16. März 2020 / 11:47 Uhr

OFC-Trainer Enis Djerlek: "Wir trainieren aktuell der Situation angepasst"

OFC-Trainer Enis Djerlek: "Wir trainieren aktuell der Situation angepasst"

Andreas Ramlow
Märkische Allgemeine Zeitung
OFC-Coach Enis Djerlek und sein Team machen das Beste aus der aktuellen Situation.
OFC-Coach Enis Djerlek und sein Team machen das Beste aus der aktuellen Situation. © Andreas Ramlow/Archivbild
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Brandenburgliga: Trainer Enis Djerlek im SPORTBUZZER-Interview über die aktuelle Situation beim Oranienburger FC während der Corona-Krise.

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Herr Djerlek, aktuell hat die Corona-Krise auch Konsequenzen für den Brandenburger Fußball. Nach zuletzt zwei Siegen, ist die Unterbrechung eher ein Ärgernis für ihr Team?

Enis Djerlek: „Für die einen ist es immer unpassender als für die anderen. Wir haben weder mit dem Aufstieg, noch mit dem Abstieg etwas zu tun. Von daher akzeptieren wir die Situation, so wie es kommt, und machen das Beste daraus. Wir haben in den Rückrundenspielen vor allem kämpferisch überzeugt und hätten aufgrund fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen auch gegen Frankfurt nicht verlieren brauchen. Aber letztlich gehen der Schutz und die Gesundheit von allen natürlich vor.“

Am Sonnabend wäre es zum Ligaprimus RSV Eintracht gegangen ...

Djerlek: „Wer die Tabelle lesen kann: Wir haben viel zu wenig Tore geschossen, aber auch sehr wenig Gegentore zugelassen. Deshalb gehören wir auch nicht nach oben. Wir haben uns einige Male selber geschlagen und waren nicht konsequent genug. Aber wir sind schwer zu bespielen und könnten auch beim Spitzenreiter überraschen.“

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Wie geht der OFC aktuell mit der Situation um?

Djerlek: „Ich denke, der Fußball wird in diesen Tagen, wie vieles andere auch, zur Nebensächlichkeit. Ich habe in meiner Familie schon einige liebe Menschen an Krebs verloren. Wir dürfen aber auch nicht in Panikmache verfallen. Unser Verein und ich haben uns umfassende Informationen eingeholt. Wir fügen uns den Anweisungen, denn die Gesundheit ist wichtiger. Besonders für ältere Menschen."

Hat Ihr Team aktuell auch, wie bei vielen anderen Clubs, trainingsfrei?

Djerlek: „Nein, wir haben keine Trainingsunterbrechung. Wir trainieren der Situation angepasst verändert in kleinen Gruppen mit fünf, sechs Spielern und dies zeitversetzt. Es ist für uns als Trainerteam natürlich ein enorm höherer Zeitaufwand, aber wir minimieren dadurch das Risiko deutlich.“

Gibt es schon Informationen, wie die Saison weitergeht?

Djerlek: „Durch unseren Sascha Rentmeister (Verantwortlicher für Marketing/Sponsoring beim Berliner Fußballverband; Anm.d.Red.) wissen wir, dass aktuell alle Varianten in den Verbänden durchgespielt werden. Von Englischen Wochen bis zur Saisonverlängerung. Aber im Moment kann noch nichts konkret entschieden werden. Dafür ist es noch zu früh."