben die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg hinter sich, das zweite folgt am Mittwoch. Weiterhin fehlen werden die fünf VfL-Niederländerinnen, die nach dem Olympia-Aus erst einmal eine Pause bekommen.

Seit drei Wochen befinden sich die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg unter Neu-Trainer Tommy Stroot in der Vorbereitung auf die neue Saison. Am Freitag absolvierte der Vizemeister das erste Freundschaftsspiel, gewann mit 2:0 gegen den norwegischen Erstligisten Rosenborg Trondheim. "Es war nicht alles gut, aber natürlich auch nicht alles schlecht", resümierte Stroot nach Abpfiff. Kommenden Mittwoch (14 Uhr) steht im AOK-Stadion schon der nächste Test an, Gegner ist dann PSV Eindhoven. Die Zielsetzung ist klar: "Wir wollen Schritt für Schritt weiterkommen, um auch immer weiter ins Detail gehen zu können." Gegen Trondheim wirkte die Anfangsphase etwas unruhig, gegen PSV, so Stroot, "wollen wir von der ersten Minute an ins Spiel finden und Lösungen finden, die wir vielleicht schon parat haben".

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Am 7. August folgt in Barsinghausen gegen Stroots Ex-Klub FC Twente (16 Uhr) eine weitere Bewährungsprobe, anschließend fährt der VfL-Tross ins Trainingslager nach Harsewinkel (13. bis 28. August). Dort werden mit Dominique Janssen, Shanice van de Sanden, Jill Roord, Joelle Smits und Lynn Wilms auch die fünf Olympia-Teilnehmerinnen zur Gruppe stoßen, die sich am Freitag mit der Niederlande im Viertelfinale gegen die USA geschlagen geben mussten. "Ich habe die Partie auch gesehen und danach kurzen Kontakt mit den Mädels gehabt, um mitzuteilen, dass ich mit ihnen leide", so Stroot, der findet: "Es war ein tolles Spiel. Die Niederlande war nah dran." Dementsprechend sei es schade, dass "jetzt keine Medaille rausspringt. Wir geben ihnen jetzt noch ein paar Tage Zeit, damit sie das auch mental verarbeiten können." Eine Rückkehr steht noch aus: Offensivkraft Rebecka Blomqvist trifft im Halbfinale mit Schweden am Montag (13 Uhr) auf Australien und könnte neben Judoka Giovanna Scoccimarro Wolfsburgs zweite Medaillen-Gewinnerin werden.

Kapitänsfrage noch offen

Sobald die Mannschaft wieder komplett ist, wird sich auch eine weitere Frage klären: Wer wird Kapitänin? Die Nachfrage, ob Alexandra Popp und Almuth Schult die Binde behalten, wollte Stroot noch nicht beantworten. Gegen Trondheim führte Svenja Huth das Team als Spielführerin aufs Feld. "Popp und Schult bleiben in der Verantwortung, ob mit Binde oder nicht, das kann ich so schon sagen. Für alles andere lassen wir uns noch Zeit", erläutert Stroot. Und das habe viele Gründe: "Wir lernen die Gruppe kennen und aufgrund der neuen Spielerinnen bilden sich neue Hierarchien. Da schauen wir bewusst hin und haben auch keinen Zeitstress." Man wolle eine Dynamik entwickeln, dass auch andere Spielerinnen in die Verantwortung wachsen. Stroot weiter: "Wir machen da kein Geheimnis draus und sind komplett offen mit den Spielerinnen. Für mich ist das also an sich gar kein so spannendes Thema, wir warten den Teamprozess ab."