24. November 2019 / 09:22 Uhr

Fredi Bobic erklärt: Deshalb hat mir die Entlassung von Niko Kovac beim FC Bayern nur "begrenzt leidgetan"

Fredi Bobic erklärt: Deshalb hat mir die Entlassung von Niko Kovac beim FC Bayern nur "begrenzt leidgetan"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Entlassung von Niko Kovac beim FC Bayern München hat auch Frankfurt-Sportdirektor Fredi Bobic beschäftigt.
Die Entlassung von Niko Kovac beim FC Bayern München hat auch Frankfurt-Sportdirektor Fredi Bobic beschäftigt. © imago images/Sven Simon/Martin Hoffmann
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Vor seinem Wechsel zum FC Bayern München feierte Niko Kovac mit Eintracht Frankfurt an der Seite von Sport-Vorstand Fredi Bobic große Erfolge wie den DFB-Pokal-Sieg 2018. Im "Aktuellen Sportstudio" beim TV-Sender "ZDF" erklärte Bobic nun, warum ihn die Kovac-Entlassung beim FCB nur "begrenzt leidgetan" hat.

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Niko Kovac und Fredi Bobic: Das Duo aus Trainer und Sportvorstand führte Eintracht Frankfurt von 2016 bis 2018 zu neuen Höhen, eine persönliche Freundschaft entstand. Wendete Kovac als Trainer in seiner ersten Saison bei den Hessen noch den Abstieg in der Relegation ab, folgte in der Saison 2017/18 der DFB-Pokal-Sieg und die Qualifikation für die Europa League. Als der kroatische Coach danach zu den Bayern wechselte, trennten sich die Wege der Freunde. Im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF hat Bobic nun seine Gefühle zur Kovac-Entlassung beim FCB offenbart. Schließlich wurde Kovac ausgerechnet nach einer 1:5-Niederlage gegen Ex-Klub Frankfurt von seinen Aufgaben bei den Bayern entbunden.

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Fredi Bobic über Kovac-Entlassung: "Musst wissen, dass deine Zeit bei deinem Verein begrenzt ist"

Der 48 Jahre alten Frankfurt-Verantwortliche Bobic erklärte nun, dass ihm die Entlassung seines ehemaligen Trainers "auf der einen Seite natürlich leidgetan" hätte, "aber auch nur begrenzt, weil der Sport das einfach mitgibt", schränkte der Europameister von 1996 ein. "Du musst als Trainer oder Sportdirektor wissen, dass deine Zeit bei deinem Verein einfach begrenzt ist – und dann geht es wieder weiter", erklärte Bobic.

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Auch auf die Aussagen des damaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß zur Kovac-Entlassung, dass es "Strömungen innerhalb der Mannschaft" gegeben hätte, "die den Trainer weg haben wollten", reagierte Bobic. So habe ein Trainer kaum eine Chance, wenn die Stimmung "insgesamt rund um den Klub sehr vergiftet ist und keine Ruhe reinkommt. Dann ist es auch klar, dass dann gehandelt wird – weil man nicht zufrieden ist mit den Ansprüchen, die man hat". Dies sei bei den Bayern nach Fern-Urteil des Frankfurt-Bosses so gewesen - "und man hat dementsprechend reagiert".

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Niko Kovac war von Juli 2018 bis November 2020 Trainer des FC Bayern München. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick zurück auf die Karriere des Kroaten, der in Berlin geboren wurde und in seiner aktiven Laufbahn schon für die Münchner spielte. ©

Kovac, der in der vergangenen Saison mit dem FC Bayern noch das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewonnen hatte, ist damit auf dem Trainer-Markt verfügbar. Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr des Erfolgs-Trainers nach Frankfurt reagierte Bobic zurückhaltend: "Das kann ich nicht sagen, weil wir immer im hier und jetzt sind. Im Fußball darf man nichts ausschließen. Man weiß nicht, was in zwei, drei, vier, fünf Jahren ist." Zudem dürfte Bobic mit dem aktuellen Eintracht-Trainer Adi Hütter überaus zufrieden sein. Der Österreicher erreichte in der Vorsaison mit den Frankfurtern das Halbfinale der Europa League und hält mit den Hessen als Tabellen-Zehnter momentan noch Kontakt zur Liga-Spitzengruppe.