06. März 2020 / 17:06 Uhr

Oberhavel-Derby: SV Altlüdersdorf erwartet TuS Sachsenhausen

Oberhavel-Derby: SV Altlüdersdorf erwartet TuS Sachsenhausen

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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Im Hinspiel verlor Sachsenhausen um Leon Weigt (l., gegen Szymon Sidorowicz) mit 1:2 gegen den SVA. © Robert Roeske
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Brandenburgliga: Zwei Teams mit unterschiedlichen Serien treffen an der Gasse aufeinander. Aus Oberhavel meldet keine Mannschaft für die Oberliga Nord.

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Als vor 190 Tagen der Altlüdersdorfer Tomasz Bejuk mit zwei Toren das jüngste Oberhavel-Derby zwischen dem SV Altlüdersdorf und dem gastgebenden TuS 1896 Sachsenhausen mit 2:1 für die Lia-Weißen entschied, war das Kräfteverhältnis in der Fußball-Brandenburgliga wiederhergestellt. „Hier regiert der SVA“-Rufe schallten durch das Elgora-Stadion.

Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga Nord waren die Altlüdersdorfer erstmalig wieder in einem Pflichtspiel gegen Sachsenhausen gefordert und lieferten prompt. Am Sonnabend wird um 15 Uhr in Altlüdersdorf im Sport-und Gemeindezentrum an der Gasse das Rückspiel angepfiffen. „Das ist schon ein besonderes Spiel. In so einem Derby stehen die Chancen immer 50:50“, sagt SVA-Trainer Steffen Borkowski vor dem Duell des Tabellendritten gegen den Tabellensiebten.

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Beide Teams haben vor dem Duell entgegengesetzte Serien. Auf der einen Seite die Altlüdersdorfer, die in der gesamten Saison noch keine Niederlage auf dem heimischen Platz kassierten – sieben Siege und zwei Remis steht für das Team aus dem „gallischen Dorf“ zu Buche. „Diese Serie wollen wir natürlich ausbauen. Die personellen Voraussetzungen sind aber nicht rosig“, so Borkowski, der auf die Rot-Gesperrten Pawel Rafal Bielecki und Patryck Radoslaw Lukaszewicz verzichten muss.

Zudem stehen einige Akteure verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Dennoch: In der Brandenburgliga verloren die Altlüdersdorfer noch kein Heimspiel gegen den TuS. Die Mannschaft aus Sachsenhausen, die seit der Rückrunde von Trainer Torsten Thiel gecoacht wird, konnte dagegen 2020 noch keinen Punkt holen. Beide bisherigen Meisterschaftsspiele wurden verloren. Die Mannschaft rutschte in der Tabelle ab.

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Folgt nun im Derby die Wende für den TuS? „Als Derby würde ich das Spiel jetzt nicht unbedingt einordnen. Wir brauchen langsam aber mal ein Erfolgserlebnis“, sagt Thiel, der im „Nachbarschaftsduell“ um „die Schwere der Aufgabe weiß“, wie er anmerkt. Dennoch hofft Thiel auf eine Trendwende. Dazu muss das Team aus Sachenhausen aber die sich bietenden Chancen nutzen.

Denn sowohl bei der 0:3-Niederlage gegen den Werderaner FC Viktoria als auch beim 0:1 gegen den MSV Neuruppin gelang dem TuS kein eigener Treffer. „Im Training zerschießen die Jungs die Netze, aber im Spiel nutzen wir unsere wenigen Gelegenheiten einfach nicht konsequent aus. Das muss sich ändern“, so Thiel, der vor allem in den Einheiten unter der Woche vermehrt an den Abschlüssen sowie an Spielformen arbeiten ließ. „Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel gegen eine körperlich robuste Mannschaft.“

In Bildern: Der TuS Sachsenhausen unterliegt dem SV Altlüdersdorf.

<b>TuS Sachsenhausen – SV Altlüdersdorf 1:2 (0:1).</b> Tore: 0:1 Bejuk (9.), 1:1 Müller (56.), 1:2 Bejuk (65.). Zuschauer: 302. Zur Galerie
TuS Sachsenhausen – SV Altlüdersdorf 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Bejuk (9.), 1:1 Müller (56.), 1:2 Bejuk (65.). Zuschauer: 302. © Robert Roeske

Nun bleibt abzuwarten, wer beim Abpfiff der entscheidende Akteur beim Oberhavel-Derby ist. Und vor allem, wer das Duell für sich entscheidet und die drei Punkte holt. Unter der Woche veröffentlichte der Nordostdeutsche Fußballverband derweil die Teams, die sich für eine Lizenz für die Oberliga Nordost beworben haben. Aus Oberhavel waren weder der SV Atlüdersdorf noch TuS Sachsenhausen oder der Oranienburger FC Eintracht dabei. „Das war für uns nie ein Thema. Wir müssen erst einmal in der Brandenburgliga bestehen“, sagt SVA-Trainer Borkowski dazu.