22. April 2021 / 18:51 Uhr

Namenssponsor der flippo Baskets BG 74 Göttingen lässt Vertrag auslaufen

Namenssponsor der flippo Baskets BG 74 Göttingen lässt Vertrag auslaufen

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Nach dem Rückzug des Spielhallen-Betreibers könnte aus der grünen Schrift auf dem Trikot von Vasiliki Karambatsa wieder eine violette werden.
Nach dem Rückzug des Spielhallen-Betreibers könnte aus der grünen Schrift auf dem Trikot von Vasiliki Karambatsa wieder eine violette werden. © Peter Heller
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Die flippo Baskets BG 74 sind ein Auslaufmodell – was den Namen betrifft. Der Göttinger Damenbasketball-Bundesligist verliert nach drei Spielzeiten seinen Namenssponsor. Die Verantwortlichen müssen sich jetzt daran machen, die entstandene finanzielle Lücke zu stopfen.

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Nach drei erfolgreichen Jahren als Namenssponsor bei den Bundesliga-Basketballerinnen der flippo Baskets BG 74 wird Flippo den auslaufenden Drei-Jahres-Vertrag nicht verlängern. Das hat das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. „Dass am Ende der Zusammenarbeit mit dem Erreichen des Viertelfinals und Platz 5 nach den 22 Hauptrundenspielen die erfolgreichste Saison des Vereins seit mehr als zehn Jahren stand, ist ein wunderbarer Abschluss einer ereignisreichen gemeinsamen Zeit“, sagt Geschäftsführer Friedrich Leinemann von der Rhumepark Entertainment KG, die die Flippo Spielhallen betreibt.

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Dem Entschluss, das Engagement nicht weiterzuführen, seien vielfältige Überlegungen vorausgegangen. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ausschlaggebend seien am Ende die aus der Corona-Pandemie resultierenden Folgen gewesen. Aus Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber habe man nicht anders entscheiden können. „Unsere Spielhallen sind nun insgesamt fast ein Jahr geschlossen, das Personal befindet sich in Kurzarbeit und die weitere Entwicklung der Pandemie ist nicht vorhersehbar“, gibt Leinemann zu bedenken, der den flippo Baskets viel Erfolg für die nächste Saison wünscht und dem Team weiterhin kräftig die Daumen drücken wird.

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Richard Crowders erste Reaktion auf die Pressemitteilung: „Ich habe es befürchtet, angesichts des langen Lockdowns und der wirtschaftlichen Situation“, sagte der Geschäftsführer der flippo Baskets BG 74, die nun in der kommenden Saison unter einem anderen Namen auflaufen werden. Er und der zweite Geschäftsführer, Roland Emme-Weiß, bedanken sich ausdrücklich „für die treue Unterstützung. Ohne Namenssponsoring wären die letzten erfolgreichen Jahre gar nicht möglich gewesen“, erklärten beide gemeinsam. „Wir haben Verständnis für diese Entscheidung in einer für viele Unternehmen schwierigen Zeit. Es ist natürlich für uns eine schwierige Aufgabe, diese Unterstützung zu kompensieren, aber wir werden hart dafür arbeiten. Vielleicht kommen wir in der Zukunft wieder zusammen, wenn die Pandemie beendet ist.“ Nun gehe es darum, die Weichen für die kommende Saison zu stellen und das Loch, das durch diesen Rückzug entstanden sei, zu stopfen. Crowder beziffert die fehlende Summe auf einen „mittleren fünfstelligen Betrag“.

Letztlich konnte er der Nachricht des Namenssponsors der vergangenen drei Spielzeiten aber doch noch etwas Positives abgewinnen: „Wenigstens der Zeitpunkt ist einigermaßen geeignet. Wir haben sowieso vor, in den nächsten Wochen mit allen Sponsoren über die kommende Saison zu sprechen.“