25. Juli 2020 / 19:51 Uhr

Titelverteidiger raus: So lief das Viertelfinale im Kreispokal Oberhavel/Barnim

Titelverteidiger raus: So lief das Viertelfinale im Kreispokal Oberhavel/Barnim

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Der 1. SV Oberkrämer 11 ist im Viertelfinale ausgeschieden.
Der 1. SV Oberkrämer 11 ist im Viertelfinale ausgeschieden. © Matthias Schütt
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Kreispokal Oberhavel/Barnim: Ein klarer Favoritensieg, ein eindeutiges Ergebnis sowie zwei spannende Partien bis zum Schluss – das Viertelfinale im Kreispokal 2019/20 des Fußballkreises Oberhavel/Barnim am vergangenen Sonnabend bot viel Spektakel, auch wenn alle vier Partien in der regulären Spielzeit beendet wurden. 

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Es waren zudem die ersten Pflichtspiele in Brandenburg nach der Corona-Pause. Am Ende setzten sich Landesligist Birkenwerder BC, die Landesklasseteams von Einheit Zepernick und dem Oranienburger FC Eintracht II sowie Kreisoberligist TuS Sachenhausen II durch.

1.SV Oberkrämer – Einheit Zepernick 2:3 (1:3). Tore: 1:0 Hauck (14.), 1:1 Park (22.), 1:2 Opitz (37.), 1:3 Maek (41.), 2:3 Pfefferkorn (51.). Zuschauer: 132.

Der Titelverteidiger aus Oberkrämer verlor auf heimischen Platz mit 2:3 (1:3) gegen den Mit-Landesklasseaufsteiger Einheit Zepernick. „Die Mannschaft hat nach dem Pausenrückstand noch einmal eine Reaktion gezeigt und das Match bis zum Ende spannend gehalten“, resümierte SVO-Trainer Thomas Czerwionka. Damit ist schon jetzt klar, dass es 2020 keine Titelverteidigung geben wird. Zwar gingen die Hausherren durch Sebastian Hauck mit 1:0 in Führung, doch noch vor der Pause drehten die Zepernicker die Partie durch drei Tore. Kurz nach Wiederanpfiff verkürzte Philip Pfefferkorn mit einem direkten Freistoß auf 2:3. Dabei sollte es bis zum Abpfiff aber bleiben. „Mit der zweiten Halbzeit können wir zufrieden sein“, sagte SVO-Kapitän Tom von Glischinski.

1. SV Oberkrämer: Bobermin – Reichelt, Zießnitz, Bertram, Zschammer, von Glischinski (46. Grasmann), Geppert, Müller (46. Koslitz), Pfefferkorn (84. Göbel), Urbscheit, Hauck.Einheit Zepernick: Jarling – Maek, Rathmann, Schneider, Opitz, Renner (66. F. Schulz), Park, Becke, St. Schulz (80. Kobel), Toepfer, Gronski.

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SV Friedrichsthal II – Birkenwerder BC 0:9 (0:6). Tore: 0:1 Reimann (14.), 0:2 Reischel (18.), 0:3 Kain (27.), 0:4 Nahrath (30.), 0:5 Reimann (32.), 0:6 Weigel (42.), 0:7 Dachwitz (48.), 0:8 Stephan (70.), 0:9 Reimann (82.). Zuschauer: 80.

Vom Titel darf dagegen weiter Vorjahresfinalist Birkenwerder BC träumen. Der Landesligist setzte sich beim SV Friedrichsthal II aus der 1. Kreisklasse West klar mit 9:0 durch.

SV Friedrichsthal II: Gillar – Kind, Dräger, Knittel (68. Doede), Stanke (61. Sprengler), Grünzel, Fochler, Marusch (76. Bernecker), Hauck, Conrad, Blümel.
Birkenwerder BC: Kuhl – Mewes (46. Dachwitz), Reimann, Prußok, Lehmann, Stephan, Nahrath, Reischel, Weigel (51. Mielke), Tettenborn, Kain.

Blau-Weiß Leegebruch – TuS Sachsenhausen II 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Guggenberger (22.), 1:1 Dittmer (72.,ET), 1:2 Komossa (87.). Zuschauer: 0.

Spannend blieb es dagegen im „Geisterspiel“ zwischen den beiden Kreisoberligisten Blau-Weiß Leegebruch und TuS Sachsenhausen II. Denn die Partie, die aufgrund der Hygieneordnung als einziges Pokalspiel in dieser Runde ohne Zuschauer stattfand, wurde erst drei Minuten vor Abpfiff entschieden. TuS II-Akteur Justin Komossa war es, der den 2:1-Siegtreffer für die Gäste aus Sachsenhausen erzielte. „Es war bis zum Ende ein harter Kampf“, resümierte TuS II-Kapitän Franz Roosch. „Wir haben aber verdient gewonnen, da wir die bessere Mannschaft waren.“ Dabei gingen die Gastgeber aus Leegebruch noch vor der Pause mit 1:0 durch Goalgetter Thomas Guggenberger in Front – gleichzeitig der Pausenstand. Nach Wiederanpfiff war es dann der Leegebrucher Robert Dittmer, der zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in das eigene Tor traf. Den Schlusspunkt setzte dann kurz vor Abpfiff Komossa.

Blau-Weiß Leegebruch: Reschke – Quirin, Zahn, Rudolph, Herok, Fischer (54. Ti. Plorin), Gottwald (61. J. Plorin), Dittmer, Matzat (72. Benda), Kulisch, Guggenberger.TuS Sachsenhausen II: Günther – Neves Fraga (54. Uckel), Nassar, Bergmann, Eikelmann, Boremski (62. Gulomov/83. Donnerhaak), Gliem, Galster, Komossa, Roosch, Grüning.

In Bildern: Das sind die Kreispokalsieger aus Oberhavel/Barnim seit 2008.

<b>2019/2020</b> Der Favorit aus Zepernick setzte sich in einem spannenden Finale durch. Neuzugang Kevin Maek erzielt das Tor des Tages. Zur Galerie
2019/2020 Der Favorit aus Zepernick setzte sich in einem spannenden Finale durch. Neuzugang Kevin Maek erzielt das Tor des Tages. ©

Oranienburger FC Eintracht II – Eintracht Wandlitz 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Moldenhauer (56.), 2:0 Ali Dieb (80.), 3:0 Lautz (87., FE). Zuschauer: 85.

Im reinen Duell zweier Landesklasseteams setzte sich der Oranienburger FC Eintracht II mit 3:0 (0:0) gegen Eintracht Wandlitz durch. „Ich wusste, dass wir konditionell besser sind. Das hat sich mit zunehmender Spieldauer gezeigt“, so OFC-Interimstrainer Imre Kalman, der den im urlaub weilenden OFC II-Coach Szymon Nabzdyk vertrat, Nach torloser erster Halbzeit dominierten die Hausherren nach der Pause, erzielten drei Treffer und sicherten sich das Ticket für die nächste Runde.

Oranienburger FC Eintracht II: Blöck – Balaga, Gebauer, Moge (86. Geserich), Moldenhauer (71. Schlinke), Friedrich, Witte (64. Dammenhayn), Jankowski, Brommond, Ali Dieb, Lautz. 
Eintracht Wandlitz: Hübner – Hennig, Großer, Petrahn, Plaumann, Schmidt, Fischer, Roller, Liebich (52. Navarzala), Thomas, Fritzsche (80. Fritzsche).

Bereits am Montag wird um 11 Uhr in Oranienburg die Auslosung des Halbfinales durchgeführt. Dieses findet am Sonnabend statt. Am Sonntag steigen dann zusätzlich die beiden Halbfinalpartien im Frauen-Wettbewerb zwischen Wachow/Tremmen und der SG Mildenberg sowie FC 98 Hennigsdorf und SC Klein-Mutz. Das Endspiel in beiden Pokalen findet am 8. August statt und soll laut Verbandsinformation als Doppelveranstaltung steigen. Ein Finalort wurde vom FK noch nicht bestätigt.