12. Oktober 2019 / 15:22 Uhr

Norderstedt-Trainer Jens Martens freut sich auf Top-Favorit VfB Lübeck

Norderstedt-Trainer Jens Martens freut sich auf Top-Favorit VfB Lübeck

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Eintracht-Trainer Jens Martens schwärmt vor der Partie am Sonntag vom formstarken VfB.
Eintracht-Trainer Jens Martens schwärmt vor der Partie am Sonntag vom formstarken VfB. © imago images / Claus Bergmann
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Im Edmund-Plambeck Stadion werden am Sonntag bis zu 1000 Besucher erwartet - Vom Gegner gibt es reichlich Vorschusslorbeeren für die Landerl-Elf.

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Als Jens Martens vor der Saison nach den Favoriten auf den Titel in der Fußball-Regionalliga Nord befragt wurde, hat der Trainer von Eintracht Norderstedt zwei Klubs genannt: Meister VfL Wolfsburg II und Vizemeister VfB Lübeck. Mittlerweile hat der 63-Jährige seine Meinung geändert und sich auf die Lübecker festgelegt. Am Sonntag treffen beide Teams im Edmund-Plambeck-Stadion aufeinander (14 Uhr).

„Nachdem ich viele Spiele gesehen habe, ist der VfB Lübeck für mich jetzt der Topfavorit“, betont Martens und erklärt weiter: „Weil sie die einzige Mannschaft sind, die richtigen Herrenfußball spielt.“ Der Fußballlehrer gerät fast schon ins Schwärmen, wenn er über seinen Ex-Klub als Spieler von 1981 bis 1986 spricht. „Sie spielen sehr abgeklärt, robust, routiniert und kopfballstark. Alles, was wir nicht sind mit unserer jungen Mannschaft.“ Martens, dessen Sohn Jannick (28) einst auch an der Lohmühle in der U19- und U23-Elf (2008 bis 2010) gespielt hat und heute als Spielerberater bei der Agentur SEG - Sports Entertainment Group tätig ist, gönnt den Grün-Weißen den Aufstieg in die dritte Liga. „Für den Verein und die Stadt wäre das eine tolle Geschichte“, betont er.

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Gastgeschenke werde es am Sonntag aber nicht geben. „Wir freuen uns auf ein geiles Spiel, in dem wir der Underdog und Lübeck der absolute Topfavorit ist. Wir haben nichts zu verlieren“, erklärt er. Dass die Lohmühlen-Kicker noch nie in Norderstedt gewinnen konnten (fünf Spiele seit 2014, zweimal 1:1, einmal 0:2, zweimal 0:3), darauf gibt er nichts. Martens sei kein Freund von Statistiken, lässt er die LN wissen. Feststeht, dass sich seine Elf nach dem großen Umbruch im Sommer als Tabellenneunter sehr achtbar schlägt. Erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison konnte man den Klassenerhalt feiern. Martens hatte das Team erst sechs Spieltage vor Schluss übernommen, davor coachte er die U19-Elf. Gleich 14 Spieler haben den Verein vor dieser Saison verlassen – unter anderem der Ex-VfBer und Abwehrspieler Ronny Marcos (Kickers Offenbach). Verpflichtet wurden 13 neue Spieler, darunter Rückkehrer und Linksfuß Rico Bork von Oberligist Oldenburger SV.

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Lag das Durchschnittsalter in der letzten Saison noch bei 26,8 Jahren, versäumt es der Coach nicht, zu erwähnen, dass dieser jetzt bei 23,0 Jahren liegt und man die jüngste Mannschaft hinter den Teams aus den Nachwuchsleistungszentren stelle. Zuletzt ließen die Norderstedter mit zwei Auswärtssiegen bei Werder Bremen II (3:1) und TSV Havelse (1:0) aufhorchen. „Und dass obwohl uns aktuell insgesamt acht Spieler fehlen. Von fünf Innenverteidigern ist nur einer gesund“, erzählt Martens. Im Hinblick auf das Sonntagsspiel sagt er: „Wenn wir einen vernünftigen Tag erwischen, sind wir nicht so schlecht.“ Die Norderstedter rechnen mit mehr als 1 000 Zuschauern im schmucken Edmund-Plambeck-Stadion, in dem im Juli ein neuer Rasen verlegt wurde.