15. Juli 2020 / 19:14 Uhr

Niklas Kreuzer verabschiedet sich von Dynamo Dresden

Niklas Kreuzer verabschiedet sich von Dynamo Dresden

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Niklas Kreuzer sagt der Sportgemeinschaft mit einem weinenden Auge ade.
Niklas Kreuzer sagt der Sportgemeinschaft mit einem weinenden Auge ade. © Jochen Leimert
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Der Rechtsverteidiger verlässt die Sportgemeinschaft nach sechs bewegten Jahren. Wohin es den 27-jährigen gebürtigen Münchner zieht, steht noch nicht fest. 

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Dresden. Nach einer enttäuschenden Saison, die mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ihren traurigen Höhepunkt fand, endet nun auch die sechs Jahre währende Zusammenarbeit zwischen Dynamo Dresden und Niklas Kreuzer. Der Rechtsverteidiger, der 2014 von Rot-Weiß Erfurt nach Dresden ins Team des damaligen Trainers Stefan Böger gekommen war, verabschiedete sich am Mittwochnachmittag auf Instagram von den Anhängern der Schwarz-Gelben. "Danke Dynamo, Danke Dresden!", schrieb "Kreuz" und fügte hinzu: "Es war mir eine Ehre. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute für die Zukunft!"

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Eigentlich lief Kreuzers Vertrag noch bis zum Jahr 2022, im Februar 2019 hatte ihn der damalige Sport-Geschäftsführer Ralf Minge mit Gültigkeit für die 2. Bundesliga zuletzt verlängert. Damals war Kreuzer, neben Marco Hartmann und Jannik Müller der dienstälteste Spieler, überglücklich: "Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich in Dresden und bei Dynamo extrem wohl fühle. Ich habe mit diesem besonderen Verein in den vergangenen viereinhalb Jahren auf und neben dem Platz Dinge erlebt und Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte und die mich für mein Leben prägen werden." Doch seit der Vertragsverlängerung lief es für den gebürtigen Münchner oft nicht mehr wie gewünscht, obwohl er unter Trainer Cristian Fiel zeitweise einer von vier Kapitänen war.

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In dieser verkorksten Saison kam Kreuzer nur noch auf 19 Einsätze, musste erneut oft Linus Wahlqvist den Vortritt lassen, obwohl der Schwede auch eine mäßige Saison spielte. Seine Rote Karte beim 0:2 gegen Hannover kostete Kreuzer drei Spiele Sperre, in der Rückrunde unter dem neuen Coach Markus Kauczinski sanken seine Einsatzzeiten weiter. Offenbar hatte Dynamo, für das der Sohn von Ex-Bayern-Profi Oliver Kreuzer 90 Zweitliga-Spiele und 57 Drittliga-Partien bestritt, keine weitere Verwendung für ihn. Wohin er wechselt, ist offen. Telefonisch war der sympathische Außenverteidiger am Mittwoch nicht zu erreichen. Seine Rückennummer bei Dynamo, seit Jahren die 7, wird im kommenden Spieljahr Neuzugang Panagiotis Vlachodimos tragen.